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Einblicke in moderne EinsatzarbeitLöschzug Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Lauterbach zeigt Technik und Einsatzvielfalt beim Tag der offenen Tür

LAUTERBACH (ol). Am 6. Juni öffnete der Löschzug Mitte der Freiwilligen Feuerwehr Lauterbach seine Türen für die Öffentlichkeit. Besucherinnen und Besucher erhielten umfassende Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr von der Brandbekämpfung bis zu Spezial- und Gefahrguteinsätzen. Zudem wurden moderne Technik, Drohneneinsatz und Einsatzleitung vorgestellt. Auch die Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie die Notfallseelsorge präsentierten ihre Arbeit.

Wenn in Lauterbach Hilfe gebraucht wird, rückt der Löschzug Mitte aus, so heißt es in der Pressemitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Lauterbach. Doch die Aufgaben der Einsatzkräfte reichen weit über die tägliche Gefahrenabwehr im Stadtgebiet hinaus: Mit zahlreichen Sonderaufgaben übernimmt die Feuerwehr auch Verantwortung für den gesamten Vogelsbergkreis und darüber hinaus für das Land Hessen. Beim Tag der offenen Tür nutzten die Feuerwehrleute die Gelegenheit, den Besucherinnen und Besuchern einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen und die beeindruckende Bandbreite ihrer Arbeit zu präsentieren – von der klassischen Brandbekämpfung bis hin zu hochspezialisierten Einsätzen.

Gerade bei der Gewinnung neuer Mitglieder setzt die Feuerwehr darauf, ein modernes und vielseitiges Bild ihrer Arbeit zu vermitteln. Denn der Feuerwehrdienst umfasst weit mehr als das klassische Löschen von Bränden: Von der Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden über technische Hilfeleistungen nach Unfällen bis hin zu Gefahrguteinsätzen reicht das Spektrum der Aufgaben. Auch spezialisierte Bereiche wie die Einsatzleitung mit Unterstützung durch Drohnentechnik gehören inzwischen zum Alltag. Mit dieser Vielfalt an verantwortungsvollen und abwechslungsreichen Tätigkeiten möchte die Feuerwehr insbesondere junge Menschen für ein Engagement im Ehrenamt begeistern. „Hier ist für jeden etwas dabei. Deshalb freue ich mich, den Tag der offenen Tür des Löschzugs Mitte hiermit offiziell zu eröffnen“, sagte Felix Schütz, Wehrführer der Feuerwehr Lauterbach.

Sein besonderer Dank galt allen helfenden Händen, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Heute gehe es nur gemeinsam. „Daher gilt mein Dank auch den Helfern aus allen anderen Löschzügen, die uns heute unter die Arme greifen, wie zum Beispiel den Kameraden aus dem Löschzug West oder der Feuerwehr Rudlos. Vor allem aber danke ich unserer eigenen Mannschaft, die sich in den vergangenen Wochen mit großem Engagement in die Vorbereitung eingebracht hat“, betont Schütz.

Im Grunde war das der zweite Teil der Veranstaltung am Sonntag. Zuvor wurde der scheidende Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller geehrt und würdevoll verabschiedet.

70 T-Shirts für die Kinder- und Jugendfeuerwehr
Landtagsabgeordnete Jennifer Gießler (CDU) hat aus Lotto-Mitteln des Landes Hessen zur Förderung für die T-Shirts 1.000 Euro für die Kinder- und Jugendfeuerwehr mitgebracht. „Wir haben somit jetzt ein einheitliches Bild in der Kinder- und Jugendfeuerwehr (Mitte) erschaffen können“, so Niklas Dissinger von der Feuerwehr. Vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Lauterbach-Mitte 1855 e. V. und der Zweikopf-Agentur wurde die Aktion mit rund 2.000 Euro bezuschusst. Somit sei ein Großteil der Summe weggefallen, die sonst von den Eltern zu tragen wäre.

Jennifer Gießler erklärt dazu: „Wenn jemand in Hessen Lotto spielt, geht ein Teil davon für gemeinnützige Projekte zurück in das Land Hessen. Darüber können die Minister in Hessen verfügen. Wir als Abgeordnete schlagen einen guten Zweck vor und werden dann damit auch bedacht.“

Beim Rundgang demonstrierte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Tony Michelis den Stadtverordneten und Magistratsmitgliedern die moderne Technik.

Großbildschirme mit aktuellen Lageinformationen, Drohnenbilder aus den Einsatzschwerpunkten, moderne Kommunikationstechnik sowie Spezialfahrzeuge und Dekontaminationseinheiten für ABC-Lagen: Der „Tag der offenen Tür“ machte deutlich, mit welcher Technik und welchen Herausforderungen ehrenamtliche Rettungskräfte heute konfrontiert sind.

Mutige Besucher konnten gemeinsam mit Dirk Eifert und Michael Seibert in der Teleskopmastbühne aufsteigen und die Veranstaltung aus luftiger Höhe erleben. Von oben bot sich ein beeindruckender Blick über das gesamte Gelände.

Auch die Notfallseelsorge präsentierte sich beim Tag der offenen Tür. Pfarrer Sven Kiessling und Hasso Hofmann standen den Besucherinnen und Besuchern für Gespräche zur Verfügung und gaben Einblicke in ihre Arbeit. Sie erläuterten, wie die Notfallseelsorge Menschen in akuten Krisensituationen begleitet, Angehörige nach belastenden Ereignissen unterstützt und auch Einsatzkräfte nach besonders herausfordernden Einsätzen betreut.

„Mit dem Tag der offenen Tür möchten wir unsere Öffentlichkeitsarbeit stärken und mit allen Interessierten ins Gespräch kommen“, erklärte Stadtbrandinspektor Jürgen Eifert. Dass dieses Konzept aufging, zeigte sich auch abseits des offiziellen Programms: Bei Kaffee und Kuchen sowie frisch gegrillten Würstchen nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum Austausch mit den Einsatzkräften. Auf dem Gelände der Feuerwehr herrschte den ganzen Tag über eine entspannte, familiäre Atmosphäre, die Raum für Begegnungen und persönliche Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr bot.

Fotos: Vogelsberger Zeitung

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