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Starke Zeichen auf dem Karlchen vom DachHoch hinaus gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

FULDA/LAUTERBACH (ol). Mit einer gemeinsamen Veranstaltung auf dem Karlchen vom Dach in Fulda setzten das Haus am Kirschberg, SOLWODI Deutschland und die Veranstaltungsstätte ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Zahlreiche Besucher informierten sich über Hilfsangebote, beteiligten sich an Mitmachaktionen und unterstützten die Arbeit des künftigen Frauenhauses im Vogelsbergkreis.

Bei bestem Sommerwetter fand am vergangenen Wochenende die Veranstaltung „Hoch hinaus gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ auf dem Kulturdachgarten Karlchen vom Dach in Fulda statt. Zahlreiche Besuchende nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, auszutauschen und gemeinsam ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen, heißt es in der Pressemitteilung des Haus am Kirschberg.

Eingeladen hatten das Haus am Kirschberg aus Lauterbach, SOLWODI Deutschland und das Karlchen vom Dach. Die Veranstaltung verband Information, Begegnung und Mitmachaktionen in einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre. Viele Interessierte suchten das Gespräch und informierten sich über die Situation von gewaltbetroffenen Frauen und Kindern, bestehende Hilfsangebote sowie die geplante Eröffnung des neuen Frauenhauses im Vogelsbergkreis.

Als freier Träger der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe engagiert sich das Haus am Kirschberg seit vielen Jahren für Schutz, Beteiligung und Unterstützung von Menschen in belastenden Lebenssituationen. Mit der Eröffnung des neuen Frauenhauses im September erweitert der Träger sein Hilfsangebot um einen wichtigen Baustein im Gewaltschutz für Frauen und Kinder in der Region.

In seiner Eröffnungsrede machte Thomas Rudolph, Geschäftsführer des Hauses am Kirschberg, auf die gesellschaftliche Relevanz des Themas aufmerksam. Gewalt gegen Frauen und Mädchen sei keine Ausnahmeerscheinung, sondern eine Realität, die viele Menschen unmittelbar betreffe. Gleichzeitig fehle es bundesweit weiterhin an ausreichenden Schutz- und Zufluchtsmöglichkeiten für Betroffene. Auch die steigenden Zahlen häuslicher und sexualisierter Gewalt verdeutlichten den dringenden Handlungsbedarf.

Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Viele Besuchende nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich über Unterstützungsangebote, Schutzmöglichkeiten und Präventionsarbeit zu informieren. Die große Resonanz zeigte, dass das Thema viele Menschen bewegt und ein hoher Bedarf an Information und Austausch besteht.
Besonderer Dank galt der langjährigen Kooperationspartnerin SOLWODI. Die internationale Menschenrechtsorganisation setzt sich für Frauen ein, die von Gewalt, Menschenhandel, Zwangsprostitution oder anderen Formen von Ausbeutung betroffen sind. Durch ihre Beratungs- und Unterstützungsangebote leistet SOLWODI einen wichtigen Beitrag zum Schutz und zur Stärkung von Frauen in schwierigen Lebenssituationen. Mitarbeitende von SOLWODI standen während der Veranstaltung für Gespräche zur Verfügung und gestalteten das Programm aktiv mit.

Neben fachlichen Informationen standen verschiedene Mitmachangebote im Mittelpunkt des Nachmittags. Workshops zu Achtsamkeit und Ressourcenarbeit luden die Teilnehmenden dazu ein, sich mit eigenen Kraftquellen und Handlungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Für Kinder wurden kreative Angebote und Kinderschminken angeboten.

Foto: Haus am Kirschberg

Besonderen Zuspruch erhielt die Leiter- und Leinwandaktion. Zahlreiche Besuchende hinterließen mit einem Fingerabdruck ihr persönliches Zeichen gegen Gewalt. Darüber hinaus wurden an der Leiter viele persönliche Botschaften, Wünsche und Statements gegen Gewalt an Frauen und Mädchen angebracht. Die vielfältigen Beiträge machten deutlich, wie groß die Solidarität mit Betroffenen ist und wie viele Menschen bereit sind, Haltung gegen Gewalt zu zeigen.

Foto: Haus am Kirschberg

Das entstandene Kunstwerk soll künftig im neuen Frauenhaus beziehungsweise an einem zentralen Ort des Trägers ausgestellt werden und dauerhaft an das gemeinsame Engagement gegen Gewalt erinnern.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von DJane Red, die für eine angenehme und verbindende Atmosphäre sorgte. Viele Gäste verweilten über mehrere Stunden auf dem Karlchen vom Dach, kamen miteinander ins Gespräch und nutzten die Gelegenheit zum Austausch.

Die Veranstalter ziehen eine durchweg positive Bilanz. Die hohe Zahl an Besuchenden, die vielen interessierten Nachfragen sowie die große Offenheit im Austausch hätten gezeigt, wie wichtig es sei, das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen sichtbar zu machen und gesellschaftlich zu thematisieren.

Foto: Haus am Kirschberg

Das Haus am Kirschberg bedankt sich bei allen Besuchenden, bei SOLWODI, dem Team des Karlchen vom Dach sowie bei allen Unterstützenden und Mitwirkenden, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Gemeinsam wurde ein starkes Zeichen für Schutz, Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung gesetzt – und zugleich auf die Bedeutung verlässlicher Hilfs- und Schutzangebote für Frauen und Kinder aufmerksam gemacht.

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