
Gegen die aktuelle AgrarpolitikLandwirte trafen sich zur Protestfahrt
ALSFELD (jal). Landwirte aus der Region haben sich an diesem Freitag zu einer Protest-Fahrt getroffen. Die Bauern zeigten sich unzufrieden mit der aktuellen Politik der Bundesregierung. Der Protest soll fortgesetzt werden.
„Wir sind ein Zusammenschluss von sechs Personen und haben die Demo organisiert, da wir alle sehr unzufrieden mit der derzeitigen Regierung sind“, sagte Jürgen Euler aus Schwalmtal zu Oberhessen-live. Auslöser für den jetzigen Protest sei die geplante Streichung von Steuervorteilen für Landwirte beim Diesel-Kauf sowie der Wegfall der KFZ-Steuerbefreiung für landwirtschaftliche Betriebe gewesen, so Euler.
Während die Veranstalter von gut 100 Fahrzeugen, darunter LKW und Schlepper berichten, spricht die Polizei von 50 Schleppern und zwei LKW. Die Demoteilnehmer hätten sich an die erteilten Auflagen gehalten, auf der B62 sei es im Bereich Alsfeld zeitweise zu Verkehrsbehinderungen gekommen.
An den Fahrzeugen waren Schilder angebracht. Auf einem war zu lesen „gibt es keine Bauern mehr, bleibt auch dein Teller leer“. Auf einem anderen: „Niemand soll vergessen, wir Bauern sorgen für das Essen.“ An einem LKW war ein Transparent gegen die Erhöhung der LKW-Maut angebracht.
Auf einem Handzettel zur Demo war zu lesen: „Wir demonstrieren ebenfalls für Sie gegen diese Regierung. Die massive Verteuerung unserer Produktion und die schwindende Unterstützung der Landwirte betrifft auch Sie, als Verbraucher!“
Für den 8. Januar sei eine weitere Demo geplant. „Wir wollen erreichen, dass andere Berufszweige sich uns anschließe“, sagte Euler.
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Ihr armen Bauern, sorry, Landwirte. Wir haben Wetter, also müsst ihr wie jedes Jahr jammern. Diese Demonstration gestern war ja Mal sowas von Schwachsinn und Sinnlos. Da habt ihr mal wieder bewiesen, das ein Großteil von euch große Umweltverschmutzer sind. Lärmbelästigung und Gestank, das war es, was ihr gestern gebracht habt. Ihr vergesst, das es Menschen gibt, die psychische Leiden haben und gestern voll daneben waren.
Da Regen sich alle über die Klimakleber auf, die den Verkehr zum Stillstand bringen. Übrigens bin ich nicht unbedingt für die Aktionen der Kleber, aber sie demonstrieren ruhig und wollen eine Zukunft für sich und ihre Kinder und Enkel.
Geht nach Berlin, wo eure Lobby wartet, und macht vorm Bundestag Krach. Ich kann nichts dafür, das auch ihr einen Geldbeitrag für die Gemeinschaft tragen müsst.
440 Millionen Euro entfielen bisher auf die Subventionierung des Agrardiesels, 485 Millionen Euro auf die Befreiung von der Kfz-Steuer. In der Summe streitet man sich also um 925 Millionen Euro.
84,6 Millionen Einwohner hat Deutschland zur Zeit, pro Einwohner reden wir also von ca. 10,93 Euro Mehrkosten im Jahr bzw. von 91 Cent im Monat. Halt, der errechnete Betrag ist übertrieben hoch, den ein nicht unerheblicher Teil der Produktion geht ja in den Export. Also wird die durchschnittliche Mehrbelastung der Verbraucher durch die Streichung dieser Subventionen deutlich unter 90 Cent im Monat liegen, vorausgesetzt, man schlägt bei eigentlich geringen Kostensteigerungen nicht wie so oft üblich ein Vielfaches auf den Preis auf.
„Wir demonstrieren ebenfalls für Sie gegen diese Regierung“? Sorry, liebe Landwirte, diese Behauptung ist ein Anmaßung. Ihr demonstriert für Eure eigenen Interessen gegen diese Regierung, das Recht ist Euch unbenommen.
Der Bürger darf sich aber fragen, warum der Bauer seinen Energieverbrauch subventioniert bekommen soll, die Mühle und der Bäcker, die das von Euch erzeugte Getreide zu Brot veredeln, aber nicht. Nur weil es sie lange gibt sind nicht alle Subventionen logisch zu begründen und damit auch erhaltenswert.
Und die Vertreter Eures Standes, die sich in sozialen Medien z.B. in der Tradition der Bauernkriege (ab 1524) sehen oder die bei ihrem Protestschild am Straßenrand gleich noch einen Rundballen mit Galgen platzieren (an der L3070 zwischen Billertshausen und Angenrod zu betrachten) zerstören mit ihrem blinden Eifer zumindest bei mir jede Sympathie für Eure Forderungen.