
Lesungen, Kunst und kreative WorkshopsBuchhandlung Lesezeichen in Lauterbach erweitert ihr Kulturprogramm
LAUTERBACH (ol). Die Buchhandlung „Lesezeichen“ in Lauterbach baut ihr Kulturprogramm im Herbst 2026 und Winter 2026/27 weiter aus. Den Auftakt bildet am 11. September eine Verkaufsausstellung mit Werken von Fritz Döring und Heinz Maria Kiefer. Es folgen Workshops sowie Lesungen unter anderem mit Leonie Diederich, Franziska Franz, Titus Müller, Tanja Weber und Leo Born. Damit will sich das „Lesezeichen“ als Kultur-Buchhandlung im Vogelsberg etablieren.
Die Lauterbacher Buchhandlung „Lesezeichen“ erweitert nicht nur stetig ihre Produktpalette, sie bietet auch kulturell immer weiter gefasste Veranstaltungen und Projekte an. Mit dem Programm für den Herbst 26 und den Winter 26/27 zeigt sie sich auf dem Weg zur Vogelsberger Kultur-Buchhandlung, so heißt es in der Pressemitteilung des Bücherladens.
„Die beliebte Veranstaltungsreihe ‚Der Vulkan lässt lesen“ ist ausgelaufen. Mit unseren spannenden Leseabenden und vielseitigen Projekten wollen wir diese Tradition fortsetzen. Dafür brauchen wir das neugierige Publikum aus den Städten und Dörfern des Vogelsbergs. Nur so kann die Kultur bei uns lebendig bleiben“, so Debora Stein, die Veranstalterin und Besitzerin des „Lesezeichens“.
Zum Auftakt eröffnet die Buchhandlung am 11. September ihre zweite große Verkaufs-Kunstausstellung mit Werken Fritz Dörings (1904-1987) – des besten heimischen Aquarellmalers. Unter dem Motto „Fritz Döring auf Reisen“ werden dieses Mal die Gemälde seiner Sylt-Aufenthalte präsentiert. Dabei zeigt sich, dass seine hohe Kunst des Aquarellierens besonders gut geeignet ist, um für die Schönheit der Insel Sylt und des Meeres eine bildnerische Sprache zu finden. Die Ausstrahlung der Gemälde ermöglicht es die Sommerurlaubsgefühle nachklingen zu lassen. In der zur Galerie erweiterten Buchhandlung – und eventuell anschließend im Zuhause.
Der zweite Künstler der Herbst-Ausstellung ist der 1970 in der Steiermark geborenen und im Vogelsberg lebende Heinz Maria Kiefer. Leuchtend und fein gearbeitet präsentiert sich seine Glaskunst. Außergewöhnlich aussagekräftigkomponiert und fertigt er seine Skulpturen. Er hat die gestalterische Fähigkeit aus den aufgelesenen Holzstücken eines Waldspaziergangs und den Fundstücken einer Schrottplatzbegehung kraftstrotzende Tiergestalten oder leise poetische Fabelwesen zu formen. Kiefers Skulpturen erzählen von der künstlerischen Zauberkraft, die dem Leblosen eine Seele gibt.
Am 19. September finden dann zwei „Painted Edges“ Workshops statt. Hier können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der malerischen Gestaltung des Buchschnitts selbst künstlerisch tätig werden. Die eigenen Lieblingsbücher bekommen so eine eigene farbige Note. Angeleitet wird die kreative Möglichkeit der Buchverschönerung von der für das Vermitteln dieser neuen künstlerischen Gestaltungstechnik bekannten Hanna Kiel vom Topp-Verlag. Mitgebracht werden müssen nur die eigenen Bücher, alle Materialien werden gestellt.
Es folgt am 26. September eine Poesie-Lesung der Lauterbacherin Leonie Diederich. Die letztjährige AvH-Abiturientin hat bereits zwei Bücher veröffentlicht und vollendet gerade ihr drittes Werk. Es ist eine Veranstaltung, in der das „Lesezeichen“ zeigen wird, wie gut es gelingen kann einer jungen heimischen Autorin eine erste Bühne zu geben.
Am 1. und am 10. Oktober greift die Buchhandlung einen Trend auf: Es wird wieder gehäkelt. Das „Lesezeichen“ hat mit Caroline Kube die Frau mit der größten online-Gemeinde für dieses Hobby gewonnen. An beiden Tagen zeigt sie mit einem „Wichtel Häkeln“ wie das praktisch funktioniert. Die Signierstunde für ihre Bücher ist schon am 29. August.
Weiter geht es am 17. Oktober mit einer Lesung der bekannten True Crime Autorin Franziska Franz. Ihre literarische kriminalistische Reportage ist in Frankfurt angesiedelt: „Tatort Kettenhofweg“ erzählt die Geschichte eines spektakulären Mordfalls. 1994 wurden in einer in einer Westend-Villa betriebenen privaten Bordell Leichen gefunden. Was war geschehen?
Ein Höhepunkt wird die „Spionage Lesung“ mit Titus Müller am 18. November. In seinen Romanen wird die deutsch-deutsche Geschichte auf die denkbar spannendste Weise dargestellt. Die literarisch höchst unterhaltsame Beschreibung des „Kalten Krieges“ zwischen der BRD und der DDR wird bei der älteren Generation Erinnerungen hervorrufen und für jüngere Besucherinnen und Besucher eine lebendige Geschichtsstunde.
Am 3. Dezember liest die Bestsellerautorin Tanja Weber aus ihrem neuen Roman „Die Flussfrau“. Nach dem großen Erfolg von „Unter dem Moor“ dürfen sich ihre Gäste auf einen bewegenden Abend in der gewohnt gemütlich anregenden Atmosphäre der Buchhandlung freuen.
Zum Veranstaltungs-Auftakt im Neuen Jahr wird dann „Spannung pur“ geboten. Leo Born liest und erzählt aus seinem neuen Buch „Toter Schatten“. Die Aufklärung des Mordes an einer jungen Prostituierten ist der neue Fall der kultverdächtig beliebten Kommissarin Mara Billinsky.
Ein rundes, vielseitiges Angebot über das die „Lesezeichen“-Besitzerin Debora Stein sagt:
„Diese Veranstaltungen sind erst der Auftakt zu unserem ehrgeizigen Programm. Mit den Lesungen wollen wir die Lücke schließen, die das Auslaufen der erfolgreichen Veranstaltungsreihe ‚Der Vulkan lässt lesen‘ hinterlässt. Zugleich erweitern wir unseren kulturellen Horizont um die Bildende Kunst und um Veranstaltungen mit schauspielerischen und musikalischen Auftritten. So wollen wir die Vogelsberger Kultur-Buchhandlung werden.“
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage, auf Instagram und Facebook.
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