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Drei Kater unzertrennlich verbunden

ALSFELD (ol). Auch an diesem Wochenende sucht das Tierheim Alsfeld in Zusammenarbeit mit Oberhessen-live nach einem neuen Zuhause für einen ihrer Schützlinge. Dieses Mal hoffen Katzen Josh, Kastiel und Kratzbert auf eine liebevolle Familie.

Josh, Kastiel und Kratzbert sind – neben Aisha und Fipsy – drei von 33 geretteten Katzen aus dem Raum Marburg. Sie alle lebten unter schlimmen Bedingungen mit vielen weiteren Artgenossen in einer kleinen Wohnung und wurden durch das Veterinäramt und den ansässigen Tierschutzverein sichergestellt. Das Tierheim Alsfeld nahm fünf dieser Katzen in seine Obhut.

Der Neustart war für die drei nicht leicht. Unsicherheit, Angst und die Frage „Was passiert hier mit uns?“ waren ihre anfänglichen Begleiter. Durch die engmaschige Arbeit mit ihnen konnte das Eis mit der Zeit gebrochen werden, und zum Vorschein kamen drei absolut verschmuste Kater.

Kastiel ist der Schmuser schlechthin. Wenn seine Vertrauensperson kommt, kann ihn nichts mehr halten. Er schmust, sabbert teilweise sogar vor Entzückung, und man kann ihn sogar auf den Arm nehmen und mit ihm knuddeln. Er hat sich einfach zu so einem tollen Typen entwickelt, was das Tierheim sehr freut. Er ist der Größte von den dreien.

Josh – der fusselige Geselle – musste geschoren werden, da sein Fell stark verfilzt war. Er war übrigens der Erste, der sich anfassen ließ. Beim Streicheln macht er kleine Bocksprünge. Gefällt ihm etwas nicht, kann er auch hauen. Die Krallen lässt er drin, aber er macht seinen Standpunkt einfach klar. Er ist ein vorwitziges Kerlchen und sehr neugierig. Er liebt es, mit der Speed-Ball-Schiene zu spielen, und auch sonst möchte er seine Neugierde befriedigen.

Kratzbert hat am längsten gebraucht. Manchmal ist es ihm auch immer noch nicht ganz geheuer, aber ihm geben seine Freunde die nötige Kraft. Man merkt seine Unsicherheit und dann, wie sie verschwindet, wenn die anderen beiden an seiner Seite sind. Er spielt auch sehr gerne mit Josh und der Kugelbahn, und auch das Streicheln findet er ganz toll.

Diese drei Jungs müssen leider zusammen vermittelt werden. Warum? Wenn Interessierte erleben, was die Mitarbeitenden im Tierheim jeden Tag erleben, versteht man es auf Anhieb: wie die drei miteinander umgehen, wie sie sich Halt geben, sich putzen, zusammen schlafen und sogar umarmen. Wie sie sich suchen, wenn einer nicht da ist. Das Tierheim kann diese Jungs nicht einzeln abgeben. Damit würde eine Freundschaft zerstört und im Nachhinein mehr Leid geschaffen.

Zu Kratzbert sei noch gesagt, dass er einen Kliniktermin hatte, da er kleine Blutstropfen verliert. Dies wurde komplett untersucht, und Blasensteine etc. konnten ausgeschlossen werden. Nun steht noch ein Kliniktermin an, bei dem nach weiteren Ursachen geschaut wird. Das Tierheim lässt niemanden allein und geht den Weg mit den Interessenten und Kratzbert mit. Dazu führen die Mitarbeitenden gerne ein persönliches Gespräch.

Wie sie sich gegenüber fremden Artgenossen verhalten, kann das Tierheim nicht sagen. Sie leben mit Aisha und Fipsy zusammen, und es klappt soweit gut. Allerdings konnte auch beobachtet werden, wie Josh Fipsy geärgert und mehrfach getatzt hat. Da sie nur Wohnungshaltung kennen, könnten sie auch wieder in eine großzügige Wohnungshaltung ziehen, jedoch muss ein gesicherter Balkon vorhanden sein. Die Jungs lieben den Balkon des Tierheims und sind ständig draußen. Wer sehr ländlich, am besten am Ortsrand, wohnt, könnte ihnen auch die Möglichkeit des Freigangs bieten. Das neue Zuhause sollte insgesamt eher ruhig sein. Kleine Kinder, Hunde oder viele Besucher sollten dort nicht leben beziehungsweise regelmäßig zu Gast sein.

 

Foto: C. Hoser/Tierheim Alsfeld

Wer die Jungs kennenlernen möchte, kann sich beim Tierheim melden. Dem Tierheim ist bewusst, wie schwer es ist, drei Kater gemeinsam zu vermitteln. Es weiß aber auch, dass es nicht unmöglich ist. Nun müssen nur die richtigen Menschen gefunden werden.

Für weitere Infos und/oder für die Vergabe eines Besuchstermins oder den Kontakt mit der Pflegestelle können Interessierte im Tierheim unter der Telefonnummer 06631-2800 anrufen. Günstig wäre ein Telefonat vormittags zwischen 9 und 12 Uhr und dann wieder zwischen 14 und 16 Uhr. Das Tierheim bittet um Verständnis, wenn nicht sofort jemand ans Telefon geht, da das Büro nicht immer besetzt ist und die Mitarbeitenden meist in der Tierversorgung sind. Interessierte werden daher gebeten, nicht aufzugeben und es mehrfach zu versuchen. Die ausgefüllte Selbstauskunft sollte bereits vorab per E-Mail an das Tierheim geschickt werden, damit ein Besuchstermin vereinbart werden kann. Das Tierheim bedankt sich für die Geduld und das Verständnis.

Bei Katzenkindern gilt: Das Tierheim legt großen Wert darauf, Katzenkinder in Gesellschaft mit oder zu Katzen ähnlichen Alters zu vermitteln. Zusätzlich sollte das neue Tier in Wesen und Temperament zur ersten Katze passen. Das Tierheim berät hierzu und zum Thema Zusammenführung sehr gerne.

Foto: C. Hoser/Tierheim Alsfeld

Durch die immerwährende Katzengesellschaft kann ein sozial gesundes Heranwachsen der Kitten gefördert werden. Halter werden viel Freude haben, wenn sie die Kätzchen beim Toben, Spielen und Kuscheln beobachten können. Bei zwei oder auch mehreren Katzen entstehen zudem Freiräume, denn diese Kätzchen sind nie allein, auch wenn die Bezugsperson einmal etwas weniger Zeit für ihre Tiere haben sollte.

Klicken Sie hier für unsere Vermittlungsinformationen!

Josh, Kastiel und Kratzbert haben leider noch keine Paten.

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