
Sommertour mit Einblicken in VermarktungSPD Frauen Vogelsberg informieren sich über regionale Landwirtschaft
VOGELSBERGKREIS (ol). Die SPD Frauen Vogelsberg haben im Rahmen ihrer Sommertour am 25. Juli die Gaststätte Braustübchen in Schlitz besucht und sich mit Dörte Lorenzen über regionale Landwirtschaft und Vermarktung ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen ihr landwirtschaftlicher Betrieb, der Regionalladen in Schlitz sowie Themen wie Nachhaltigkeit und ökologische Landwirtschaft. Die Teilnehmerinnen erhielten Einblicke in die Herausforderungen einer Existenzgründung und die Bedeutung regionaler Produkte.
Unter dem Motto „Begegnen, entdecken und ins Gespräch kommen“ führte die Sommertour der SPD Frauen im Vogelsbergkreis am Samstag in die Gaststätte Braustübchen nach Schlitz. Im Mittelpunkt stand ein Gespräch mit der Sozialpädagogin und Landwirtin Dörte Lorenzen, die als engagierte Unternehmerin und „Powerfrau“ beeindruckte, wie es in der Pressemitteilung der SPD Frauen heißt. Begleitet wurde sie von ihrer langjährigen Freundin und Gesprächspartnerin Ulla Pfeifroth, die die Idee des Regionalladens von Anfang an bis zur erfolgreichen Umsetzung begleitet hat. Die Lehrerin ist für Dörte Lorenzen eine wichtige Stütze, verlässliche Unterstützerin und Mutmacherin.
Neben der Bewirtschaftung ihres landwirtschaftlichen Betriebs in Üllershausen gemeinsam mit Ehemann Jens ist Dörte Lorenzen in Teilzeit als Sozialpädagogin tätig und hat im März zusätzlich einen Regionalladen in der Bahnhofstraße in Schlitz als Pop-up-Store eröffnet. Die Teilnehmerinnen nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über ihren beruflichen Werdegang, ihre Motivation und die Herausforderungen ihrer vielfältigen Aufgaben zu informieren. In dem Gespräch wurde auch deutlich, wie wertvoll persönliche Wegbegleiterinnen sind, die in herausfordernden Zeiten Rückhalt geben, ermutigen und Vertrauen schenken.
Die Vorsitzende der SPD Frauen im Vogelsbergkreis Claudia Blum eröffnete die Gesprächsrunde und begrüßte die Gäste. Moderiert wurde die Veranstaltung von Rita Weber-Seyed Vossoughi, die durch gezielte Fragen einen lebendigen und informativen Austausch anregte.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die ökologische Landwirtschaft, nachhaltiges Wirtschaften, die regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie der Beitrag landwirtschaftlicher Betriebe zum Klimaschutz. Offen sprach Dörte Lorenzen über die finanziellen Herausforderungen einer Existenzgründung und die Chancen, die sich aus einer Ausrichtung auf Regionalität, Bio-Produkte und Nachhaltigkeit ergeben. Dass der von Lorenzen im März zunächst für 3 Monate auf Zeit eröffnete Regionalladen von ihr weitergeführt werden wird, wurde von den Gesprächsteilnehmerinnen sehr positiv aufgenommen. „Das Angebot des Regionalladens ist eine Bereicherung für die Kernstadt,“ sagte Heike Bohl. Der Regionalladen hat das Potenzial, nicht nur viele Produkte für den täglichen Bedarf anzubieten, sondern sich zu einem Begegnungsort zu entwickeln, wo Menschen hochwertige Lebensmittel und andere Produkte einkaufen und miteinander ins Gespräch kommen können. Die Stühle und Tische laden jedenfalls dazu ein, auch dafür Zeit mitzubringen.

Foto: Heike Bohl
Bisher haben Produkte von mehr als 30 Erzeugern im Regionalladen Platz gefunden, berichtete Lorenzen. Nach dem Umbau des Ladens und der für den 13. August geplanten Wiedereröffnung werden nach ihren Worten diese Produkte ergänzt durch ein Biozukaufsortiment. Ziel ist es, Kundinnen und Kunden im Regionalladen nahezu den kompletten Wocheneinkauf zu ermöglichen. Daneben gibt es auch ansprechende Non-Food-Produkte, die sich auch als attraktive Präsente oder einfach zum Verschenken anbieten.
In der Diskussion brachten die Teilnehmerinnen auch eigene Fragen ein. Dabei wurde deutlich, wie wichtig der direkte Austausch mit engagierten Frauen vor Ort ist, die Verantwortung übernehmen und mit innovativen Ideen ihre Region mitgestalten.
Alle Teilnehmerinnen wünschten Dörte Lorenzen viel Erfolg für den Regionalladen. Aus dem Gespräch konnten die SPD Frauen viele neue fachliche Eindrücke mitnehmen. „Wenn man weiß, welcher Aufwand mit „Zweinutzungshühnern“ verbunden ist, versteht man auch besser, warum diese Eier teurer sein müssen als beim Discounter,“ meinte Christa Löxkes. Claudia Blum bedankte sich bei Dörte Lorenzen für das informative Gespräch und wünschte ihr weiterhin geschäftlichen Erfolg.
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