
Projekt "Starkes Dorf" - Ein ÜberblickLand fördert mit mehr als 22.000 Euro Vogelsberger Projekte
VOGELSBERGKREIS (ol). Mit dem Förderprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ unterstützt die Landesregierung Projekte von Vereinen, Verbänden, gemeinnützigen Organisationen oder privaten Initiativen, die den Zusammenhalt und die Lebensqualität in Dörfern verbessern. Davon profitieren nun auch fünf Projekte aus dem Vogelsbergkreis. Der Chef der Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat Förderungen in Höhe von insgesamt mehr als 22.000 Euro auf den Weg gebracht.
„Starke Dörfer stehen für aktive Dorfgemeinschaften und wir unterstützen sie als Hessische Landesregierung. Der soziale Zusammenhalt und das Engagement sind in unseren ländlichen Regionen ein hohes Gut und Garant einer lebendigen Zukunft. Auch kleine Investitionen können dabei große Unterschiede für das Leben vor Ort schaffen, etwa wenn der generationenübergreifende Treffpunkt wieder zurück in die Ortsmitte kommt oder der Kinderspielplatz neu belebt wird“, betonte Staatsminister Wintermeyer in der Pressemitteilung der hessischen Staatskanzlei.
Interessengemeinschaft mobiles Backhaus Queck
Die Interessengemeinschaft mobiles Backhaus Queck will im Schlitzer Stadtteil ein mobiles Backhaus bauen. Der Backofen soll von allen Bürgerinnen und Bürgern benutzt werden können und auch bei Holzbackofenfesten zum Einsatz kommen. Die Interessengemeinschaft will einen Backofenbausatz anschaffen und in ehrenamtlicher Arbeit zusammenbauen. Außerdem soll ein mobiles Unterteil und ein Dach konstruiert werden. Das Land fördert das Vorhaben mit 4.998 Euro.
Schützenverein Merlau
Das Schützenhaus in Merlau wird nicht nur von den Mitgliedern genutzt. Dort finden zum Beispiel Geburtstagsfeiern, Firmenevents oder Faschingsveranstaltungen statt. Um sein Schützenhaus noch attraktiver zu machen, will der Schützenverein Merlau eine Küche installieren. Die Renovierung des Raumes, die Elektroarbeiten und die Montage von Schränken und Geräten übernehmen die Mitglieder in Eigenregie. Die Landesregierung unterstützt das Projekt mit 4.554 Euro.
Freiwillige Feuerwehr Romrod
Die Freiwillige Feuerwehr Romrod sorgt für einen mobilen Mehrgenerationentreff, der über die nötige Infrastruktur für Treffen von rund 50 Personen verfügt. Dazu soll ein KfZ-Anhänger mit einem Aufbau versehen werden, um den Transport von Bänken und Tischen sowie weiterer Gegenstände zu ermöglichen. Um den Bau des mobilen Ortstreffs kümmern sich die rund 30 ehrenamtlichen Aktiven des Feuerwehrvereins. Die Landesregierung fördert die Initiative mit 4.986 Euro.
Freiwillige Feuerwehr Grebenhain/Metzlos-Gehaag
Die Freiwillige Feuerwehr im Grebenhainer Ortsteil Metzlos-Gehaag möchte Sitzbänke an markanten Stellen im Dorf aufstellen, damit Spaziergängerinnen und Spaziergänger eine Pause machen können. Sie sollen aus Recyclingkunststoff sein und im Winter über im Freien stehen bleiben. Bereits vorhandene Bänke aus Holz sollen aufgearbeitet werden. Die Mitglieder der Feuerwehr übernehmen ehrenamtlich die Montage der Bänke und stellen sie im Frühjahr auf. Dieses Projekt unterstützt das Land mit 2.812 Euro.
Männergesangverein Alsfeld-Eudorf
Der Männergesangverein Eudorf möchte auf dem Spielplatz im Ort eine 20 Meter lange Seilbahn für Kinder aufstellen. Das Gelände liegt hinter dem Dorfgemeinschaftshaus, das der Mittelpunkt des kulturellen Lebens im Dorf ist. Während Eltern sich dort treffen, können Kinder ausgelassen spielen. Der Verein hat bereits zuvor Spielgeräte angeschafft und kümmert sich um den Aufbau und die Wartung. Die Landesregierung übernimmt die Kosten von Seilbahn, Fundament und Schutzmatten in Höhe von 4.999 Euro.
Ein Mosaikstein für attraktive Lebensmittelpunkte
„Die Hessinnen und Hessen leben gerne auf dem Land. Jeder Zweite ist hier zu Hause. Deshalb sorgen wir dafür, dass unsere Dörfer attraktive Lebensmittelpunkte für junge Menschen, Familien und Seniorinnen und Senioren bleiben. Unser erfolgreiches Starkes-Dorf-Programm ist ein Mosaikstein, der dazu beiträgt. Ich freue mich, die Projekte mit Respekt, Anerkennung und einer Finanzspritze zu unterstützen“, sagte der Chef der Staatskanzlei.
Er bedauerte, dass eine persönliche Übergabe der Förderung aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich sei. „Wir hätten den Freiwilligen vor Ort gerne persönlich gedankt. Eine gute Dorfgemeinschaft lebt vom Miteinander, von gemeinsamen Aktivitäten der jungen und älteren Generation sowie sehr stark vom ehrenamtlichen Engagement. Ich weiß, mit welcher Freude und Leidenschaft die Menschen in ihren Dörfern anpacken, Herausforderungen angehen und Zukunft gestalten. Die Aktiven machen damit ihren Ort und letztlich unser Land Hessen lebenswert. Ich wünsche den Projekten im Landkreis Vogelsberg viel Erfolg bei der Umsetzung.“
Hintergrund:
Mit dem Förderprogramm „Starkes Dorf – Wir machen mit!“ unterstützt die Hessische Landesregierung Projekte, die beispielgebend den gesellschaftlichen Zusammenhalt eines Dorfes stärken, das Miteinander der Generationen fördern sowie die Lebens- und Aufenthaltsqualität dörflicher Zentren verbessern. Das kann die Aufwertung eines Dorfplatzes, die Einrichtung eines Bolzplatzes oder auch die Renovierung eines Backhauses sein. Wichtig ist, dass alle mit anpacken und alle die neue Einrichtung später auch nutzen können. Anträge können von Vereinen, Verbänden und sonstigen Initiativen gestellt werden. Nicht antragsberechtigt sind Ortsbeiräte und Einzelpersonen.
Die Projekte werden mit Beträgen zwischen 1.000 und 5.000 Euro gefördert. Insgesamt stehen pro Jahr 500.000 Euro bereit. Mehr zur hessischen Offensive für ländliche Räume und dem Aktionsplan „Starkes Land – Gutes Leben“ steht hier.
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Warum braucht man dafür ein Förderprogramm ?
Gebt den Kommunen ausreichend Finanzausstattung dann läuft das auch und ihr
könnt die Beamten, die die Fördermittel bearbeiten mit anderen Aufgaben beschäftigen.