
Mit UMFRAGE - Kritik an "Nibelungentreue" zu Bürgermeister PauleSchlechte Luft: ALA fordert Tempo-30-Limit innerorts
ALSFELD (ol). Erst kritisieren Umweltschützer die Stadt für ihre angeblich schlechte Verkehrspolitik, dann verteidigt die CDU/UWA-Koalition diese Politik – und nun meldet sich in der Diskussion um die Alsfelder Abgaswerte die Fraktion der ALA zu Wort. Sie kritisiert CDU und UWA für deren „Nibelungentreue“ zu Bürgermeister Stephan Paule – und fordert ein generelles Tempolimit von 30 Stundenkilometern in der Stadt.
„Den Umweltverbänden von BUND, VDC und ADFC gebührt der Verdienst, durch Messungen der Stickoxide auf verkehrsbedingte Luftbelastungen in Alsfeld aufmerksam gemacht zu haben“, erklärt die ALA in einer Pressemitteilung. Die Aktivisten hatten in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe inoffizielle Stickoxid-Messungen vorgenommen, wonach Alsfeld die schlechtesten Luftwerte ganz Hessens hatte. Öffentliche Stellen wie das Hessische Umweltamt kritisierten die Messungen als zu ungenau, kündigten aber an, sich die Luftwerte in der Stadt selbst genauer anschauen zu wollen. Offizielle Messstationen gibt es in Alsfeld derzeit noch nicht.
Doch belastbare Messdaten zu Stickoxiden und zusätzlich für Feinstaub sei das, was die Stadt nun zu allererst brauche, heißt es in der Mitteilung. Auf die Kritik der Umweltverbände, die Alsfelder Stadtpolitik sei zu autolastig ausgelegt, reagierte die Koalition in den Augen der ALA „ausgesprochen grantig“. Sie verweise auf „tolle Erfolge“ und scharre sich ansonsten „nibelungentreu um ihren Bürgermeister Paule“. „Aber das wird nichts nutzen“, wird ALA-Fraktionsvorsitzender Michael Riese zitiert.
Schon wer einen Blick auf die geplanten Investitionen in den Alsfelder Haushalt werfe, werde feststellen, dass für neue Straßen erheblich mehr als für Geh- und Fahrradwege ausgegeben werden solle.
ALA für Parkplätze am Stadtrand und Fahrverbote für SUV
Die Bewohner Alsfelds bräuchten sicherlich oft ein Auto, um in die Stadt zu kommen. Wenn es nach der ALA geht, sollten die Fahrzeuge allerdings auf Parkplätzen am Stadtrand abgestellt werden. Parkplätze in der Altstadt sollten demnach zügig reduziert werden. „Blechpanzer (SUV) ab 1,5 Tonnen“ sollten zudem generell nicht in der Innenstadt fahren dürfen.
Als weitere Sofortmaßnahme fordert die ALA ein generelles Tempolimit für alle Fahrzeuge auf innerstädtischen Straßen von 30 Kilometern pro Stunde, so wie es das Bundesumweltamt schon länger befürworte . Ein solches Limit, das nur in einigen Ortsteilen nachts für LKW gelte und von der CDU und UWA immer wieder stolz angesprochen werde, reiche hingegen nicht aus – unter anderem, weil nachts schlicht weniger Fahrzeuge unterwegs seien.
Auch was die Beurteilung des Diesel-Motors betrifft, gehen die Meinungen auseinander. So heißt es in der Mitteilung, Bürgermeister Paule habe auf die Anmerkung der ALA-Fraktion, dass der von der CDU vorangetriebene Stadtbus einen solchen Antrieb habe, erwidert, man möge den „guten deutschen Diesel nicht verteufeln“. „Angesichts der heutigen Debatten um den Diesel und die gute deutsche Automobilindustrie, sieht man, wie weit von vorgestern Bürgermeister Paule ist“, kontert Riese.
In einem Punkt stimmt die ALA mit CDU und UWA allerdings zumindest halbwegs überein. Der LKW-Verkehr durch Alsfeld müsse reduziert werden. Das zu bewerkstelligen, ohne dafür aber „erst 40 Jahre auf eine Ortsumgehung warten zu müssen“, sei eine besondere Herausforderung.
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@ Seewolf:
Stimme ihrem Kommentar weitestgehend zu, aber das mit den Flugzeugen ist kompletter Unfug.
Einfach mal googeln, in welchen Teilen der Atmossphäre Flugzeuge Schadstoffe emittieren und wie diese sich verteilen.
Der erste Schritt wäre doch, wenn der LKW bei Stau auf der A5 die Standspur benutzen dürfte, aber gleichzeitig darauf hingewiesen würde, dass sie die Autobahn nicht verlassen dürfen. Was nützt ein Tempo 30 für LKW ab 22.00 Uhr?
