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Jubiläumsfest verbindet Tradition und AufbruchAlsfelder Tennis Club feiert 50-jähriges Bestehen und blickt in die Zukunft

ALSFELD (ol). Der Alsfelder Tennis Club hat am 15. August sein 50-jähriges Bestehen mit zahlreichen Mitgliedern, ehemaligen Aktiven und Ehrengästen gefeiert. Eine Ausstellung erinnerte an die Vereinsgeschichte und an die rund 100-jährige Tennistradition in Alsfeld. Zugleich erhielt der Verein einen Förderbescheid für den geplanten Bau eines Padel-Courts. Mit inzwischen mehr als 200 Mitgliedern will der ATC seine Kinder- und Jugendarbeit fortführen und sein Sportangebot weiterentwickeln.

Ein Blick zurück auf 50 Jahre Vereinsgeschichte – und zugleich ein deutlicher Blick nach vorn: Mit einem großen Jubiläumsfest hat der Alsfelder Tennis Club (ATC) am vergangenen Samstag sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Mitglieder, ehemalige Aktive, Familien, Freunde und Ehrengäste kamen auf der Clubanlage zusammen. Was als Jubiläumsfeier geplant worden war, entwickelte sich bei hochsommerlichem Wetter zu einem ausgesprochen harmonischen Fest mit großer Beteiligung am Abend, ausgelassener Stimmung und vielen positiven Rückmeldungen, so heißt es in der Pressemitteilung des ATC.

Dabei wurde deutlich, dass sich der ATC im Jubiläumsjahr keineswegs auf seiner Geschichte ausruhen möchte. Mit inzwischen wieder mehr als 200 Mitgliedern, einer weiterhin wichtigen Kinder- und Jugendarbeit und dem geplanten Bau eines Padel-Courts richtet der Verein seinen Blick nach vorne. Passend dazu zog sich ein Gedanke durch den Abend: Im 50. Vereinsjahr der eigenen Geschichte verbunden – und zugleich der Zukunft zugewandt.

Mitmachprogramm trotzt der großen Hitze

Bereits am Mittag gehörte die Anlage vor allem den Kindern und Jugendlichen. Zwischen 12 und 17 Uhr konnten junge Gäste bei einem Tennis- und Mitmachprogramm selbst zum Schläger greifen und den Tennissport kennenlernen. Unter der sportlichen Leitung von Andreas Armbruster sorgten Trainer und Helfer für verschiedene Angebote auf den Plätzen.

Bei Temperaturen von weit über 30 Grad blieb die Resonanz zwar eher überschaubar. Umso willkommener waren erfrischende Angebote wie Slush-Eis, das für die Kinder zur Abkühlung bereitstand. Gelohnt hatte sich das offene Angebot dennoch: Im Laufe des Jubiläumstages konnte der ATC mehrere Neueintritte verzeichnen. Damit erfüllte das Mitmachprogramm ein wesentliches Ziel des Vereins, neue Familien und Tennisinteressierte anzusprechen.

Zugleich knüpft der ATC damit an eine bewährte Tradition an. Eine engagierte Kinder- und Jugendarbeit gehörte über viele Jahrzehnte zu den besonderen Stärken des Vereins und soll auch künftig eine zentrale Säule bilden.

Alsfeld spielte schon vor rund 100 Jahren Tennis

Am späten Nachmittag rückte die Geschichte des Tennissports in Alsfeld in den Mittelpunkt. Eine eigens zum Jubiläum zusammengestellte Ausstellung mit historischen Fotos, Dokumenten und Erinnerungsstücken zeichnete wichtige Stationen des Vereins und des Alsfelder Tennissports nach.

