
Online-Veranstaltung am 15. März„Verhütung geht jeden etwas an“
VOGELSBERG (ol). Seit einigen Jahren gibt es einen Verhütungsmittelfond. Dieser unterstützt einkommensschwächere Bürger des Landkreises bei der Finanzierung von Verhütungsmitteln. Der Kreis der Leistungsempfänger wurde nun vergrößert, wie pro familia mitteilt. Diese beraten individuell über verschiedene Verhütungsmethoden und bieten am 15. März eine Online Veranstaltung zum Thema „Verhütung geht jeden etwas an“ an.
„Das Thema Verhütung geht jeden etwas an. Es betrifft Frauen und Männer in einem Großteil ihres Lebens. Interessant wird das Thema zumeist ab der Pubertät und begleitet insbesondere Frauen bis zum Ende der Wechseljahre. Mit Verhütung beschäftigen sich all diejenigen, die eine ungewollte Schwangerschaft verhindern wollen und/oder sich vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen möchten“, heißt es in der Pressemitteilung von pro familia.
Verhütung gehe also jeden etwas an. Die Wahl des passenden Verhütungsmittels sollte ganz unabhängig von der Einkommenssituation möglich sein. Leider sieht die Realität anders aus, heißt es weiter. So sei es besonders für Personen mit niedrigem Einkommen schwierig, sich bestimmte Verhütungsmittel zu leisten. Der Vogelsbergkreis hat daher schon vor einigen Jahren den Verhütungsmittelfonds ins Leben gerufen. Dieser soll einkommensschwächere Bürgern des Landkreises bei der Finanzierung von Verhütungsmitteln unterstützen.
Bisher hatten Anspruch auf einen Kostenzuschuss zu Verhütungsmitteln alle Empfänger von Leistungen der Grundsicherung, Hilfe zum Lebensunterhalt und Leistungsempfänger nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Die Verhütungsmittel müssen ärztlich verordnet sein. Außerdem könne auch eine Sterilisation bei einer Frau oder eine Vasektomie bei einem Mann bezuschusst werden. Der Vogelsbergkreis hat laut pro familia mit Beginn des neuen Jahres den Kreis der anspruchsberechtigten Personen erweitert. So können auch Leistungsempfänger von Wohngeld oder Kinderzuschlag zukünftig einen Kostenzuschuss zu Verhütungsmitteln beantragen.
Die Antragsstellung ist über die Beratungsstelle der pro familia Alsfeld möglich. Hierzu wird eine Kopie des aktuellen Bescheides der KVA oder eines weiteren Kostenträgers, sowie ein Rezept oder Kostenvoranschlag des Arztes benötigt. Wichtig hierbei sei, dass die Beantragung der Kostenübernahme vor Einlösung des Rezeptes oder dem Eingriff bei dem Arzt erfolgt.
Wer sich gerne weiter zum Thema Verhütung informieren möchte, kann sich zur Online-Infoveranstaltung im Rahmen der Frauenwoche anmelden. Hierzu findet am Dienstag, den 15. März, in der Zeit von 18 bis 19.30 Uhr eine Veranstaltung zum Thema „Verhütung geht jeden etwas an“ statt. Hier soll es interessante Infos über verschiedene Verhütungsmethoden geben.
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