Die kann man wohl an einer Hand abzählen, das nutzt keinem was. Wer regt sich eigentlich, über die über Alsfeld hinweg fliegende Flugzeuge auf? Ich glaube, dass diese noch mehr schlechte Luft verursachen. Und dann gibt es noch diese Vollidioten von Autofahrer, die meinen, Nachts Autorennen zu veranstalten und jagen mit weit überhöhter Geschwindigkeiten durch die Stadt. Hier habe ich unseren Herrn Bürgermeister schon mehrmals darauf hingewiesen, tut sich aber leider nichts. Hier könnte man mal Abends ab 20.00 Uhr an den einschlägigen Plätzen mehr Präsenz zeigen und mal mehr Blitzen aufwarten. Aber wenn unser Ordnungsbeamter nur brave Bürger, die vielleicht mal Falsch geparkt haben, oder die Zeit überschritten haben, ein Knöllchen verpasst und dann pünktlich um 16.15 Uhr Feierabend macht, kann man denen Raser natürlich nichts anhaben. Die Polizei kann auch nicht überall sein. Für die öffentliche Ordnung ist immer noch die Stadt zuständig. Bitte Herr Bürgermeister, nehmen Sie die Sache ernst und tun was.
ALA für Parkplätze am Stadtrand….so die Überschrift in diesem Artikel! Was für ein Stadtrand ist hier gemeint Herr Riese? Wofür sollte das sinnvoll sein, frage ich Sie! Sollen die Besucher/Kunden noch mehr nach Parkflächen suchen und dann garnicht mehr in der Innenstadt einkaufen? Warum haben wohl die Konzerne die Parkplätze direkt vor ihre Eingangstüren platziert, frage ich Sie! Wenn Alsfeld keine Museumsstadt werden soll, dann lassen Sie bitte solche kontraproduktiven Vorschläge sein! Solche Ideen haben nur Leute, die nicht in dieser Branche arbeiten und von Kunden abhängig snd! Die Luft wird dadurch auch nicht besser, im Gegenteil: „Die Luft wird hier bald raus sein“!
@Nur ein Beobachter, ist ja wunderschön wenn man außerhalb einkaufen kann. Und in der Zwischenzeit stirbt das Leben in den Innenstädten, ganz toll…….. Hier in Alsfeld in der Kneipe beim Pforr Heinz hing früher ein Schild: Vor Inbetriebnahme des Mundwerkes, Gehirn einschalten……einfach mal drüber nachdenken und weiterhin viel Spaß beim einkaufen am Rande der Kreisstadt Lauterbach…..
@Ein Romröder (04.04.2018 um 17:55 Uhr)
Herr Stehr hat nicht recht. Herr Stehr behauptet in seinem Leserbrief nämlich, dass in den vielen Millionenstädten der Welt weit weniger Augenmerk auf die Abgase gelegt werde als bei uns. Nur in deutschen Großstädten werde ein Affenzirkus veranstaltet und besonders übertrieben auf die Feinstaub- und Stickoxidproblematik reagiert. Ein Blick über den Tellerrand hinaus zeigt aber:
Die Abgasproblematik ist weltweit ein Thema und im internationalen Vergleich haben viele Länder die Jahres-Grenzwerte deutlich niedriger angesetzt als die Europäische Union: Während in der EU 40 Mikrogramm pro Kubikmeter als Obergrenze gelten, sind es in z.B. Singapur oder Kalifornien 20 Mikrogramm (bei einer Partikelgröße PM10). Bei einer Partikelgröße von PM2,5 gelten in der EU 25 Mikrogramm, in USA 12, in Singapur 12, in Kalifornien 12, in Japan 15!!
Es ist gut so, dass auf die Grenzwerte geachtet wird. Es geht um den Schutz der Allgemeinbevölkerung, besonders um den Schutz von empfindlichen Bevölkerungsgruppen. Die Grenzwert sollen Säuglinge, Kinder, Kranke, Schwangere oder alte Menschen schützen, die von Schadstoffen stärker als andere gefährdet werden könnten. Es sollen auch Menschen geschützt werden, die an einer belastenden Straße wohnen. Sie atmen die schädlichen Stoffe rund um die Uhr ein an bis zu 365 Tagen.
