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Delegation aus East Kerala zu Besuch im Dekanat VogelsbergPartnerschaft spürbar belebt

VOGELSBERGKREIS (ol). Eine zehnköpfige Delegation aus der indischen Diözese East Kerala hat das Evangelische Dekanat Vogelsberg und das Dekanat Büdinger Land besucht. Im Mittelpunkt des zweiwöchigen Austauschs stand das Thema Bildung. Die Gäste lernten verschiedene kirchliche Bildungs- und Jugendeinrichtungen kennen und tauschten sich über die Arbeit der Kirchen in Deutschland und Indien aus.

Zwei intensive Wochen voller Begegnungen, Gespräche und neuer Perspektiven liegen hinter einer zehnköpfigen Delegation aus der indischen Diözese East Kerala. Im Rahmen der seit mehr als 35 Jahren bestehenden Partnerschaft besuchten die Gäste das Evangelische Dekanat Vogelsberg sowie das Dekanat Büdinger Land.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand das Thema Bildung. Vorbereitet und begleitet wurde der Besuch von den beiden Ökumene-Referentinnen Elisabeth Engler-Starck (Büdinger Land) und Dr. Carolin Braatz (Vogelsberg). Ihr Fazit fällt durchweg positiv aus, heißt es in der Pressemitteilung des Evangelischen Dekanats Vogelsbergkreis: Offenheit, Vertrauen und das Interesse am gegenseitigen Lernen prägten die Begegnungen.

Zu den Stationen der Delegation gehörten unter anderem die Evangelische Hochschule Darmstadt, die Jugendwerkstatt und die Junge Kirche Gießen sowie weitere kirchliche Bildungs- und Jugendeinrichtungen. Dabei ging es immer wieder um die Frage, was die Kirchen in Deutschland und Indien voneinander lernen können.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste von der aktiven Rolle junger Menschen in der Kirche. Beim Jugendkirchentag in Alsfeld erlebten sie, wie selbstverständlich Jugendliche Verantwortung übernehmen und das Gemeindeleben mitgestalten. „Der Jugendkirchentag hat gezeigt, wie lebendig Kirche sein kann, wenn junge Menschen ihre eigenen Ideen einbringen und Verantwortung übernehmen. Dass unsere Gäste dies so intensiv miterleben konnten, war ein großer Gewinn für die Begegnung“, sagte Dekanin Dr. Dorette Seibert.

Auch die persönlichen Begegnungen in Gemeinden und Gastfamilien hinterließen bleibende Eindrücke. Viele Gastgeberinnen und Gastgeber berichteten von intensiven Gesprächen über Glauben, Kirche und gesellschaftliche Herausforderungen. „Partnerschaft lebt von persönlichen Beziehungen. Gerade die Begegnungen im Alltag, in den Familien und Gemeinden schaffen Vertrauen und lassen Menschen voneinander lernen“, betonte Seibert.

Ein wichtiges Thema bleibt die Bildungsarbeit der Diözese East Kerala. Viele Kinder in abgelegenen Regionen haben keinen Zugang zu weiterführenden Schulen. Die beiden Dekanate unterstützen die Arbeit der Kirche vor Ort seit Jahren. Nun gibt es Überlegungen, den Austausch junger Menschen weiter auszubauen. Denkbar wäre beispielsweise eine Wiederbelebung des Freiwilligendienstes „weltwärts“ oder ein Jugendaustausch für junge Erwachsene.

Das positive Fazit des Besuchs ist zugleich mit einem Dank an die zahlreichen Haupt- und Ehrenamtlichen verbunden, die zum Gelingen beigetragen haben. Für die Zukunft sehen die Verantwortlichen großes Potenzial. „Die Partnerschaft wird dann lebendig, wenn Menschen einander begegnen und bereit sind, sich auf neue Sichtweisen einzulassen“, so Seibert. Die nächste Reise nach Indien ist bereits in Planung und soll 2028 stattfinden.

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