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Eines der größten Events in der gesamten Region verwandelte Mücke in eine närrische HochburgMücker Fassenachtsumzug „Achdung de Zuch kimmt!

MÜCKE (cdl). Als sich der Mücker Fassenachtsumzug am Sonntagmittag in Bewegung setzte, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Der größte Umzug der Region hatte mit seinen 60 Zugnummern über 180 Gruppen und 1.760 Zugteilnehmern knapp 20.000 Besucher nach Flensungen und Merlau gelockt.

Schon gegen 12 Uhr strömten die Menschenmassen aus allen Himmelsrichtungen an die Bahnhofstraße in Flensungen und Merlau. Schließlich wollte jeder pünktlich zum Start um 13.11 Uhr ein geeignetes Plätzchen finden. Reisebusse hielten kurz am Straßenrand, um die feierwütigen Narren abzuliefern. Außerdem drängten sich rund um die beiden Ortschaften Autoschlangen entlang den Feldwegen, um von dort aus zum Mücker Fassenachtsumzug zu pilgern. Entlang der gut und gerne zwei Kilometer langen Zugstrecke nahm die Anzahl an Besuchern bei fast schon frühlingshaften Temperaturen und strahlend blauem Himmel an den Straßenrändern stetig weiter zu.

Schließlich war es soweit und der Mücker Fastnachtsumzug ging auf seine närrische Reise. Ganz vorneweg marschierten Strohbär, Konfettikanone und wie könnte es anders sein eine Lok. Sie zog quasi die folgenden Zugnummern hinter sich her. Von den Wagen schallte Partymusik und natürlich flogen jede Menge Kamellen in die Zuschauer. Strahlende Kinderaugen machten sich eifrig an Werk die Süßigkeiten einzusammeln. Neben jeder Menge Gardemädchen und Spielmannszügen waren auch einige Motivwagen mit von der Partie. Beispielsweise die mexikanische Mauer rollte durch Mücke. Das wohl auffälligste Vehikel hatten sich die Lokalmatadoren des Männerballetts aus Flensungen ausgedacht, das stark an den Kultfilm Mad Max erinnerte. „Hier bekommt man ganz schön was geboten, ganz im Gegensatz zum Umzug in Gießen“, erzählte ein älterer Herr. Er war laut seiner Schilderung extra aus Gießen gekommen, um sich den Mücker Fassenachtsumzug einmal selbst anzusehen.

Gleich vier Mal wurde der Faschingsumzug durch einen passierenden Zug der Vogelsbergbahn unterbrochen. Die kurzen Unterbrechungen nutzten die Zugteilnehmer, um noch exzessiver mit den Zuschauern zu feiern odern vom Wagen herab ich eigenes Fußvolk mit neuen Getränken zu versorgen. Nach rund zwei Stunden war der komplette Umzug an seinem Ziel am Sportplatz in Merlau angekommen. Dort wartete im Festzelt bereits DJ Raphael Schlosser auf die Narren. Direkt im Anschluss startet die große Umzugsparty. Gut und gerne 4.000 Menschen fasste das Festzelt. Währenddessen machten sich die ersten Umzugsbesucher, insbesondere ältere Menschen und junge Familien mit ihrem Nachwuchs auf den Heimweg. Andere verweilten noch an den zahlreichen Ständen entlang der Strecke, um noch ein wenig das närrische Treiben ausklingen zu lassen und sich in geselliger Runde zu stärken.

Große Fotostrecke vom Mücker Fassenachtsumzug

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