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Premiere am Samstag, den 17. Dezember um 18 UhrMärchenhafte Reise durch ein zauberhaftes Stück

ALSFELD (ls). Viel gemeinsam haben Aschenputtel, Hänsel und Gretel, der gestiefelte Kater, Schneewittchen und die Zwerge zwar nicht, im diesjährigen Alsfelder Wintermärchen stehen sie trotzdem gemeinsam auf der Bühne – und begleiten Hans durch den zauberhaften Märchenwald auf seinem Weg zum Glück. Viele Eindrücke in Bildern.

Noch ist es dunkel und leer in der Alsfelder Stadthalle. Nur vorne auf der Bühne, hinter dem schweren roten Samtvorhang tut sich etwas: Schatten bewegen sich hin und her, leise Schritte tapsen über die Bühne, schieben eine große Holzkonstruktion umher, die knarrend über den Boden rollt. Die Bühne wird dunkel, es herrscht gespannte Stille, ehe mitten im Saal ein Licht erscheint und einen jungen Mann in Zunftkleidung erhellt. Fröhliche Musik ertönt: Es geht los bei der Generalprobe für das Alsfelder Wintermärchen.

Ab geht’s in den Märchenwald, Vorhang auf für „Hans im Wald“. An diesem Samstag ist Premiere des diesjährigen Alsfelder Wintermärchens. Am Sonntag, den 18. Dezember, wird es eine Vorstellung um 15 Uhr geben und am Montag, den 26., sowie am Dienstag, den 27. Dezember, um 15 beziehungsweise 18 Uhr. Karten gibt es in der Buchhandlung Lesenswert.

„Hans im Glück“ kennt wahrlich nicht jeder – kann man auch gar nicht, ist es doch in diesem Jahr erstmalig ein Stück ganz aus der eigenen Feder der beiden Schreiberinnen und Regisseurinnen Johanna Mildner und Jenny Wagner. Und dennoch dürfte die ein oder andere Handlung, das ein oder andere Problem und die ein oder andere Märchenfigur durchaus bekannt sein.

Mehrer eMärchen in einem Stück

Das diesjährige Stück nämlich ist ein Zusammenschnitt aus mehreren bekannten Märchen, wobei die Hauptfigur Hans auf seinem Weg durch den zauberhaften Märchenwald auch viele Märchenfiguren trifft – und auf den Waldgeist Kapu, der seine ganze Energie verbraucht hat, Hans in den Wald zu lassen.

Es scheint Back-Tag im Märchenwald zu sein. Bei den Zwergen wird jedenfalls ein Stollen gebacken, aber die Rosinen sind aus.

Genau das ist in dem Stück allerdings ein Problem, denn Hans will nur durch den Märchenwald. Raus kommt er aber nicht mehr so einfach, wenn er nicht Kapu dabei hilft seine Energie wieder aufzuladen; mit drei süßen, weihnachtlichen Leckereien, nämlich Vanillekipferl, Lebkuchen und Stollen.

Und so macht sich Hans in dem Stück auf den Weg, sorgt für Wirbel im Märchenwald, begegnet der ein oder anderen Märchenfigur und hilft ihnen aus so manch ausweglosen Situationen. Neben der Geschichte von Hans‘ Weg durch den Märchenwald erzählt das Stück auf humorvolle Art mit modernen Elementen und neuen Wendungen, mehrere Märchen in einem Stück, das auch Erwachsene für die knapp eineinhalb Stunden wieder Kind sein lässt.

Arbeiten in dem Stück zusammen: Die böse Hexe, die Kirschhornsalz für ihre Lebkuchen braucht, um Kinder anzulocken und die böse Königin, die einen Schneewittchen mit einem vergifteten Apfel beseitigen möchte, damit sie die Schönste im ganzen Land ist.

Alles klappt noch nicht bei der Generalprobe Anfang der Woche: Die Umbau-Phasen sind zu lang, hier und da hängt der Text und spontan springen krankheitsbedingt mit Aaron Anderson als alter Kater und Jäger Alexander Reinsch zwei altbekannte Schauspieler ein, die eigentlich in der Besetzung so gar nicht vorgesehen waren.

Während vor dem eindrucksvollen Bühnenbild geprobt wird, wird auf den Zuschauerrängen noch Text einstudiert – schließlich steht schon am nächsten tag die erste Aufführung für die Vogelsberger Schulen auf dem Programm.

Bekannte und neue Besetzung

Da wirkt das ganze am Tag darauf durchaus professionell, was die Marktspielgruppe zum Wintermärchen wieder auf die Beine gestellt hat. Neben dem in die Jahre gekommenen alten gestiefelten Kater, der an diesem Tag ersatzmäßig von Aaron Anderson verkörpert wird und normalerweise durch Helmut Berger besetzt ist, sind weitere bekannte Namen auf der Bühne beim Wintermärchen dabei.

Überall taucht die Herz 7 auf – was die zu bedeuten hat, sei and dieser Stelle noch nicht verraten.

Da wäre Holger Meier-Schnabl als sächselnder Zwergen-Vater, Silvia Völker als Großmutter mit Gipsfuß, die auf dem süßen Ahornsirup ausgerutscht ist und Stefan Hädicke, sowohl als listiger Wolf, als auch als böse Königin in goldenen Pumps.

Mit von der Partie sind auch einige junge Schauspieler, die schon zum Jubiläumsmarktspiel auf der Bühne standen und im Wintermärchen eine größere Rolle zugeschrieben bekamen: Jette Erhardt-Gerst als böse Hexe mit eklatanter Sehschwäche aber einer guten Nase, Fee Pabst als Rotkäppchen und Zwerg Zwickel, Timea Kneip als Aschenputtel und Schneewittchen, das sich am Ende doch dem Apfel-Trick geschlagen geben muss und Emil Dimroth als Hänsel und Prinz.

Den trolligen Waldgeist, der irgendwie immer genau zur rechten Zeit auftaucht und der gänzlich versessen von süßen Weihnachts-Gebäcken ist, verkörpert Justus Dimroth und die Hauptfigur des leicht tollpatschigen Hans‘, der die Märchenfiguren nicht nur in Schwierigkeiten bringt, sondern ihnen aus eben diesen wieder heraushilft, wird von Johann Kraus gespielt.

Dass all das am Ende so zauberhaft wirkt, ist nickt nur den kreativen Köpfen von Johanna Mildner und Jenny Wagner zu verdanken, sondern auch den phantasievollen Bühnenbildern und den aufwendigen Kostümen von Inge Zuschlag und Ruth Henkel, die es einmal mehr geschafft haben, die Märchenwelt in die Alsfelder Stadthalle zu holen und die Zuschauer für knapp zwei Stunden in eben diese zu entführen. Am Samstag um 17 Uhr ist Premiere.

Viele weitere Eindrücke des diesjährigen Wintermärchens

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