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„Unser Dorf hat Zukunft“: Siegerehrung des 37. Regionalentscheids in Ebersburg-WeyhersPreisgelder für Vogelsberg-Dörfer

VOGELSBERGKREIS (ol). Sechs Tage lang ging es für die Bewertungskommission im Frühsommer durch den Vogelsberg und den Landkreis Fulda. 13 Dörfer bereiste die Kommission in der Bewertungsregion Vogelsberg/Fulda des 37. Regionalentscheids „Unser Dorf hat Zukunft“, einem Wettbewerb des Landes Hessen, um gemeinschaftliches Engagement zu belohnen. Nun fand die offizielle Siegerehrung statt.

Sechs Tage lang ging es für die Bewertungskommission im Frühsommer durch den Vogelsberg und den Landkreis Fulda. 13 Dörfer bereiste die Kommission in der Bewertungsregion Vogelsberg/Fulda des 37. Regionalentscheids „Unser Dorf hat Zukunft“, einem Wettbewerb des Landes Hessen, um gemeinschaftliches Engagement zu belohnen. Dabei wurden der Bereisungskommission in den Dörfern Projekte, interessante Initiativen für das Dorfleben und die Gemeinschaft vorgestellt sowie Punkte für die Bewertung vergeben.

Fünf Dörfer aus dem Vogelsbergkreis, wie dieser in seiner Pressemeldung mitteilt, waren dabei, und von Eifa über Nieder-Ofleiden, Pfordt, Üllershausen und Sichenhausen wurde das herausragende Engagement der Dorfgemeinschaften herausgestellt. Die offizielle Verleihung fand nun im Gesamtsieger-Dorf statt: in Ebersburg-Weyhers, das den mit 5.000 Euro dotierten ersten Platz belegte. Die weiteren vier Hauptpreise gingen mit 4.000 Euro an Pfordt, mit 3.000 Euro an Üllershausen, mit 2.000 Euro an Rasdorf und mit 1.000 Euro an Fulda-Malkes.

Mit zwei Platzierungen auf dem Treppchen hat das Schlitzerland beim 37. Regionalentscheid ausgesprochen gut abgeschnitten. Pfordt landete auf dem zweiten, Üllershausen auf dem dritten Rang.

Das von zahlreichen historischen Fachwerkbauten geprägte Ortsbild von Pfordt, idyllisch im Tal der Fulda gelegen, hat mit seiner engagierten Dorfgemeinsacht, gepflegtem Brauchtum und Tradition sowie einer vielseitigen Kinder- und Jugendarbeit überzeugt. Ebenso wie in Pfordt, ist auch in Üllershausen das besondere „Wir-Gefühl“ der Schlitzerländer Ortsteile positiv von der Jury aufgenommen worden.

Auch für das kleinere der beiden Dörfer gab es im Rahmen der Preisverleihung viel Lob und Anerkennung. Denn neben der engen Kooperation mit den Nachbardörfern stehen in Üllershausen Projekte wie etwa der Neubau des Feuerwehrstützpunktes und die Schaffung eines neuen Treffpunktes mit Spielplatz, Grillhütte und barrierefreiem Mehrzweckraum für die Zukunft auf dem Programm.

Weitere teilnehmende Vogelsberg-Dörfer

Auch für die weiteren teilnehmenden Vogelsberg-Dörfer Sichenhausen, Eifa und Nieder-Ofleiden gab es bei der Preisverleihung viel Anerkennung und Würdigung. Sichenhausen erhielt den Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro für das große ehrenamtliche Engagement im Ort. Denn neben dem Förderverein, dessen Ziel es ist, die Umnutzung des Gefrierhauses im Ort voranzutreiben, hat die Dorfgemeinschaft – verbunden mit viel Eigenleistung – einen Dorfplatz als neues Zentrum geschaffen.

In Eifa prägen mehr als zehn Vereine die Dorfgemeinschaft. Auch daran beteiligt ist ein Förderverein, der die Dorfgemeinschaft weiter unterstützen wird, und Projekte in Eifa auf den Weg bringen möchte. Neben dem Entenhaus und dem im zweiwöchigen Rhythmus betriebenen Backhaus, gibt es unter anderem ein Kelterhaus. Diese und viele weitere Initiativen fanden bei der Bewertungskommission ihre Anerkennung.