Eine der bemerkenswertesten Erkenntnisse der historischen Spurensuche führt dabei weit über die 50-jährige Geschichte des heutigen ATC hinaus: Bereits in den 1920er-Jahren wurde auf dem damaligen Kasinoplatz in Alsfeld Tennis gespielt. Stadtarchivar Dr. Norbert Hansen konnte hierzu entsprechende historische Dokumente einsehen und dem ATC in Kopie zur Verfügung stellen. Selbst einige ältere Alsfelder können sich noch an den damaligen Tennisplatz erinnern. Die Anlage gehörte ursprünglich zur Gesellschaft Concordia; später setzte sich die Alsfelder Tennisgeschichte im SV 06 Alsfeld fort.

Großen Anteil an der Aufarbeitung der Vereinsgeschichte hatte Lore Schreinert. Im Rahmen des offiziellen Festprogramms nahm sie die Gäste mit auf einen ebenso informativen wie charmanten Streifzug durch fünf Jahrzehnte ATC-Geschichte. Auf Vorstandsseite wurde das Ausstellungsprojekt von Sylvia Gleim begleitet. Zum Team gehörten unter anderem Petra Schader, Hans-Werner Müller, Tillman Berg-Schlosser und Jens Schweisgut sowie weitere Mitglieder, die Fotos, Dokumente und persönliche Erinnerungen beisteuerten.

50 Jahre Vereinsgeschichte sind vor allem Geschichte von Menschen

Bei der offiziellen Begrüßung hieß Karsten Krämer im Namen des gesamten Vorstandsteams die Gäste willkommen. Dabei wurde der Bogen von den Anfängen über die großen Tennisjahre und schwierigere Phasen bis zur heutigen positiven Entwicklung gespannt.

Im Mittelpunkt standen immer wieder die Menschen, die den Verein aufgebaut, begleitet und getragen haben. Gewürdigt wurden deshalb zahlreiche langjährige Mitglieder und frühere Verantwortungsträger. Dazu gehörten unter anderem Birger Vietor, der sich über viele Jahre insbesondere als Trainer engagierte, und Walter Märkel, der als Jugendwart und Trainer die Nachwuchsarbeit des ATC maßgeblich mitprägte.

Dass der ATC heute wieder die Marke von 200 Mitgliedern überschritten hat, wurde dabei als besonders erfreuliches Signal gewertet. Zugleich machte das Vorstandsteam deutlich, dass die positive Entwicklung kein Anlass zum Stillstand sein dürfe.

Förderbescheid gibt dem Padel-Projekt weiteren Rückenwind

Zum sichtbarsten Zeichen dieses Blicks nach vorne wurde am Jubiläumsabend das geplante Padel-Projekt. Der Erste Kreisbeigeordnete und Vize-Landrat Patrick Krug überreichte Vorstandsmitglied Elke Hassenpflug den Bewilligungsbescheid zur Förderung des geplanten Baus eines Padel-Courts auf der Vereinsanlage.

Foto: ATC

Damit ist ein weiterer wichtiger Baustein für das Zukunftsprojekt des ATC gesetzt. Zahlreiche planerische und finanzielle Schritte sind inzwischen erfolgt.

Auch Jürgen Steuernagel, der gleich in dreifacher Funktion für den Landessportbund Hessen, den Sportkreis Vogelsberg und den TV Brauerschwend zu Gast war, ging sehr positiv auf die Zukunftspläne des Vereins ein und bestärkte den ATC auf seinem eingeschlagenen Weg. Die Grüße der Stadt Alsfeld überbrachte Eva Schwalm. Auch vonseiten der Stadt Alsfeld ist dem ATC bereits eine Unterstützung und Förderung des geplanten Padel-Courts schriftlich zugesichert worden.

Wie sehr die Idee auch im Umfeld des Vereins auf Interesse stößt, zeigte eine spontane Reaktion unter den Gästen: Ein ehemaliges Mitglied machte deutlich, wieder in den ATC einzutreten, sobald auf der Anlage Padel gespielt werden könne. Eine kleine Begebenheit mit durchaus symbolischem Charakter – und ein Hinweis darauf, dass das Projekt auf fruchtbaren Boden fällt.

