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Kontrollierte Außenlandung im VogelsbergSegelflugpilot landet sicher auf Getreidefeld bei Lauterbach

LAUTERBACH (ol). Ein Segelflugpilot hat am Samstagnachmittag zwischen Lauterbach und Frischborn eine kontrollierte Außenlandung durchgeführt. Grund war fehlende Thermik auf dem Weg zum geplanten Flugplatz Wernges. Der Pilot blieb unverletzt, das Segelflugzeug wurde nicht beschädigt.

Eine sogenannte Außenlandung eines Segelflugzeugs hat am Samstagnachmittag zwischen 14 und 16 Uhr auf einem Getreidefeld zwischen Lauterbach und Frischborn in der Nähe des Solarparks für Aufmerksamkeit gesorgt. Verletzt wurde dabei niemand, auch das Segelflugzeug blieb unbeschädigt, heißt es in der Pressemitteilung der Vogelsberger Zeitung.

Der 50-jährige Pilot war mit einem Segelflugzeug des Typs Discus vom Flugplatz Elz bei Limburg gestartet und überflog den Vogelsbergkreis. Sein Ziel war der Flugplatz Wernges bei Lauterbach. Auf dem Weg dorthin stellte er jedoch fest, dass die Thermik – also die aufsteigende Warmluft, die Segelflugzeuge zum Höhengewinn benötigen – nicht mehr ausreichte.

Da der Pilot den Bereich über Lauterbach wegen der bereits geringen Flughöhe nicht mehr überqueren wollte, entschied er sich vorsorglich für eine Landung auf einem geeigneten Getreidefeld zwischen Lauterbach und Frischborn. Die Landung verlief kontrolliert und ohne Zwischenfälle.

Der Pilot erklärte anschließend, dass es sich nicht um eine Notlandung, sondern um eine Außenlandung gehandelt habe. Solche Landungen gehören im Segelflug dazu und werden bereits während der Ausbildung trainiert. Reicht die Thermik nicht mehr aus und ist kein Flugplatz mehr sicher erreichbar, wählt der Pilot ein geeignetes Gelände für eine sichere Landung.

Nach der Landung wurde das Segelflugzeug für den Rücktransport vorbereitet. Der Landwirt des betreffenden Getreidefelds wurde über die Landung informiert. Nach Angaben des Piloten erhebt dieser jedoch keine Ansprüche wegen des entstandenen geringen Schadens am Getreide.

Hintergrund: Außenlandung statt Notlandung

Eine Außenlandung ist im Segelflug kein Notfall, sondern eine normale fliegerische Entscheidung. Wenn die Thermik nicht mehr ausreicht, um den geplanten Flugplatz zu erreichen, sucht der Pilot ein geeignetes Gelände für eine sichere Landung.

Von einer Notlandung spricht man dagegen, wenn eine akute Gefahr oder ein technischer Defekt vorliegt und eine sofortige Landung notwendig wird. Bei Segelflugzeugen ist eine Außenlandung deshalb ein Teil der fliegerischen Praxis und gehört zu den Fähigkeiten, die Piloten trainieren.

Fotos: Vogelsberger Zeitung

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