Das dritte Dorf aus dem Vogelsbergkreis, dessen Dorfgemeinschaft für besonderes Engagement ausgezeichnet wurde: Nieder-Ofleiden. Durch eine Bürgerinitiative wurde dort ein Spielplatz umgestaltet, ehrenamtlich neu angelegt und die Grillhütte nach einem Brand in Eigenleistung wiederaufgebaut. Auch ein Mehrgenerationenplatz mit Pavillon vor dem DGH, ein neuer Treffpunkt für Jung und Alt, ist ein weiteres Vorhaben der aktiven Bürgerschaft, die die 800-Jahrfeier in 2024 vorbereitet.

Der 37. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ macht das Engagement der Menschen in den Dörfern sichtbar und stellt herausragende Ideen und Projekte zur Entwicklung der Dörfer vor. Gemeinsames Handeln der Menschen vor Ort, im Zusammenwirken mit den für die Gesamtentwicklung verantwortlichen Kommunen, soll so Entwicklungsprozesse in den Dörfern stärken. Positive Beispiele sollen im Rahmen des Wettbewerbs herausgestellt werden, und so zur Nachahmung anregen, schreibt der Vogelsbergkreis in seiner Pressemitteilung abschließend.

6 Gedanken zu “Preisgelder für Vogelsberg-Dörfer

  1. Ich sehe nur die Wirklichkeit in den Dörfern,schauen sie sich die Vereine an oder gehen sie in die Kirche Sonntags.

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    1. Und in den Großstädten sind die Kirchen voll und das Vereinsleben brummt? 😎😂

      Werner, Werner. Die Zeiten haben sich ein wenig geändert 😉

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  2. Die Dörfer haben keine oder eine schlechte Zukunft,nur so läst sich diese Aktion erklären.Wir Wissen doch alle wie es in den Dörfern aussieht.

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    1. Ich weiß, wie es in Alsfeld aussieht.

      Von Frankfurt mal ganz zu Schweigen.

      Glaube mit Glasfaser ist die Zukunft von schönen, großen freistehenden EFH mit Grundstück und 1.000 qm Garten für die meisten Menschen und vor allem Familien sehr verheißungsvoll auf dem Dorf 😉

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      1. Der Traum vom schönen frei stehende EFH mit 1000m² Garten auf dem Lande sollte mittlerweile auch ausgeträumt sein. Leider wird dieser unsinnige Flächenverbrauch mit Riesenfußabdruck von den Bürgermeistern diverser Städte und Gemeinden im Vogelsberg immer noch angeheizt, um Zuzug zu bewirken. Wo die Vernunft nicht ausreicht, stoppen die Bau- und Heizkosten sowie ansteigende Zinsen den Wahnsinn. Auch die Industrialisierung des einst idyllischen Vogelsbergs durch Windparks bremst den Zug „zurück aufs Land“ mittlerweile. Selbst im dünn besiedelten Vogelsberg kann sich kaum noch ein Normalverdiener den Eigenheimbau leisten. Wer viel Platz braucht, kann sich aber immer noch sinnvoll bei der Renovierung historischer Fachwerkhäuser einbringen (siehe z.B. im nordhessischen Wanfried; https://www.deutschlandfunk.de/neue-wanfrieder-buerger-keine-angst-vorm-fachwerk-100.html). Ansonsten sind Nachverdichtung, Verkleinerung (Minihäuser) und neue Wohnformen (z.B. Senioren-WGs, Green-Care) auch auf dem Lande inzwischen wichtige Zukunftstrends.

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    2. Ach Werner, wieder so ein jämmerlicher und nicht konstruktiver Kommentar.

      Komm doch einfach mal öfters raus vor die Tür und schau wie schön das Dorfleben sein kann. Auch Elbenrod hat seine schönen Seiten. Stattdessen sitzt du mit deinem Groll den ganzen Tag auf dem Sofa und haust einen Zweizeiler nach dem anderen raus.

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