Gesellschaft0

Mitglieder beschließen NeuausrichtungJägervereinigung Lauterbach stellt Weichen für die Zukunft

LAUTERBACH (ol). Die Jägervereinigung Lauterbach hat bei ihrer Jahreshauptversammlung in Lauterbach-Frischborn auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurückgeblickt. Die Mitglieder beschlossen, künftig auf die Teilnahme an der Jagdmesse in Alsfeld zu verzichten und stattdessen wieder einen eigenen Jägertag auszurichten. Der Vorstand wurde einstimmig gewählt. Zudem kündigte der Verein den Start des Jungjägerkurses 2026/2027 an.

Auf ein aktives und erfolgreiches Vereinsjahr blickte die Jägervereinigung Lauterbach bei ihrer Jahreshauptversammlung in der Turnhallengaststätte Frischborn zurück. Vorsitzender Horst Ludwig konnte hierzu 52 Mitglieder begrüßen, berichtet der Verein in einer Pressemitteilung.

In seinem Jahresbericht informierte Ludwig über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins. Einen breiten Raum nahm dabei die Diskussion über die zukünftige Öffentlichkeitsarbeit der Jägervereinigung ein. Nach ausführlicher Aussprache entschieden die Mitglieder mehrheitlich, künftig auf eine Teilnahme an der Jagdmesse in Alsfeld zu verzichten. Stattdessen soll wieder ein eigener Jägertag organisiert werden, bei dem sich die Jägervereinigung mit ihren zahlreichen Aufgabenfeldern einer breiten Öffentlichkeit präsentieren kann. Dabei sollen alle Abteilungen des Vereins eingebunden werden.

Positiv entwickelte sich die Mitgliederzahl. Im vergangenen Jahr standen 18 Neueintritte zehn Austritten und drei verstorbenen Mitgliedern gegenüber. Schatzmeisterin Iris Schött berichtete zudem über die solide finanzielle Situation des Vereins. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung, woraufhin der Vorstand mit großer Mehrheit entlastet wurde. Anschließend berichteten die Obleute der einzelnen Fachbereiche über ihre Arbeit.

Jana Kraft stellte die Aktivitäten der Schießabteilung vor. Neben verschiedenen Übungs- und Vergleichsschießen wurden das Schießnadel-Schießen, ein 300-Meter-Schießen sowie Schießen auf den laufenden Keiler und den Kipphasenstand durchgeführt. Das traditionelle Schießnadel-Schießen erfreute sich erneut großer Beliebtheit und verzeichnete 35 Teilnehmer.

Für das Bläsercorps berichtete Thorsten Hugo. Derzeit gehören dem Bläsercorps 17 aktive Mitglieder an. Im vergangenen Jahr begleiteten die Jagdhornbläser rund 33 Veranstaltungen. Besonders hervorgehoben wurden die Hubertusmesse sowie zahlreiche öffentliche Auftritte, mit denen das Bläsercorps die Jägerschaft in der Region repräsentiert. Die nächste Hubertusmesse findet am 13. November 2026 in Stockhausen statt.

Jürgen Dietrich informierte über die Arbeit der Hundeabteilung. Im vergangenen Jahr wurde erneut ein Hundekurs durchgeführt. Bei der anschließenden Brauchbarkeitsprüfung konnten fünf von sechs Gespannen erfolgreich bestehen. Seit April läuft bereits ein neuer Ausbildungskurs mit sechs Gespannen. Dietrich dankte insbesondere den Revierinhabern und Helfern für ihre Unterstützung.

Simon Wilhelm berichtete stellvertretend für Markus Wand aus der Ausbildungsabteilung. Die Jungjägerausbildung bleibt ein zentraler Bestandteil der Vereinsarbeit. Die erfolgreiche Ausbildung des jagdlichen Nachwuchses sei ein wichtiger Beitrag zur Sicherung einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Jagdausübung in der Region.

Für die Öffentlichkeitsarbeit zog Gunther Sachs eine positive Bilanz. Neben zahlreichen Presseveröffentlichungen wurde die Internetseite der Jägervereinigung überarbeitet und die Präsenz in den sozialen Medien weiter ausgebaut. Gleichzeitig warb er um weitere Unterstützung bei Veranstaltungen sowie um die Zusendung von Bildern und Informationen aus den Revieren und Fachbereichen.

Bernd Grunewald berichtete abschließend über die Arbeit der Kitzrettung. An insgesamt 38 Einsatztagen konnten 36 Rehkitze vor dem Mähtod bewahrt werden. Er dankte den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie den Landwirten für die gute Zusammenarbeit.

Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen erhielt der bisherige Vorsitzende Horst Ludwig erneut das einstimmige Vertrauen der Mitglieder. Ebenfalls einstimmig gewählt wurden Florian Rausch als neuer zweiter Vorsitzender, Michael Eschbach als Schatzmeister sowie Oliver Mitze als Geschäftsführer. Auch die Obleute der einzelnen Fachbereiche wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Im Rahmen der Versammlung wurden zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Auszeichnungen wurden für 10, 25, 30, 40, 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft verliehen. Eine besondere Ehrung erhielt Gerhard Blum für 60 Jahre aktives Wirken im Bläsercorps der Jägervereinigung Lauterbach.

Vorgestellt wurden von Gunther Sachs zudem die neuen Vereinsjacken und Vereinswesten, die künftig für einen einheitlichen Auftritt der Jägervereinigung bei öffentlichen Veranstaltungen sorgen sollen.

Mit Blick auf die Zukunft kündigte die Jägervereinigung bereits den nächsten Jungjägerkurs 2026/2027 an. Interessierte Lehrgangsbewerberinnen und Lehrgangsbewerber sowie Ausbilder sind zu einer Informations- und Vorbesprechungsveranstaltung am Donnerstag, 25. Juni 2026, um 19 Uhr im Vereinsheim des Schützenvereins Lauterbach am Kugelberg eingeladen. Dort werden die Rahmenbedingungen des neuen Kurses vorgestellt und die weiteren Termine abgestimmt.

Zum Abschluss dankte Vorsitzender Horst Ludwig allen Mitgliedern, Ausbildern, Obleuten, Revierinhabern und ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement. Die vielfältigen Aktivitäten zeigten eindrucksvoll, dass die Jägervereinigung Lauterbach sowohl in der jagdlichen Ausbildung als auch im Natur- und Artenschutz, im Hundewesen, im Schießwesen und in der Brauchtumspflege hervorragend aufgestellt ist.

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.

Einloggen Anonym kommentieren