„Probleme machen Stickoxide in erster Linie Menschen, die vorgeschädigte Atemwege haben“, Asthmatiker oder Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung OECP (Raucherlunge). Das liegt daran, dass Stickoxide auch in geringeren Konzentrationen die Bronchien und Blutgefäße verengen. Dieser Effekt führt auch dazu, dass sich die Wirkung von Allergenen verstärkt: Allergiker leiden bei hoher Stickoxid-Belastung der Luft mehr. Auch für Kleinkinder ist eine Belastung der Atemluft grundsätzlich bedenklicher als für Erwachsene, da der Atemluftaustausch im Verhältnis zur Körpermasse viel größer ist als bei Erwachsenen.“
Auch ein Problem: Leider wird der Unterschied zwischen Außenluft- und Arbeitsplatzgrenzwert für NO2 falsch interpretiert. Am Arbeitsplatz liegt der Grenzwert bei 950 Mikrogramm, also um ein Vielfaches höher. Aber: „Der Wert gilt für gesunde Arbeitende an acht Stunden täglich und für maximal 40 Stunden in der Woche. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die berufsbedingt Schadstoffen ausgesetzt sind, erhalten zusätzlich eine arbeitsmedizinische Betreuung und befinden sich somit unter einer strengeren Beobachtung als die Allgemeinbevölkerung …“ (Ob dies ausreicht? Hier darf man durchaus zweifeln.)
Quellen:
(1) https://www.swr.de/abgasalarm/wie-schaedlich-die-luftverschmutzung-wirklich-ist-8-fakten-zu-feinstaub-und-stickoxiden/-/id=18988100/did=18971804/nid=18988100/12nqid0/index.html
(2) https://www.umweltbundesamt.de/themen/unterschied-zwischen-aussenluft
(3) http://faktenfinder.tagesschau.de/stickstoffdioxid-grenzwerte-arbeitsplatz-105.html
Ob ALA, Grüne, BUND, DUH, ADFC oder sonstige Volkserzieher sich um das Thema Abgaswerte in Alsfeld Sorgen machen ist doch eigentlich egal weil es sich doch um dieselben Personen handelt, die mittlerweile eine ernstzunehmende Gefahr für unsere Demokratie sind weil sie wie ein Autist in ihrer eigenen eigenen Traumwelt leben. Da aber die Akzeptanz für diese Leute in der Normalbevölkerung gering ist, sollten sich die Medien mal fragen ob sie denn in ihrer Berichterstattung noch auf dem richtigen Weg sind wenn sie täglich neue Horrorszenarien an die Wand malen. Daß bei uns in Alsfeld die schlechteste Luftqualität von ganz Hessen vorzufinden ist glaubt selbst der Dümmste von uns Vogelsbergern nicht. Mit diesen „Weltrettern“ ist es wie mit den Tierschützern, Tiere aus dem Tierheim aufnehmen, aber dann jeden Tag vor die Haustür oder auf das Grundstück von Nachbarn scheissen lassen obwohl man selber ein großes Grundstück besitzt.
In anderen Städten, z.B. Butzbach, gibt es einfach ein Durchfahrtverbot für LKW’s ohne Anliegen, so einfach ist das.
Stop mal….
Mit Tempo 30 stehe ich in einer Verkehrsruhigen Zeit mit sicherheit an jeder Ampel…
weitermachen…
Julius, wo gibt es das Zeug was du nimmst zu kaufen? Ist es legal? Bitte mehr Infos, ich will es auch.
Ist schon witzig, dieser links- grüne Verein ALA, deren Akteure seit vielen Jahren den Weiterbau von Autobahnen und Umgehungsstraßen (z.B. A 49) verhindern, wollen jetzt in ihrem linken Ökowahn allen Tempo 30 aufdiktieren. Natürlich ohne jegliche fundierte Untersuchungen. Diese Öko- Terroristen wollen nichts anderes als ihren Mitmenschen Vorschriften machen und ihren Willen aufzwingen. Mit Tempo 30 werden garantiert nicht weniger Schadstoffe ausgestoßen wie mit Tempo 50. Aber das können die Ökos ja nicht wissen, die meisten von Ihnen haben ja im besten Fall ein abgebrochenes Studium aufzuweisen, Abgeschlossenes Studium, abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fehlanzeige!
Versteh nicht warum einige Freigeiste ständig abschaffungen der Ampeln fordern, Alsfeld ist eine STADT und in städten Leben Menschen die auch die Straßen benutzen müssen und manchmal auch überqueren müssen, wie sollen diese Leute die Straßen überqueren wenn es keine Ampeln gibt in einer Stadt wo 100.000 am Tag durchfahren.
