
Bündnis Friedlicher Vogelsberg lädt zu Filmabend und Demonstration einFilmvorführung beleuchtet Erfahrungen von Kriegskindern
LAUTERBACH (ol). Das Bündnis Friedlicher Vogelsberg lädt am 10. Juni zu einer Vorführung des Films „Kriegskinder 1945 – Zeitzeuginnen 2025“ ein. Der Film thematisiert die Erfahrungen von Menschen, die ihre Kindheit im Krieg erlebt haben, und schlägt Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Veranstaltung dient zugleich als Vorbereitung auf eine Demonstration zum Friedlichen Hessentag am 13. Juni in Fulda.
Das Bündnis Friedlicher Vogelsberg lädt in einer Pressemitteilung für den 10. Juni um 19.00 Uhr in den Landsknechtsweg 5 zu einer Filmvorführung des Films „Kriegskinder 1945 – Zeitzeuginnen 2025“ ein. Dieser Film macht deutlich, was es heißt, in Kriegszeiten aufzuwachsen. Der Film schlägt Brücken zur Vergangenheit. Indem betagte Menschen von ihrer Jugend und ihrem Lebensweg berichten, werden auch Brücken zu uns heute geschlagen. Sie fordern uns heraus über Geschichte und Gegenwart nachzudenken, Fragen zu stellen, ins Gespräch zu kommen. Alle vier Erzähler*innen sind Beispiele, dass es lohnt sich zu widersetzen. Alle vier machen deutlich, dass sie uns ihre schrecklichen Erfahrungen im Krieg ersparen möchten.
Mit diesem Film wollen wir auf die Demo zum Friedlichen Hessentag am 13. Juni 2026, 12 Uhr, Fulda, Heinrich von Bibra Platz vorbereiten. Ein breites Bündnis zahlreicher Organisationen, darunter auch das Bündnis Friedlicher Vogelsberg, rufen zu dieser Demonstration auf. Die Veranstalter wollen mit ihrer Aktion gegen die Beteiligung der Bundeswehr, verbunden mit der Ausstellung von Kriegsgerät, auf dem Hessentag protestieren. Im Bündnisaufruf heißt es: „Mit ihrem Auftritt zielt die Armee besonders auf Kinder und Jugendliche ab. Indem die Bundeswehr ihr Kriegsgerät als Abenteuerspielplatz arrangiert und selbst Kleinkinder auf Panzer klettern lässt, missbraucht sie kindliche Neugier und Technikbegeisterung. In der realen Bundeswehr geht es nicht um „Spiel” und „Abenteuer”, sondern darum zu lernen, die ausgestellten Waffen einsetzen zu können.
Doch es wird nicht thematisiert, dass Soldat:innen ausgebildet werden, um andere Menschen zu töten und dass sie selbst traumatisiert, verwundet oder getötet werden. Es wird nicht darüber gesprochen, dass Kriege die Lebensgrundlagen der Überlebenden zerstören, Böden und Wasser verseuchen und Ökosysteme angreifen.
Besonders verwerflich ist die Ausbildung Minderjähriger an Waffen und die gezielte Werbung dafür bei Jugendlichen. Obwohl der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes Deutschland bereits mehrfach aufgefordert hat, die Anwerbung bei Jugendlichen einzustellen, werden bereits 17-jährige in die Armee aufgenommen, Schulklassen von der Bundeswehr zum Hessentag gefahren oder von ‚Karriereberatern‘ besucht.“
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