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Vogelsbergkreis investiert 2,2 Millionen Euro in OberwaldschuleSchule macht Lust auf Handwerk

VOGELSBERGKREIS (ol). Zum neuen Schuljahr: Der Vogelsbergkreis hat den zweiten Bauabschnitt an der Oberwaldschule in Grebenhain abgeschlossen. Für 2,2 Millionen Euro wurde ein Schultrakt saniert und mit modernen Räumen für Arbeitslehre ausgestattet. Weitere 240.000 Euro flossen in Werkbänke, Spezialmaschinen und weitere Ausstattung für die praktische Arbeit. Die Schule will damit auch das Interesse der Schülerinnen und Schüler an handwerklichen Berufen fördern.

Schon in der Schule Lust auf einen handwerklichen Beruf machen – ja, das geht. Ganz hervorragend sogar in der Oberwaldschule in Grebenhain: Pünktlich zum neuen Schuljahr nämlich sind die neuen Räume für Arbeitslehre fertig geworden, insgesamt 2,2 Millionen Euro hat sich der Vogelsbergkreis die Schulsanierung im zweiten Bauabschnitt kosten lassen, heißt es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung. Sehr gut angelegtes Geld, wie der Erste Kreisbeigeordnete Patrick Krug findet, denn: „Schon jetzt fehlen uns die Fachkräfte im Handwerk und in den nächsten Jahren wird sich diese Situation noch verschärfen. Für die Fachkräfte von morgen haben wir viel Geld in die Hand genommen und einen Trakt der Schule komplett saniert, eine moderne Werkstatteinrichtung angeschafft und Spezialmaschinen installiert. Damit haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um im Fach Arbeitslehre ganz gezielt handwerklich arbeiten zu können“, betont Krug bei seinem Besuch in der Oberwaldschule.

Foto: Sabine Galle-Schäfer/Vogelsbergkreis

An diesem Punkt setzen auch Schulleiterin Andrea Wolf und Stufenleiter Sebastian Birx an und heben die besondere Bedeutung des Arbeitslehre- und Kunstbereichs an der Schule hervor: „Wir fassen etwas an, die Schüler können experimentieren, das fördert die Kreativität und die Freude, etwas mit den Händen zu machen“, sagt Wolf. Spaß an praktischer Arbeit in der Schule – vielleicht ja in ein paar Jahren genau der Grund, sich für eine Lehre im Handwerk zu entscheiden. Die Schule jedenfalls tut viel dafür. „Wir haben hier in der Region keine große Industrie, aber wir haben viele gute Handwerksbetriebe, die ausbilden“, sagt Sebastian Birx. Diese Betriebe „bieten jungen Leute eine echte Chance und vor allem eine echte Perspektive“, zeigt er sich überzeugt.

Schon jetzt gibt es die Möglichkeit für Firmen, sich in der Schule vorzustellen und für das Handwerk zu werben. Mit den neuen Räumen eröffnen sich nun aber noch einmal ganz andere Perspektiven. Denn an funkelnagelneuen Werkbänken kann – im wahrsten Sinne des Wortes – nun auch richtig gewerkelt werden. Zudem wurden Spezialmaschinen und -geräte für die Holz- und Metallbearbeitung, darunter eine Bandsäge, Säulenbohrmaschinen, eine Kantenschleifmaschine, ein Blechbearbeitungszentrum sowie eine professionelle Kombimaschine angeschafft. Für den Bereich Ton wurde ein neuer Brennofen gekauft. Ergänzt wird die Ausstattung durch Werkzeugsätze und eine Vielzahl an elektrischen Kleinmaschinen wie Tischbohrmaschinen, Dekupiersagen und Schleifmaschinen. Abgedeckt sind neben Holz und Metall auch die Bereiche Universal, Elektronik, Ton und Papier.

Foto: Sabine Galle-Schäfer/Vogelsbergkreis

„In die Ausstattung der Räume flossen noch einmal 240.000 Euro“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Krug und unterstreicht: „Das ist eine wichtige und richtige Investition – in die Jugend, in das Handwerk und in die Kreativität.“

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