
Autobahnpolizei bemerkt Qualm von Lkw-Ladung auf Raststätte BerfaSeltsamer aber harmloser Einsatz für die Alsfelder Brandschützer
ALSFELD (ol). Seltsamer, aber letztendlich harmloser Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Alsfeld: Auf der Raststätte Berfa bemerkten Beamte der Autobahnpolizei eine Rauchentwicklung an der Ladung eines Lkws, die sich am Ende als harmloser Oxidationsprozess herausstelle.
Am Dienstagabend gegen gegen 23 Uhr stellte eine Streife der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld im Rahmen einer Streifenfahrt auf der Rastanlage Berfa eine zunächst seltsame und nicht erklärbare Rauchentwicklung von der Ladefläche eines geparkten Sattelkippers aus dem Landkreis Hildesheim fest. Der Sattelkipper mit Kastenmulde war abgestellt auf einem Stellplatz im Bereich der Lkw-Parkfläche. Aufgrund der unklaren Rauchentwicklung entschied sich die Streife im Rahmen der Gefahrenabwehr den schlafenden Lkw-Fahrer umgehend zu wecken.
Weiter heißt es in der Pressemitteilung der Polizei, dass durch den 50-jährigen polnischen Fahrzeugführer der Streife unverzüglich die Ladungspapiere ausgehändigt wurden. Zeitgleich erfolgte über die Rettungsleitstelle des Vogelsbergs die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Alsfeld.
Anhand der Transportdokumente konnte festgestellt werden, dass es sich bei der Ladung um 26 Tonnen Sphäroguss-Späne, also Metallspäne, die als Abfallprodukt bei unterschiedlichsten Zerspanungsverfahren (Drehen/Fräsen) in der metallbearbeitenden Industrie anfallen, handelte. Im vorliegenden Fall sollten die Metallspäne von einem Unternehmen aus dem Raum Hannover zum Zeck des Recyclings nach Kaiserslautern transportiert werden.
Aufgrund der gesetzlich festgelegten Lenk-und Ruhezeiten im Güterverkehr entschied sich der polnische Fahrzeugführer auf seiner Fahrtstrecke die Rastanlage Berfa anzufahren, um dort seine tägliche Ruhezeit zu verrichten. Nachdem er sein Fahrzeug abgestellt hatte, legte er sich im Führerhaus schlafen, ohne das es zu diesem Zeitpunkt zu Auffälligkeiten an dem Sattelkipper oder der Ladung kam.
Durch die Freiwillige Feuerwehr Alsfeld wurde die Ladung hinsichtlich der Rauchentwicklung eingehend untersucht. Dabei konnte als Ursache festgestellt werden, dass es aufgrund diverser Anhaftungen von Kühl- und Schmiermitteln an den Metallspänen zu einem Oxidationsprozess gekommen war. Begünstigt wurde dieser Prozess durch die vorherrschende Wetterlage mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Durch diesen Oxidationsprozess kam es zu der sichtbaren Rauchentwicklung überhalb des Sattelkippers. Eine mögliche Selbstentzündung der Ladung oder die Entstehung eines Fahrzeugbrands war nach Angaben der Feuerwehr, aufgrund des Oxidationsprozesses,
ausgeschlossen.
Eine Gefahr oder Gefährdung durch die Rauchentwicklung oder die Rauchschwaden bestand für die Verkehrsteilnehmer der Rastanlage Berfa und die Rettungskräfte zu keinem Zeitpunkt. Es kam durch diesen Prozess zu keinerlei Sachschaden an dem Muldekipper.
In Begleitung der Feuerwehr und der Polizei wurde der Muldenkipper nach Abschluss der Untersuchungen nach Alsfeld ins Gewerbegebiet „Ost“ eskortiert. Dort wurde zuvor eine Freifläche als Abstellraum lokalisiert, auf welcher eine weitere Störung für Außenstehende auszuschließen war.
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