
Ausbildung für VegetationsbrändeFeuerwehr Romrod übt beweglichen Löschangriff und Riegelstellung
ROMROD (ol). Die Feuerwehr Romrod hat kürzlich gemeinsam mit der Einsatzabteilung Zell den beweglichen Löschangriff („Pump and Roll“) sowie den Aufbau einer Riegelstellung geübt. Die ursprünglich geplante Bahnausbildung musste kurzfristig entfallen und wurde durch das neue Ausbildungsthema ersetzt. Rund 20 Einsatzkräfte nahmen an der Übung teil.
Am 2. Juli fand bei der Feuerwehr Romrod wieder der regelmäßige Übungsabend statt. Gemeinsam mit Einsatzkräften aus Zell trainierten die Brandschützer aus der Schlossstadt den beweglichen Löschangriff und den Aufbau einer Riegelstellung, berichtet die Feuerwehr Romrod in einer Pressemitteilung.
Wie an jedem ersten Donnerstag im Monat trafen sich die Einsatzkräfte, um gemeinsam zu trainieren und Abläufe für den Einsatzfall zu festigen. Eigentlich war für diesen Abend eine Ausbildung zum Thema Bahn vorgesehen. Dabei sollte es um das Vorgehen bei Unfällen mit Zügen der Hessischen Landesbahn gehen, die auf der Strecke Fulda–Gießen auch durch das Stadtgebiet Romrod fahren. Diese Übungsmöglichkeit wurde jedoch rund eine Woche zuvor kurzfristig abgesagt. Für den verantwortlichen Ausbilder, den zweiten stellvertretenden Stadtbrandinspektor Volker Schwenzfeier, hieß das: neu planen, umdenken und in kurzer Zeit ein anderes Ausbildungsthema vorbereiten.
Gemeinsam mit Lukas Ziegler, dem stellvertretenden Wehrführer der Einsatzabteilung Romrod, entstand die Idee, den Abend für das Thema „Pump and Roll“ zu nutzen. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit wurde daraus eine vielseitige Übung, an der knapp 20 Einsatzkräfte teilnahmen.
Bevor es in die praktische Ausbildung ging, fand zunächst eine kurze theoretische Einweisung statt. Dabei wurde besprochen, worauf bei einem beweglichen Löschangriff zu achten ist. Auch die Unfallverhütungsvorschriften und mögliche Gefahren wurden angesprochen. Gerade wenn Fahrzeuge während der Wasserabgabe langsam in Bewegung sind und Einsatzkräfte gleichzeitig mit Schläuchen und Strahlrohren arbeiten, müssen Abstände, Kommunikation und Sicherheit besonders beachtet werden.
Unterstützung kam auch aus Zell. Die Einsatzabteilung Zell nahm mit dem dort stationierten Löschgruppenfahrzeug 10 Katastrophenschutz (LF 10 KatS) teil. Damit standen neben dem Romröder Staffellöschfahrzeug 20 (StLF 20) zwei Löschfahrzeuge zur Verfügung, mit denen parallel gearbeitet werden konnte.
Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs 8/6 (LF 8/6) übernahm den Aufbau einer Wasserversorgungsstation. Von dort aus wurden das StLF 20 und das LF 10 KatS während der Übung mit Wasser versorgt.

Foto: Feuerwehr Romrod
Beim „Pump and Roll“ wird während langsamer Fahrt Wasser abgegeben. Das kann vor allem bei Flächenbränden, brennenden Feldrändern oder Vegetationsbränden hilfreich sein. Das Fahrzeug bleibt dabei in Bewegung, während die Einsatzkräfte gezielt Wasser auf die betroffenen Bereiche abgeben. So lassen sich längere Abschnitte schneller erreichen und ablöschen, ohne das Fahrzeug immer wieder neu aufstellen zu müssen.
Ein weiterer Schwerpunkt war der Aufbau einer Riegelstellung. Damit ist eine Schutzlinie gemeint, die verhindern soll, dass sich ein Feuer weiter ausbreitet. Eine solche Riegelstellung kann zum Beispiel wichtig werden, wenn ein Brand auf ein Gebäude, ein Waldstück, ein Feld oder eine andere gefährdete Fläche überzugreifen droht.
Geübt wurde diese Riegelstellung unter anderem mit einem Düsenschlauch. Dieser gibt an mehreren Stellen Wasser ab und kann so einen Bereich großflächig befeuchten oder abschirmen. Für die Einsatzkräfte ist dabei wichtig, dass der Aufbau schnell, sicher und gut abgestimmt erfolgt.
Am Ende konnten die knapp 20 Einsatzkräfte verschiedene Aufgaben trainieren: die Wasserversorgung, das Arbeiten mit zwei Löschfahrzeugen, den beweglichen Löschangriff und den Schutz angrenzender Bereiche. Auch wenn das ursprünglich geplante Thema kurzfristig ausfallen musste, wurde der Abend sinnvoll genutzt.

Foto:Feuerwehr Romrod
Ausbilder Volker Schwenzfeier zeigte sich nach der Übung zufrieden. Gerade mit Blick auf die zuletzt sehr trockene Zeit und die hohe Waldbrandgefahr seien solche Ausbildungsabende wichtig. „Im Ernstfall müssen die Abläufe sitzen. Deshalb ist es gut, wenn wir solche Themen regelmäßig üben. Besonders gefreut hat mich, dass die Zusammenarbeit wieder hervorragend funktioniert hat und sich die Einsatzkräfte aus Romrod und Zell sehr gut ergänzt haben. So machen Kameradschaft und Feuerwehr richtig Spaß. Bitte weiter so“, so Schwenzfeier.
Die Übung zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, flexibel zu bleiben. Denn auch im Einsatz läuft nicht immer alles nach Plan. Umso wichtiger ist es, verschiedene Möglichkeiten regelmäßig zu üben und die Zusammenarbeit zwischen den Stadtteilen weiter zu stärken.
Wer sich selbst ein Bild von der Feuerwehr Romrod machen möchte, ist herzlich eingeladen. Der nächste Übungsabend findet am Donnerstag, den 6. August, um 20 Uhr am Gerätehaus in der Jahnstraße statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können unverbindlich vorbeikommen und die Feuerwehr kennenlernen.
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