
Schneller Einsatz bei QueckFeuerwehr Schlitz verhindert größeren Flächenbrand nach Brand einer Ballenpresse
QUECK (ol). Am Montag, den 13. Juli, geriet eine Ballenpresse auf einem Stoppelfeld zwischen Queck und Rimbach in Brand. Durch das schnelle Handeln des Landwirts und den Einsatz von rund 65 Feuerwehrkräften konnte eine größere Ausbreitung verhindert werden. Etwa 1,5 Hektar Fläche waren betroffen, verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr und unterstützende Landwirte verhinderten einen größeren Schaden.
Erneut hat die Feuerwehr der Stadt Schlitz einen Flächenbrand bekämpfen müssen. Gegen 19.50 Uhr am vergangenen Montag, dem 13. Juli, wurden die Einsatzkräfte am Montagabend zu einem Landmaschinenbrand auf einem Stoppelfeld zwischen Queck und Rimbach alarmiert. Durch das schnelle Handeln des Landwirts und den zügigen Feuerwehreinsatz konnte eine größere Ausbreitung des Feuers verhindert werden, berichtet die Feuerwehr Schlitz in einer Pressemitteilung.
Wie Stadtbrandinspektor Frank Göbel vor Ort mitteilte, lautete die Alarmmeldung zunächst auf einen kleinen Flächen- beziehungsweise Waldbrand. Tatsächlich war eine Ballenpresse auf einem Stoppelfeld in Brand geraten. Die Einsatzstelle sei zunächst nur schwer zu finden gewesen, da der Leitstelle keine exakten Ortsangaben vorgelegen hätten.
Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Schlitz-Mitte, Queck, Unter-Schwarz und Hutzdorf sowie das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Lauterbach. Insgesamt waren rund 65 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach Angaben Göbels reagierte der betroffene Landwirt geistesgegenwärtig. Er fuhr die brennende Ballenpresse auf eine angrenzende Wiese, um das Feuer von der abgeernteten Fläche fernzuhalten. Anschließend holte er ein Güllefass und begann bereits eigenständig mit den Löscharbeiten, bevor die Feuerwehr eintraf.
„Der Landwirt hat schnell gehandelt und dadurch einen noch größeren Schaden verhindert“, erklärte Göbel. Dadurch habe das Feuer weitgehend von den noch nicht betroffenen Bereichen ferngehalten werden können.
Die Brandfläche erstreckte sich nach ersten Schätzungen über etwa 1,5 Hektar. Anders als beim größeren Flächenbrand am Vortag, ebenfalls im Schlitzerland, habe sich das Feuer diesmal auf mehrere kleinere Brandstellen verteilt. Als Ursache hierfür nannte Göbel unter anderem den Wind. Durch die entstehende Thermik könnten Funken über größere Entfernungen getragen werden, wodurch sich neue Brandherde bilden könnten.
Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.
Auch Bürgermeister Heiko Siemon dankte den Einsatzkräften und den beteiligten Landwirten ausdrücklich. Bereits am zweiten Tag in Folge seien Feuerwehr und Landwirte bei einem größeren Flächenbrand gefordert gewesen.
„Wir sind noch dabei gewesen, die Fahrzeuge und Geräte vom gestrigen Einsatz wieder einsatzbereit zu machen, da kommt schon der nächste Einsatz“, sagte Siemon. Besonders hob er den Zusammenhalt im Schlitzerland hervor. Mehrere Landwirte unterstützten die Feuerwehr erneut mit Güllefässern, um Löschwasser in den außerhalb gelegenen Einsatzbereich zu bringen.
Angesichts der anhaltenden Trockenheit und der laufenden Erntearbeiten appellierte der Bürgermeister an die Aufmerksamkeit aller Beteiligten. Da in den kommenden Tagen weiterhin trockenes Wetter erwartet werde und die Feldarbeiten andauerten, bleibe die Gefahr weiterer Brände hoch.
„Ich sage ganz ehrlich: Es reicht jetzt auch“, so Siemon. Umso wichtiger sei es, dass Feuerwehr, Landwirte und alle Beteiligten weiterhin wachsam blieben. Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen sei auch dieser Einsatz glimpflich ausgegangen.
Die Polizei geht von einem Defekt an der eingesetzten Ballenpresse aus. Hierbei entstand ein Sachschaden in Höhe von insgesamt 50.000 Euro, so die Polizei.
Fotos: Vogelsberger Zeitung
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