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Über Jahrzehnte gute gewissenhafte Arbeit geleistetSo eine engagierte Tierärztin findet man ganz, ganz selten

VOGELSBERG (ol). Nach fast 34 Jahren gibt Dr. Elsbeth Hof ihre berufliche Nebentätigkeit beim Vogelsberger Veterinäramt in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung auf, ihre Tierarztpraxis wird sie noch ein paar Monate weiterführen.

„Ich bin in der Landwirtschaft aufgewachsen, da lernt man die Arbeit zu machen, wenn sie anfällt. Da muss man sich schon mal schneller drehen.“ Dieser eine Satz sagt viel aus über Dr. Elsbeth Hof. Die Frau redet nicht lange drumherum, die packt einfach an – Als Landwirtstochter, als Tierärztin mit eigener Praxis in Schotten und als Mitarbeiterin des Vogelsberger Veterinäramts in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung. So aus der Pressemitteilung des Kreises.

Voll des Lobes sind Landrat Manfred Görig, Dr. Maria Dolderer-Litmeyer und Bernd Sterz vom Veterinäramt bei der Verabschiedung der langjährigen Kollegin. Landrat Görig spricht die „praktische, gewissenhafte und fleißige Arbeit“ an und stellt den „verantwortungs- und pflichtbewussten Einsatz als amtliche Tierärztin“ heraus.

Dr. Hof betreute einen großen Bezirk mit Schotten und seinen Stadtteilen, mit Ortsteilen der Gemeinde Freiensteinau und der Gemeinde Grebenhain. Dort führte sie Schlachttier- und Fleischuntersuchungen bei Schweinen, Rindern, Schafen und Ziegen im gewerblichen Bereich und bei Hausschlachtungen durch.

Sie entnahm Trichinenproben bei Wildschweinen, BSE-Proben bei Rindern und sie testete Schafe auf Blauzungenkrankheit. Zudem übernahm sie noch die Vertretung von Kollegen in anderen Bezirken. Um eine effiziente Fleischuntersuchung im Vogelsbergkreis zu ermöglichen, kümmerte sie sich sogar um den Transport der Proben, lobt Landrat Manfred Görig. „Über einen langen Zeitraum haben Sie gleichbleibend gute und gewissenhafte Arbeit geleistet.“

Immer zur Stelle

Das bestätigen auch Amtsleiterin Dr. Maria Dolderer-Litmeyer und der Verwaltungsleiter des Amtes, Bernd Sterz. „Sie haben das Amt immer unterstützt, wenn eine Vertretung nötig war, haben Sie immer zugesagt“, lobt Sterz. Gerade bei der Blauzungenkrankheit hätten einige Kollegen keine Proben nehmen wollen. „Sie nicht. Sie haben gesagt: Dann machen wir es eben!“, ruft Amtsleiterin Dolderer-Litmeyer in Erinnerung. „Sie haben immer mitgeholfen, immer im Sinne des Amtes. Sie haben ihr eigenes Leben für die Menschen und die Tiere zurückgestellt. So etwas findet man ganz, ganz selten.“

Für Dr. Elsbeth Hof eigentlich eine Selbstverständlichkeit: „Ich habe studiert. Studieren kostet Geld, das die Allgemeinheut zahlt – man muss das doch zurückgeben!“, lautet ihre bemerkenswerte Erklärung.

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