Gesellschaft0

Über 41 Jahre im Dienste des amtlichen VermessungswesensVerabschiedung von Gerhard Nüchter nach 41 Jahren in den Ruhestand

LAUTERBACH (ol). Gerhard Nüchter verabschiedet sich nach über 41 Jahren im Dienst des amtlichen Vermessungswesens in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Karriere begann als Messtruppführer und führte ihn über verschiedene leitende Positionen bis hin zur Fachbereichsleitung im Liegenschaftskataster. Mit großem Engagement und Fachwissen prägte er die Zusammenarbeit mit Kunden, Kommunen und Verwaltungen und setzte sich für die Ausbildung des Berufsnachwuchses ein.

Nach über 41 Dienstjahren geht Gerhard Nüchter laut einer Pressemitteilung der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG) in Pension. Der Vermessungsingenieur, der zunächst viele Jahre im Außendienst im Vogelsberg tätig war und ab 2005 verschiedene Fachbereiche leitete, wurde kürzlich in einer Feierstunde durch die Amtsleiterin Barbara Bachner verabschiedet.

In ihrer Abschiedsrede hob Bachner besonders sein Engagement und umfassendes Fachwissen hervor. Nüchter genoss innerhalb und außerhalb der Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation hohe fachliche und persönliche Anerkennung, heißt es. Besonders Privatkunden, Kommunen und andere Verwaltungen bei der Zusammenarbeit mit „seiner Behörde“ kompetent und mit viel persönlichem Engagement zu unterstützen, habe ihm immer am Herzen gelegen.

Nüchters Karriereweg begann jedoch nicht in der hessischen Katasterverwaltung, sondern als Auszubildender bei einem Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur, was er bei seiner Verabschiedung mit launigen Episoden beschrieb. Nach Erlangen der Fachhochschulreife und Ableistung des Grundwehrdienstes studierte der Vermessungstechniker an der Fachhochschule in Frankfurt Geodäsie, um danach die Beamtenlaufbahn für den gehobenen vermessungstechnischen Dienst beim damaligen Hessischen Landesvermessungsamt einzuschlagen.

Sein erstes Einsatzgebiet führte den jungen Vermessungsingenieur dann im Jahr 1985 als Messtruppführer in den vermessungstechnischen Außendienst zunächst in den Lahn-Dill-Kreis nach Wetzlar, später in den Vogelsbergkreis, an das damalige Katasteramt Lauterbach und nach Alsfeld.

Die technische Entwicklung schritt auch in der Katasterverwaltung voran und Nüchter wechselte 1994 in den Innendienst um als IT-Koordinator die EDV des Katasteramtes aufzubauen. Zudem nahm er ab 1994 die Stelle des stellvertretenden Innendienstleiters wahr. Zum  Leiter der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Immobilienwerte im Vogelsbergkreis wurde er 1995 bestellt und führte all diese Aufgaben bis 2004 engagiert aus.

Durch Umstrukturierung der Katasterverwaltung in 2005 bildete sich das Amt für Bodenmanagement Fulda (AfB), das die Amtsbezirke Vogelsbergkreis und Landkreis Fulda vereinte und für ihn den Wechsel zur neuen Hauptstelle des AfB nach Fulda bedeutete. Im gleichen Jahr wurde ihm die Leitung des für Organisation und IT zuständigen Fachbereichs übertragen, so heißt es.

In besonderem Maße lag Nüchter auch die Ausbildung des Berufsnachwuchses am Herzen. Ab 1989 war er auch hier aktiv und für viele Jahre als Lehrkraft bei den zentralen Lehrgängen der Auszubildenden in Rotenburg/F. tätig.

Sein Interesse an der Katastervermessung führte ihn im Jahr 2011 wieder zum Liegenschaftskataster und zur Vermessung zurück. Zunächst im Fuldaer Amt und ab 2019 in der Außenstelle in Lauterbach leitete er mit großem Erfolg, exzellentem Fachwissen und persönlichem Engagement Fachbereiche auf dem Gebiet des Liegenschaftskatasters, heißt es. Darüber hinaus habe er Anerkennung durch die Berufung in verschiedene Fachnetzwerke gefunden, die die Zusammenarbeit zwischen Liegenschaftskataster und Flurbereinigung sowie zukunftsorientierte fachliche Entwicklungen zur Aufgabe haben.

Bachner dankte dem zukünftigen Pensionär für die geleistete Arbeit in all seinen Berufsjahren und hob seine Vorbildfunktion für alle Beschäftigten hervor. Unermüdlich habe er sich für die Belange des AfB, des Liegenschaftskatasters und für die Beschäftigten seiner jeweiligen Fachbereiche eingesetzt. Die besten Wünsche für die Zukunft und gesundheitliches Wohlergehen rundeten die Verabschiedung ab.

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.

Einloggen Anonym kommentieren