
Feuerwehr Alsfeld trainiert strukturierte NotfallversorgungNotfallmedizin bei der Feuerwehr: Ausbildung stärkt Handlungssicherheit
ALSFELD (ol). Bei einer Ausbildung im Feuerwehrhaus Alsfeld stand die medizinische Notfallversorgung nach dem (x)ABCDE-Schema im Mittelpunkt. In Theorie- und Praxiseinheiten übten die Einsatzkräfte unter Anleitung von Notfallsanitätern den Umgang mit verschiedenen Notfallsituationen – von Atemwegsproblemen bis hin zu schweren Verletzungen. Ziel war es, die Handlungssicherheit im Einsatz weiter zu stärken.
Am vergangenen Samstag stand die strukturierte Patientenversorgung im Fokus einer Ausbildungsveranstaltung im Feuerwehrhaus Alsfeld. Die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner wurden von den drei Notfallsanitätern und Praxisanleitern Sebastian, Thomas und Christoph geschult. Schwerpunkt der Ausbildung war das sogenannte (x)ABCDE-Schema, ein bewährtes Konzept zur strukturierten Versorgung von Notfallpatienten. Es hilft dabei, lebensbedrohliche Zustände schnell zu erkennen und notwendige Maßnahmen nach klaren Prioritäten einzuleiten, wie die Alsfelder Feuerwehr in einer Pressemitteilung erläutert.
Am Vormittag stand zunächst ein Theorieblock auf dem Ausbildungsplan. Hier wurden die Grundlagen des (x)ABCDE-Schemas vermittelt und anhand praktischer Beispiele erklärt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt. Anschließend durchliefen sie drei verschiedene Ausbildungsstationen.

Foto: C. Bünger/Feuerwehr der Stadt Alsfeld
An der ersten Station, betreut von Sebastian, standen praktische Fertigkeiten im Mittelpunkt. Hier wurden das Freimachen von Atemwegen, die Beatmung von Patienten sowie die Blutdruckmessung geübt.
Die zweite Station wurde von Thomas betreut. Dort lag der Schwerpunkt auf der Einschätzung erkrankter Patienten nach dem ABCDE-Schema. Anhand realistischer Szenarien wie Schlaganfall, Unterzuckerung oder akutem Koronarsyndrom konnten die Teilnehmer die strukturierte Patientenbeurteilung trainieren. Für einen besonders praxisnahen Ablauf sorgte dabei Konrad, Rettungssanitäter und Patientendarsteller, der verschiedene Krankheitsbilder realistisch darstellte.
An der dritten Station ging es etwas „blutiger“ zu. Übungspuppe „Oskar“ war bei Arbeiten im Keller von einer Leiter gestürzt und hatte sich dabei eine schwere Verletzung am linken Bein zugezogen. Die Teilnehmer mussten in diesem Szenario das xABCDE-Schema anwenden, bei dem zunächst lebensbedrohliche Blutungen erkannt und versorgt werden. Selbstverständlich handelte es sich nur um eine Übung – mithilfe von Kunstblut konnte jedoch eine schwere Verletzung realistisch dargestellt werden. Dadurch wurde auch der Einsatz eines sogenannten Tourniquets zur schnellen Blutstillung erforderlich. Diese Station wurde von Christoph betreut.

Foto: C. Bünger/Feuerwehr der Stadt Alsfeld
Die Ausbildung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßiges Training medizinischer Notfallsituationen für die Feuerwehr ist. Durch die Kombination aus Theorie und praxisnahen Übungen konnten die Einsatzkräfte ihre Kenntnisse vertiefen und ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Patienten weiter stärken.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem DRK-Kreisverband Alsfeld für die Bereitstellung der Übungssimulatoren sowie dem Förderverein der Feuerwehr für die Unterstützung bei der Verpflegung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
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