Gesellschaft0

Die Frühjahrsausstellung des Alsfelder Kunstvereins bis 17.Juni im Schlosscafé AltenburgKunst voller Geheimnisse

ALSFELD (ol). Der Alsfelder Kunstverein eröffnete kürzlich seine Frühjahrsausstellung. Dieses Mal zeigen die Künstlerinnen und Künstler „Geheimnisse“. Noch bis 17. Juni ist diese im Schlosscafé Altenburg zu sehen. Geöffnet ist sie dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Kunst – individuelle Schaffensprozesse, vieldeutige Inhalte, unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten. Auf diese und andere Weisen kann Kunst zum Geheimnis werden, kann Geheimnisse offenbaren oder verstecken. Kann Geheimnisse erschaffen oder ganz auf sie verzichten. Alles ist möglich und genau darauf zielt die diesjährige Frühlingsausstellung des Alsfelder Kunstvereins ab, der die Künstler das Thema „Geheimnisse“ gegeben haben.

Die Vorsitzende Petra Bastian eröffnete diese feine Ausstellung im Schlosscafé in Altenburg, heißt es in der Pressemeldung des Alsfelder Kunstverein. Viele Künstler waren zugegen, der ehemalige Vereinsvorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende Erich Späth hatte sich auf den Schlossberg begeben und mit Monika Becker und Rainer Kehm waren zwei Musiker vor Ort, die die zauberhafte Stimmung dieses Frühlingsnachmittags mit ihren Gitarren und dem Gesang einfingen.

In ihrer Ansprache ging Bastian auf die unterschiedlichen künstlerischen Mittel ein, die die Künstler anwenden und die das Publikum nun bestaunen kann: Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Drucktechniken, Collage, digitale Illustration und eine Skulptur sind zu sehen. „Ihr habt euch der Anforderung mit Hingabe, Fleiß und viel Kreativität gewidmet und lasst uns ab heute an euren Gedanken, Gefühlen und Träumen teilhaben“, wandte sich die Rednerin an die Ausstellenden, denen sie herzlich dankte.

Petra Bastian, Vorsitzende des Kunstvereins, führte in die Ausstellung ein. Alle Fotos: T. Gremmel

Besonders über fünf neue Mitglieder, die ihre Werke der Ausstellung beisteuern, freute sich die Vorsitzende: Explizit begrüßte sie Börries Hahn, Seweryn Henicz, Barbara Korczynska, Kae Schuch und Jasmin Theiß. Neben ihnen stellen Dorothea Geist, Joanna Kujawa, Ilona Kurz, Elena Lichtner, Matthias Nicolai, Barbara Pelka, Christa Reith, Monika Riex, Lis Römer, Horst Streblow, Francesca Wiegand, Andrea Zimmermann und Inge Zuschlag aus.

Tatsächlich öffnen die Künstler mit ihren Werken das eine oder andere Fenster in ihr Inneres. Sie zeigen, was sie für ein Geheimnis halten, oder stellen mit ihrer auf den ersten Blick vielleicht geheimnislosen Darstellung Fragen an die Zuschauenden. Diese sehen Unterwasserwelten, die per se schon geheimnisvoll sind. Sie sehen abstrakte Gemälde, deren Geheimnis sich jedem Betrachter anders erschließt. Und sie sehen Menschen, die sehr wahrscheinlich ein Geheimnis haben oder gar ein Geheimnis teilen.

Eines davon mag die Liebe sein, deren Geheimnis man vielleicht nie auf die Spur kommt. Dunkle Gestalten, dämonische Figuren, zweifelhafte Ziele, Traumlandschaften treffen und durchschreiten die Besucher der Ausstellung im Schlosscafé. Auf den Werken erkennen sie Schrecken und Schauderhaftes, aber auch schön Geheimnisvolles, wie ein geöffnetes Fenster, eine Frau im Licht, eine Elster, die ihre Schätze offenbar im Verborgenden hütet.

„Wenn du wüsstest“ – eine digitale Illustration von Dorothea Geist.

Die Geheimnisse der achtzehn ausstellenden Künstler verstecken sich hinter Pinselstrichen oder dickem Farbauftrag, sie können mit dem Blick durch ein Vergrößerungsglas vielleicht nicht entdeckt werden, aber einen Versuch könnte es wert sein. Sie verstecken sich hinter geheimnisvollen Titeln wie „perhaps“ oder „Letzte Beichte“. Angesichts eines Werkes namens „Geheimcode“ fragt man sich, ob das Bild tatsächlich einen solchen enthält.

Und was ist eigentlich mit Justitia? Welches Geheimnis verbirgt sie – oder tut sie nur so? Was weiß die junge Frau mit dem Käppi, die provokant in den Raum schaut? Was geschah im Garten Eden und was auf der Party, deren Überreste vielsagend sind?

Viele Geheimnisse dieser Schau können vielleicht gelüftet werden, wenn man mit offenem Blick und wachem Geist durch die Ausstellung geht. Viele vielleicht auch nicht. Und es könnten sich neue auftun. Wer weiß das schon genau, bei einem solch geheimnisvollen Thema.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 17. Juni im Altenburger Schlosscafé auf dem Gelände des Schlosses und dort links unterhalb vom Schloss. Geöffnet ist der Raum dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr.

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge Dich ein, um als registrierter Leser zu kommentieren.

Einloggen Anonym kommentieren