
Kabarett mit den Tabu-Tanten am 6. Oktober in der Villa Raab„Sie werden lachen, es geht um den Tod“
ALSFELD (ol). Gemeinsam mit den Hospizorganisationen in Alsfeld und Lauterbach lädt die Stiftung Lichtermeer zu einem ganz besonderen Kabarett-Abend ein: Die Tabu-Tanten haben sich das Thema Tod und Sterben vorgenommen, das sie humorvoll und doch achtsam auf die Schippe nehmen.
„Sie werden lachen, es geht um den Tod“ – „Lachen“ und „Tod“ in einem Satz, dargeboten von zwei Frauen, die unter „Tabu-Tanten“ firmieren, da scheint es interessant zu werden, wird das Thema Tod an sich ja eher nicht mit Witz und Humor in Verbindung gebracht.
Dass man auch das Ende des Lebens mit humorvollen Pointierungen aus der Tabuzuone holen kann, möchten die beiden Schauspielerinnen Christine G. Holzer und Simone Schmitt am 6. Oktober in Alsfeld zeigen. Eingeladen wurden sie dazu von der Lichtermeerstiftung, dem Alsfelder Hospizverein und dem Hospizdienst im Vogelsberg, heißt es in der Pressemitteilung der Lichtermeer-Stiftung.
Es ist zum ersten Mal, dass diese drei Organisationen gemeinsam einladen, und es soll nicht das letzte Mal sein. „Wir möchten dazu beitragen, dass Menschen sich mit dem Thema Tod und Sterben auseinandersetzen – ohne Anlass, sondern weil sie erkennen, dass dies auch Teil des Lebens ist“, sagt Tanja Bohn. Sie hat vor wenigen Monaten die Lichtermeerstiftung zur Förderung der Hospizarbeit und Palliativversorgung im Vogelsberg und darüber hinaus gegründet und freut sich, dass sie mit den beiden im Vogelsberg ansässigen Akteuren an die Öffentlichkeit treten kann.
In ihrem Improvisationstheater nähern sich die beiden Schauspielerinnen dem Thema respektvoll und achtsam. Als geübte Akteurinnen spiegeln sie auf humorvolle Weise Situationen wider, die Menschen im Angesicht des Todes erleben: „Beim Improvisieren auf der Bühne geht es um den Augenblick, es geht darum, die Fülle in der Leere zu entdecken und permanent Ideen und Gedanken loszulassen und neue zuzulassen“, sagen sie in einem Interview. Außerdem sind Holzer und Schmitt überzeugt, dass Humor eine wichtige Resilienzstrategie ist.
„Die beteiligten Organisationen werden den Anlass auch nutzen, um sich und ihre Arbeit für Menschen am Lebensende und deren Angehörige kurz vorzustellen“, gibt Susanne Liebl vom Hospizverein Alsfeld e.V. bekannt. Heide Fink von Lauterbacher Hospizdienst fügt hinzu: „Wir möchten sowohl das Thema als auch die damit verbundenen Aufgaben für Menschen in der Region in das Bewusstsein rücken.“
„Guter Umgang mit dem Thema Tod“
Dass dies dann keine todtraurige Angelegenheit wird, liege auf der Hand, denn mit den Tabu-Tanten haben sich die Hospizorganisationen genau die richtigen Partnerinnen für einen guten Umgang mit dem Thema Tod gesucht.
„In der Woche nach den Sommerferien starten wir den Vorverkauf in den Buchhandlungen Lesenswert in Alsfeld und Lesezeichen in Lauterbach“, lädt Tanja Bohn zur Teilnahme an dieser ungewöhnlichen Veranstaltung ein. „Die üblichen Ermäßigungen werden in diesem Fall auch allen Menschen zuteil, die in der Pflege aktiv sind“, freuen sich Susanne Liebl und Heide Fink, die damit ihre Wertschätzung und Anerkennung ausdrücken wollen.
Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, dem 6. Oktober, um 19.30 im Cubus der Villa Raab. Einlass ist ab 19 Uhr. Die Karten kosten im Vorverkauf zehn Euro, ermäßigt acht Euro und es gibt sie in den Buchhandlungen Lesenswert in Alsfeld und Lesezeichen in Lauterbach.
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