
Engagement von Jugendlichen gewürdigtRotary Club Alsfeld zeichnet Schulprojekte für mehr Gemeinschaft aus
ALSFELD (ol). Der Rotary Club Alsfeld hat erstmals einen Schulpreis zum Thema Fairness vergeben. Ausgezeichnet wurden Projekte von Schülerinnen und Schülern, die Gemeinschaft und Integration fördern. Die ersten beiden Plätze gingen an die Max-Eyth-Schule mit den Projekten „Pausenoase“ und „Weihnachtsmarkt“. Auch weitere engagierte Jugendliche und Projekte wurden geehrt.
„Ist es wahr? Ist es fair? Fördert es Freundschaft? Dient es dem Wohl aller?“ Diese vier Fragen bilden das Fundament rotarischen Handelns, wie die Präsidentin des Rotary Club Alsfeld, Dr. Ines Josek, vor wenigen Tagen in der Max-Eyth-Schule erläuterte. Sie bieten auch den Rahmen des neuen Schulpreises, den der Club in diesem Jahr erstmals ausgelobt hat, heißt es in der Pressemitteilung der Alsfelder Schule.
Schülerinnen und Schüler der Alsfelder Schulen ab Klasse 9 waren eingeladen, sich mit Projekten zum Thema Fairness bei den Rotariern zu bewerben. Nun konnten Dr. Ines Josek, Michael Funk (zukünftiger Präsident) und Dr. Birgit Richtberg vom Vorstand des Clubs die drei besten Einreichungen auszeichnen. Der erste und der zweite Platz gingen an Projekte der Max-Eyth-Schule.
Dr. Ines Josek zeigte sich schon vor der offiziellen Preisübergabe begeistert von den beiden Siegerprojekten. Die Lehrpersonen Beate Biskamp und Chris Mogel stellten das Siegerprojekt „Pausenoase“ vor: Mehrmals im Jahr gestaltet ein Team gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der InteA-Maßnahme einen Ort der Begegnung, Erholung und gelebten Integration. Initiiert wurde sie mit dem Ziel, interkulturelle Begegnung unter den Schülerinnen und Schülern zu fördern. Diese bereiten die Pausenoase selbst unter einer bestimmten Thematik im Unterricht vor und kreieren beispielsweise Ratespiele oder Abstimmungsfragen und organisieren kleine Pausenkonzerte. Außerdem bieten sie Bewegungsspiele im Außenbereich der Schule an.
„Die Schülerinnen und Schüler finden, dass Begegnung in sportlichen Zusammenhängen Sprachdefizite emotional ausgleichen können“, erläutert Sportkoordinator Chris Mogel. Dieses Projekt wurde von den Rotariern jetzt mit 1.000 Euro Preisgeld belohnt, die in die Umsetzung von Aktivitäten der Pausenoase fließen.
Das zweite ausgezeichnete Projekt ist der Weihnachtsmarkt, den die Klassen 10HW11 und 10 BFS als den „kleinsten Indoor-Weihnachtsmarkt Alsfelds“ gestalten. Hier sind Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen Fachbereichen der Schule involviert, sodass sie ihre Kreativität und Kompetenzen frei einbringen und weiterentwickeln können, wie die federführenden Lehrpersonen Antje Schäfer und Sonja Kömpel erklärten: „Die Klassen organisieren diesen Weihnachtsmarkt selbst und erhalten dadurch nicht nur eine Gelegenheit, berufliche Tätigkeiten lebendig und greifbar zu präsentieren, sondern auch Gutes zu tun.“
Das eingenommene Geld kommt zu einem Teil der SV der Schule und zum anderen dem Projekt „Schüler in Not“ zugute. Mit einem Preis von 500 Euro würdigten die Rotarier dieses Angebot.
Josek erläuterte das Punktesystem, das in der Rotary-Jury zu den Platzierungen geführt hatte – zwischen den beiden Erstplatzierten war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen – und hob hervor, dass in den Bewerbungsunterlagen auch deutlich wurde, wie sehr die Schülerinnen und Schüler von diesen Angeboten der Schulen profitieren.
Auch den dritten Platz zeichnete Josek in der Max-Eyth-Schule aus. Dieser ging an die Einzelbewerbung von Hannah Nitzsche aus der Albert-Schweitzer-Schule. „Sie engagiert sich seit mehreren Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit, im Sportverein, in schulischen Gremien und bei kulturellen Projekten. Ihr Ziel ist es, Gemeinschaft zu stärken, Verantwortung zu übernehmen und anderen Menschen etwas Gutes zu tun. Ihr Engagement ist kein einzelnes Projekt, sondern ein kontinuierlicher Beitrag zur Schulgemeinschaft. Sie ist unter anderem Klassensprecherin der 10c, aktive Mitarbeiterin in der Schülervertretung, Trainerin im Turnverein Alsfeld (Kinder 6 bis 9 Jahre), engagiert in der Konfirmandenarbeit und choreographiert beim Kinder-Gardetanzen“, zählte Josek die lange Liste des Engagements der Jugendlichen auf.
Ihr Einsatz wird mit 300 Euro belohnt, die sie sogleich in ihre Weiterbildung als Trainerin investieren möchte. Auf den Plätzen vier und fünf landeten ein Projekt aus dem Religionsunterricht an der Geschwister-Scholl-Schule und die Wald-AG der Albert-Schweitzer-Schule.
Für den Hauptpreisträger Max-Eyth-Schule dankte Matthias Schneider, stellvertretender Schulleiter, den Rotariern sowie den verantwortlichen Lehrpersonen und den mitwirkenden Schülerinnen und Schülern. Für ihn seien alle Projekte von großer Bedeutung, da sie die Gesellschaft im Sinne der vier rotarischen Fragen zusammenbringen, unterstrich er.
Zum Abschluss der Preisverleihung rief Dr. Ines Josek die Schulen auf, sich mit ihren Projekten auch im kommenden Schuljahr zu bewerben: „Der Rotary Club Alsfeld möchte die Schülerinnen und Schüler, die dieses Mal nicht gewonnen oder noch nicht mitgemacht haben, ermutigen, weiter Engagement zu zeigen und sich im nächsten Jahr zu bewerben. Der Wettbewerb soll weitergeführt werden.“
Fotos: Traudi Schlitt
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