Der ATC versteht Padel dabei nicht als Konkurrenz zum Tennis, sondern als zeitgemäße Ergänzung seines Angebots und als Chance, neue Zielgruppen für Racketsport und Vereinsleben zu gewinnen. Dass Padel und Tennis zusammengehören, zeigt sich auch auf Verbandsebene: Der Deutsche Tennis Bund hat Padel in seine Strukturen integriert. So erscheint auch die Tennisanlage des ATC als natürlicher Standort für die neue Sportart in Alsfeld. Die endgültige Entscheidung über die Realisierung treffen die Mitglieder auf der kommenden Jahreshauptversammlung.

Gerade im 50. Vereinsjahr verbindet sich mit dem Projekt damit ein Leitgedanke des Jubiläums: der eigenen Geschichte verbunden und zugleich der Zukunft zugewandt.

Locker, beschwingt und mit Augenzwinkern: die neue ATC-Hymne

Für einen der kurzweiligsten Programmpunkte des Abends sorgte das Finale des Wettbewerbs um eine eigene ATC-Hymne. Bereits im Vorfeld hatten Mitglieder unterschiedliche Beiträge eingereicht. In einem Online-Voting waren zunächst die Finalisten ermittelt worden, ehe beim Jubiläumsfest die Entscheidung fiel.

Am Ende setzte sich Mike Bindewald mit einem locker-beschwingten Ska-Beitrag durch. Der Siegertitel macht Lust auf Tennis in der Gemeinschaft des ATC, nimmt sich dabei aber selbst nicht allzu ernst. Gerade das Augenzwinkern und die sympathisch-lockere Art kamen bei den Gästen gut an – und passen durchaus zum Selbstverständnis des Vereins.

Die neue Hymne soll künftig bei besonderen Gelegenheiten erklingen und auf ihre Weise Identität stiften. Dass der Wettbewerb bei den Gästen für viel Freude, Spannung und Gesprächsstoff sorgte, zeigte zugleich: 50 Jahre Vereinsgeschichte darf man beim ATC durchaus auch mit einer Portion Humor feiern.

Auch eine Live-Musik-Einlage von Julia Hansen mit Mann und Sohn trug dazu bei, dass im Laufe des Abends aus dem offiziellen Jubiläum zunehmend ein ausgelassenes Sommerfest wurde.

Viel Anerkennung für Atmosphäre und Organisation

Gerade die fröhliche Atmosphäre wurde von Mitgliedern, ehemaligen Aktiven und Ehrengästen immer wieder hervorgehoben. Viel Anerkennung erhielt das Vorstandsteam auch für die umfangreiche Vorbereitung des Jubiläums, die liebevoll gestaltete Clubanlage und die Organisation des gesamten Tages.

Gutes Essen, Musik, zahlreiche Gespräche und das Wiedersehen mit früheren Weggefährten sorgten dafür, dass auf der Anlage ausgelassen gefeiert wurde. Besonders die Mischung aus langjährigen Mitgliedern, neuen Gesichtern und unterschiedlichen Generationen machte den Charakter des Festes aus.

Der Zweite Vorsitzende Gerhard Schreinert zog entsprechend ein sehr positives Fazit: „Wenn man diese tolle Beteiligung und die ausgelassene Stimmung erlebt, weiß man, dass sich die viele Arbeit und Vorbereitung gelohnt haben.“

Ein passendes Bild für diesen Abend entstand später schließlich unter Flutlicht: Auf dem Tennisplatz versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jubiläumsfeier zum großen Gruppenfoto – gut gelaunt und sichtbar mit Freude an ihrem Verein.

So endete ein Jubiläum, bei dem Vergangenheit und Zukunft ungewöhnlich nah beieinanderlagen: Die Ausstellung erinnerte an eine Alsfelder Tennistradition, die rund 100 Jahre zurückreicht; mit Förderbescheiden für den geplanten Padel-Court wurde zugleich der Blick nach vorne gerichtet.

50 Jahre nach seiner Gründung präsentierte sich der ATC damit als lebendige Gemeinschaft, die ihrer Geschichte verbunden ist – und Lust darauf hat, sie weiterzuschreiben.

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