
Historischer Motorsport trotzt extremer HitzeMit 22 Jahren zum Gesamtsieg beim Schottenring Historic Grand Prix
SCHOTTEN (ol). Rund 250 Fahrerinnen und Fahrer und etwa 4000 Besucher haben beim 36. Schottenring Historic Grand Prix Temperaturen von bis zu 40 Grad getrotzt. Den Gesamtsieg sicherte sich mit Kiara Lena Jäschke eine erst 22 Jahre alte Teilnehmerin. Trotz der extremen Bedingungen verlief das Motorsportwochenende ohne nennenswerte Zwischenfälle.
Extreme Hitze und starke sportliche Leistungen haben den 36. ADAC/VFV Schottenring Historic Grand Prix geprägt. Rund 250 Fahrerinnen und Fahrer sowie etwa 4000 Besucher trotzten am Wochenende den außergewöhnlich hohen Temperaturen. Dass mit Kiara Lena Jäschke eine der jüngsten Teilnehmerinnen den Gesamtsieg holte, zeigte zugleich, dass der historische Motorsport auch Nachwuchs für sich begeistern kann, so heißt es in der Pressemitteilung des Motorsportclub Rund um Schotten e.V.
Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke forderten Fahrern und Publikum insbesondere am Samstag einiges ab. Dennoch gab es während des gesamten Wochenendes keine nennenswerten Zwischenfälle.
Wolfgang Wagner, Vorsitzender des ausrichtenden MSC Rund um Schotten, dankte den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, darunter auch Unterstützer aus befreundeten Vereinen. Ohne ihren Einsatz sei eine Veranstaltung dieser Größenordnung insbesondere unter den extremen Wetterbedingungen nicht möglich.
Wagner, zugleich Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB), weiß aus eigener Erfahrung, welche Belastung die Hitze auf dem Motorrad bedeutet. Er würdigte die Fahrer, die den Kurs trotz der hohen Temperaturen konzentriert und diszipliniert umrundet hätten.
Zugleich hob er den Zusammenhalt innerhalb der historischen Motorsportszene hervor. „Ihr seid nicht nur Konkurrenten, ihr seid auch Freunde, Kameradinnen und Kameraden“, sagte Wagner. Mit Blick auf die Zukunft appellierte er an die Teilnehmer, weitere Fahrer für den historischen Motorsport zu begeistern. Gleichzeitig versprach er, dass es auch im kommenden Jahr wieder einen Schottenring Historic Grand Prix geben werde.
Rund 4000 Besucher am Schottenring
Diesen Wunsch äußerte auch Schottens Bürgermeister Benjamin Göbl, selbst Mitglied des MSC Rund um Schotten. Er würdigte insbesondere die unmittelbare Nähe zwischen Fahrern und Zuschauern. „Wo kann ich an der Strecke die Fahrer in der Schlussrunde abklatschen?“, beschrieb Göbl die besondere Atmosphäre der Veranstaltung.
Die extremen Temperaturen machten sich allerdings bei den Besucherzahlen bemerkbar. Während am Samstag deutlich weniger Zuschauer an die Strecke kamen, sorgte die gute Resonanz am Sonntag für einen Ausgleich. Insgesamt zählte der Veranstalter rund 4000 Besucher.
22-jährige Kiara Lena Jäschke gewinnt Gesamtwertung
Auch beim Teilnehmerfeld zeigt sich ein Generationenwechsel. Neben Fahrern, die teilweise seit mehr als 30 Jahren an den Gleichmäßigkeitswettbewerben teilnehmen, gehen zunehmend jüngere Motorsportler an den Start. Dabei sitzen sie zum Teil auf Maschinen, die drei- oder viermal so alt sind wie sie selbst.
Ein Beispiel dafür ist die diesjährige Gesamtsiegerin: Die erst 22-jährige Kiara Lena Jäschke aus Stadecken-Elsheim setzte sich in der Gesamtwertung durch. Bei den Gespannen ging der Gesamtsieg an Benjamin Herpel aus Hofheim.
Die besondere Faszination des Schottenring Historic Grand Prix liegt dabei weiterhin in der authentischen Rennatmosphäre auf dem 1400 Meter langen Stadtkurs. Obwohl die Wettbewerbe mit historischen Motorrädern als Gleichmäßigkeitsläufe ausgetragen werden, bekamen die Zuschauer auch in diesem Jahr in allen Klassen zahlreiche Positionskämpfe zu sehen.
Fotos: MSC Rund um Schotten
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