
Kontrolle auf der A5 bei EifaPolizei stoppt Sattelzug wegen massiver Ladungs- und Geschwindigkeitsverstöße
ALSFELD (ol). Auf der A5 bei Eifa hat die Polizei einen Sattelzug mit verrutschter Ladung aus Kunststoffgranulat aus dem Verkehr gezogen. Die Weiterfahrt wurde untersagt, da die Ladungssicherung unzureichend war. Zudem stellten die Beamten erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen fest, die ein Bußgeldverfahren nach sich ziehen.
Einer Streife der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld fiel am Montagmorgen (01. Juni), gegen 9 Uhr, auf der Autobahn 5 in Fahrtrichtung Norden, in Höhe des Rastplatzes „Eifa“, ein Sattelzug mit auffälligem Schrägstand und deutlich ausgebeulten Seitenplanen auf.
Die Beamten lotsten das Fahrzeug auf den Rastplatz und unterzogen es dort einer
ontrolle. Zur Unterstützung wurde eine Streife der spezialisierten
Schwerverkehrsüberwachung der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld hinzugezogen. Dabei stellte sich heraus, dass die Ladung des Sattelzuges erheblich verrutscht war und sich teilweise zur Seite geneigt hatte, so heißt es in der Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Osthessen.
Der Sattelzug transportierte mehr als 23 Tonnen Kunststoffgranulat. Die Ware war in Säcken verpackt, auf Paletten gestapelt und mit einer flexiblen Folie umwickelt. Nach bisherigen Erkenntnissen waren die Ladeeinheiten vor Fahrtantritt in Spanien mittels Spanngurten auf dem Auflieger gesichert worden. Die Sicherungsmethode des „Niederzurrens“ erwies sich jedoch aufgrund der fehlenden Formstabilität der Ladung als ungeeignet. Während der Fahrt setzte sich das Granulat in den Säcken, wodurch die Vorspannung der Spanngurte verloren ging. Die Ladungssicherung wurde dadurch weitgehend wirkungslos. Hinzu kamen vorhandene Ladelücken, sodass sich die Ladung während der Fahrt zur Seite bewegen konnte. Teilweise wurden die Ladeeinheiten nur noch durch die Fahrzeugaufbauten gehalten. Die Polizei untersagte die Weiterfahrt des Sattelzuges. Erst nach einer Umladung beziehungsweise Nachsicherung der Ladung darf der Transport fortgesetzt werden.
Bei der anschließenden Auswertung des digitalen Fahrtenschreibers stellten die
Kontrollkräfte zudem erhebliche Geschwindigkeitsverstöße fest. Obwohl für den
Sattelzug eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gilt, wurden Geschwindigkeitsspitzen von bis zu 108 km/h aufgezeichnet.
Gegen den verantwortlichen Transportunternehmer aus Luxemburg wurde ein Verfahren zur Vermögensabschöpfung durch Bußgeldanpassung eingeleitet. Aufgrund der festgestellten Verstöße ist mit einem Bußgeld im deutlich vierstelligen Bereich zu rechnen. Auf den 41-jährigen Fahrer aus Rumänien kommt voraussichtlich ein Bußgeld im dreistelligen Bereich zu.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine mangelhafte
Ladungssicherung erhebliche Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer mit sich bringt. Verrutschende oder umkippende Ladung kann insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten oder entsprechenden Fahrmanövern schwerwiegende Verkehrsunfälle verursachen.
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