Mann echt nur noch den Kopf schütteln bei diesen utopischen Forderungen, einger verblendeter DieselAutofahrer/AFD`ler
Stadtbus STINKT, die Abgase unseres Diesel Stadtbus`es stinken auch extrem, dieser Rote Bus stinkt gewaltig etweder ist der Motor Defekt oder in der Abgasreinigung stimmt was nicht, jedenfalls ist das auch ein Diesel Stinker ³
Desweiteren hat die ALA vollkommen recht SUV gehören verboten, absolute Umweltverpester und wenn ich sehe das in SUVs immer nur 1 Person sitzt bekomme ich noch mehr die Krise.
Die Diesel Lobby will wie immer auf Zeitspielen, aber ich hoffe die D.U. macht es ihnen so teuer wie möglich mit ihren Klagen.
Ich komme aus einem „Stadtteil“ von Alsfeld und fahre lieber jeden Samstag nach Lauterbach zum Einkaufen.
1. Ich muss mich nicht durch die Innenstad quälen
2. Ich muss mir keinen Parkplatz suchen.
3. Kann alles von meinem Parkplatz erreichen.
4. Um 8:30 Uhr sitzen ich und meine Familie am Tisch mit allem was man braucht.
5. Und der Einkauf für das gesamte Wochenende ist erledigt.
In Alsfeld einkaufen macht kein Spaß, Tempo 30 bin ich auch, geht sowieso nicht schneller in Alsfeld.
In Lauterbach liegt alles außerhalb der Stadt und ich muss nicht durch die ganze Stadt (oder mittendrin) um mir einen Sack Blumenerde zu besorgen.
Schönen Gruß an alle die, die von Umwelt reden und ihren Urlaub im Ausland verbringen.
Und leider nicht mit dem Fahrrad durch unser noch schönes Deutschland fahren.
Wozu bauen wir solche Fahradewege, wenn noch nicht mal die Befürworter sie nutzen.
Gruß an alle die unfehlbar sind.
Bitte die Kirche im Dorf lassen ALA bei der Forderung „ALA fordert Tempo-30-Limit innerorts”
Die Verschmutzung und der Lärm kommt von den LKW`s die durch Alsfeld fahren. Deshalb raus aus Alsfeld mit den 40t. Nur noch zum be und entladen.
Bitte kümmert Euch um die Abschaffung der Straßenbeiträge (wie auch gefordert) oder wenigstens um wiederkehrende Straßenbeiträge als Übergang.
Wie wäre es denn mal die Ampeln ab zu schaffen und vermehrt Kreisel zu bauen desto weniger muss gestanden werden dann würden auch weniger Emissionen austreten.
Herr Jürgen Stehr hatte in seinem Leserbrief (Bitte um Aufklärung) die 500 größten Städte der Welt so recht. Und jetzt so ein „AFFENZIRKUS“ in Alsfeld
Berlin Platz 114
Köln Platz 475
Ich werde das Gefühl nicht los, dass Herr Riese sich zu lange im Bereich Ludwigsplatz aufgehalten haben muss, denn solche Gedanken kommen bestimmt vom einatmen von zu viel Stickoxyd
Ja die kommunistischen Ökotrittbrettfahrer der ALA, war ja klar das die jetzt aus ihren Höhlen gekrochen kommen nachdem sie erst ihre Vorhut Balles Dennhöfer und Co vorneweg geschickt haben. Diese ganzen Gelbbauchunken- und Kammmolchfetischisten die schon in den 80 ern den Weltuntergang durchs Waldsterben gefeiert haben wissen nicht wohin mit ihrer Zeit, Not kennen Sie ja nur aus dem Fernsehen da allesamt gut situiert…
Schwimmt in die Weltmeere und sammelt Plastiktüten da könntet ihr tatsächlich mal was gutes tun anstatt Bücher über Feinstaub bei Amazon billig zu bestellen und am Tag drauf auf die Lieferung zu warten und dabei auf LKW zu schimpfen… Denkt mal darüber nach
Herr Riese sollte nach Berlin gehen, wer her gekommen ist, denn dort kann er mit seiner Unfreunlichkeit und seinem überflüssigen Gerede kein belästigend. Sage nur zB wer seinen Hund auf den Gehweg scheissen lässt und es liegen lässt, gehört nicht nach Alsfeld, er sollte in seiner Tätigkeit Vorbild sein
Tempo 30 tzzzz. Absolutes Fahrverbot für sämtliche Fahrzeuge mit Emissionen. Es dürfen nur noch emissionfreie Fahrzeuge, wie Elektrofahrzeuge, Fahrräder oder Schubkarren in der Stadt verwendet werden. Generell sollte das in ganz Deutschland gelten oder weltweit, um dem Klimawandel entgegen zu wirken. Als nächstes müsste man dann Krieg und Gewalt auf der Welt verbieten.
Wozu Tempo 30?
Durch die bekloppten Ampelschaltungen kommt man eh nur mit 30-35 km/durch die Stadt.