
Was die islamische Gemeinde in Alsfeld im Ramadan-Monat machtZwischen Fastenbrechen, Spendenaktionen, Ramadan und Jubiläums-Planungen
ALSFELD (ol). Für Muslime auf der ganzen Welt ist gerade Ramadan-Monat – auch für die islamische Gemeinde in Alsfeld. Zwischen gemeinsamen Abenden zum Fastenbrechen, einer Spendenaktion für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine und Gebeten, stehen bereits die ersten Planungen für das Jubiläumsjahr auf dem Plan.
Was macht die Islamische Gemeinde in Alsfeld im Ramadan-Monat? In einer Pressemitteilung gibt der Vorsitzende Adem Maden einen Einblick und verrät, wie die Vorbereitungen zum 800-jährigen Jubiläum der Stadt Alsfeld laufen. Die islamische Gemeinde Alsfeld sei eine kleine aber sehr aktive Moschee in der Europäischen Modellstadt und eine Anlaufstelle für alle gläubigen Muslime die nach Alsfeld ziehen. Die Moschee würden hauptsächlich Suniten besuchen, aber auch Schiiten und Aleviten.
Neben Menschen die nach Alsfeld umziehen, um hier zu arbeiten, kommen auch Flüchtlinge aus den verschiedensten Ländern wie Syrier, irakische Kurden, Afghanen oder Menschen aus Afrika in die Moschee in der Steinborngasse. Derzeit würden sich aber auch ukrainische Flüchtlinge muslimischen Glaubens bei der islamischen Gemeinde melden. Die Gemeinde unterstütze die Geflüchteten nicht nur im Rahmen der Spendenaktion für die ukrainischen Flüchtlinge in der Hessenhalle, sondern organisiert auch die Bewirtung mit religionskonformen Essen und habe einen Geflüchteten mit türkischen Wurzeln ermöglicht, in die Türkei zu reisen. Die Gemeinde übernahm hierfür die Kosten für den Flugtransfer und Spesen.
Da die Corona-Regeln inzwischen gelockert seien, feiern einige Familien jeden Tag das Fastenbrechen in der Moschee und der Gelehrte und der Vorsitzende laden jeden Abend einige Kinder zum Essen ein, um ihnen den Monat Ramadan zu erläutern. So findet zum Beispiel am 28. April wieder das Kinderfasten-Essen für 50 Kinder statt, die gemeinsam essen und die Moschee schmücken. Während des Ramadans werde außerdem jeden Tag eine Stunde lang aus dem Koran zitiert und der Gelehrte gebe Erläuterungen zu den gelesenen Texten – hier seien Jung und Alt gern gesehene Gäste der Moschee.
Zusätzlich finde jeden Abend das 40 Minuten andauernde Ritualgebet statt. Das Besondere in Alsfeld ist, dass wirklich jede Nationalität aktiv am Geschehen beteiligt ist: Es gebe Verantwortliche für Persisch-Sprechende, für Arabisch-Sprechende und einen Verantwortlichen für Balkanländer und einen Verantwortlichen für Afrikanische Mitmenschen
Zu guter Letzt bereite sich die Moschee auf das 800-jährige Jubiläum der Stadt Alsfeld vor: Die islamische Gemeinde möchte am 3. Oktober am Tag der offenen Moschee alle ausgewanderten Alsfelder nach Alsfeld einladen und diesen Tag gemeinsam mit den Besuchern der Moschee mit Musik und Trachten der Gläubigen verschiedener Nationalitäten und mit Süßigkeiten versüßen.
Hierzu soll der Generalkonsul der Türkei und verschiedene Persönlichkeiten und natürlich alle Alsfelder eingeladen werden. „Wir hoffen auf ein schönes Gelingen und einen versöhnlichen, friedlichen Monat Ramadan für alle Menschen der Erde und auf ein schnelles Kriegsende in die Ukraine. In diesem Sinne wünscht die islamische Gemeinde Alsfeld alles erdenklich Gute für unsere Mitmenschen in Vogelsberg und der Welt“, heißt es in der Pressemitteilung. .
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