
Hohe Qualität beim GelenkersatzKrankenhaus Eichhof erhält erneut Zertifikat für EndoProthetikZentrum
LAUTERBACH (ol). Das EndoProthetikZentrum am Krankenhaus Eichhof in Lauterbach ist erneut erfolgreich durch das internationale Zertifizierungsinstitut ClarCert zertifiziert worden. Das neue Zertifikat gilt für drei Jahre und bestätigt nach Angaben des Krankenhauses eine überdurchschnittliche Qualität bei der Versorgung von Patienten mit Hüft- und Knieprothesen. Bei der Prüfung wird die gesamte Behandlungskette von der ersten Vorstellung über die Operation bis zur Nachsorge betrachtet.
Die Qualität der medizinischen Versorgung kontinuierlich weiterzuentwickeln, ist ein wichtiger Anspruch des EndoProthetikZentrums (EPZ) am Krankenhaus Eichhof in Lauterbach. Dass dabei höchste Qualitätsstandards erfüllt werden, habe die diesjährige Rezertifizierung des internationalen Zertifizierungsinstituts ClarCert erneut bestätigt. Das EPZ habe das neue Zertifikat für die nächsten drei Jahre erhalten, heißt es in der Pressemitteilung des Krankenhauses Eichhof.
Den Prüfern zufolge weist das Zentrum eine überdurchschnittliche Qualität bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Hüft- und Knieprothesen auf. Für zertifizierte Endoprothetikzentren sind regelmäßige Überprüfungen vorgeschrieben. Im Rahmen dieser Re-Audits wird untersucht, ob die medizinischen und organisatorischen Anforderungen weiterhin erfüllt werden und ob die Einrichtung ihre Strukturen und Abläufe kontinuierlich verbessert.
Begleitet und koordiniert wird das Verfahren durch das Qualitätsmanagement des Krankenhauses Eichhof. Gerade in einer Zeit, in der sich die Anforderungen im Gesundheitswesen stetig verändern und zugleich Transparenz, Patientensicherheit und verlässliche Behandlungsqualität immer stärker in den Mittelpunkt rücken, gewännen strukturierte Qualitätsprüfungen zunehmend an Bedeutung, betont QM-Beauftragte Maike Rothmann. Im Rahmen der Zertifizierung würden nicht nur fachliche Standards überprüft, sondern auch die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung der Hauptoperateure, die Weiterentwicklung der interdisziplinären Teams sowie die Qualität der Abläufe im gesamten Behandlungsprozess. Dazu zählen unter anderem die Organisation im OP, die Versorgung auf den Stationen, die Nachsorge und auch die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten.
Dabei endet die Betrachtung nicht mit dem operativen Eingriff. In die Bewertung einbezogen werden ebenso die vorbereitenden Sprechstunden, die Strukturen des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Eichhof sowie die Zusammenarbeit mit kooperierenden Praxen. Das Audit nimmt damit die gesamte Behandlungskette in den Blick – von der ersten Vorstellung über die Operation bis hin zur Nachsorge.
Für die hohe Qualität der chirurgischen Versorgung stehen der Fuldaer Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie und Leiter des EPZ, Erik Erlekampf, gemeinsam mit Hauptoperateur Klaus Thole, Chefarzt der Fachabteilung Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie am Lauterbacher Krankenhaus, sowie dem Leiter des MVZ, Dr. medic Eduard Popescu. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Patientinnen und Patienten aus den Landkreisen Fulda und Vogelsberg eine moderne und hochwertige endoprothetische Versorgung zu bieten. Dazu werden auch intern, unabhängig von der ClarCert-Zertifizierung, jedes Jahr Audits durchgeführt.
Vorteile für Patienten
Dabei entwickelt sich die Endoprothetik stetig weiter. Neue Verfahren und Behandlungskonzepte werden geprüft und eingesetzt, wenn sie einen konkreten Vorteil für die Patientinnen und Patienten bieten. „Gerade in Zeiten des Umbruchs sind Qualitätsauszeichnungen besonders wichtig. Die regelmäßigen Audits helfen uns dabei, hochwertige Behandlungsergebnisse zu sichern, Strukturen weiterzuentwickeln und innovative Verfahren voranzubringen“, erklärt Erik Erlekampf.
Am EPZ Lauterbach kommen bereits heute moderne Verfahren zum Einsatz. Dazu gehören neben den klassischen Kniegelenkprothesen unter anderem Teilgelenkersatz-Operationen am Knie, zum Beispiel mit einem sogenannten medialen und lateralen Schlitten. Mit dieser Methode wird nur der verschlissene Teil des Kniegelenks durch ein künstliches Teilgelenk ersetzt. Der gesunde Teil des Knies bleibt dabei erhalten. Für geeignete Patientinnen und Patienten kann dieses Verfahren eine gelenkerhaltende Alternative zum vollständigen Kniegelenkersatz darstellen. Daneben werden im Zentrum auch Hüftgelenke mit modernsten Verfahren ersetzt. Einen besonderen Stellenwert haben minimalinvasive Zugänge und moderne Nachbehandlungsprogramme.
„Die erneute erfolgreiche Rezertifizierung mit hervorragenden Ergebnissen zeigt uns, dass wir die Zeit zwischen den Rezertifizierungen gut genutzt haben, um die hohen Maßstäbe für medizinische und pflegerische Versorgungsqualität weiterzuentwickeln und immer neue Standards zu setzen. Das wird auch in Zukunft so bleiben“, betont EPZ-Leiter Erik Erlekampf. Die erfolgreiche Rezertifizierung sei damit nicht nur eine Bestätigung der bestehenden Qualität, sondern zugleich Ansporn, die Versorgung auch künftig kontinuierlich weiterzuentwickeln.
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