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Zum Ende der Amtszeit der KanzlerinJunge Union Vogelsberg erinnert an Merkels Wirken

VOGELSBERG/BERLIN (ol). Zum Ende der Amtszeit von Angela Merkel als Bundeskanzlerin erinnert die Junge Union Vogelsberg an deren Wirken und an verschiedene Zusammenkünfte mit der scheidenden Regierungschefin.

In der Pressemitteilung der Jungen Union Vogelsberg heißt es, Merkel war als Vorsitzende der CDU Deutschlands (2000 bis 2018) und Bundeskanzlerin (2005-2021) verschiedentlich in der Region, etwa bei „Regionalkonferenzen“ der Christdemokraten in der Alsfelder Hessenhalle oder bei Wahlkampfauftritten in der Fuldaer Innenstadt. Merkel habe das Land erfolgreich durch viele Krisen gelenkt und als erste weibliche Bundeskanzlerin Deutschland in aller Welt immer wieder bestens repräsentiert.

Zu einem kurzen, aber angenehmen und denkwürdigen Zusammentreffen kam es mit Mitgliedern der Jungen Union Vogelsberg im Juni 2010 in Berlin, erinnert sich Jennifer Gießler, die heutige Kreisvorsitzende des Unionsnachwuchses. Mit dabei waren auch Michael Ruhl und Felix Wohlfahrt, die ebenso wie Gießler aktuell dem Kreistag des Vogelsbergkreises angehören. Michael Ruhl aus Herbstein, damals Kreisvorsitzender der JU Vogelsberg, gehört seit Januar 2019 als Abgeordneter dem Hessischen Landtag an.

Der Kreisvorsitzende der JU-Hersfeld-Rotenburg, Christian Eckhardt, hatte anlässlich einer Berlin-Reise im Jahre 2010 lange im Voraus einen Fototermin mit der Kanzlerin im Konrad-Adenauer-Haus, der Parteizentrale, vereinbart. Da einige JU-ler aus Rhön und Vogelsberg gerade zu Besuch beim Bundestagsabgeordneten Michael Brand in der Bundeshauptstadt waren, schloss man sich der Hersfelder Gruppe an und erlebte ein spannendes Zusammentreffen zum Fototermin mit Merkel, heißt es weiter.

Dies bedurfte aber einiger Vorbereitung: Die rund 30-köpfige Gruppe musste mehrere Stellproben für das „Gruppenfoto mit Kanzlerin“ über sich ergehen lassen. Denn, es wurde angesichts Merkels strammem Terminkalenders nichts dem Zufall überlassen. Der Gruppe und dem Fotografen sei unmissverständlich klargemacht worden, dass es zügig gehen solle und die Kanzlerin nach dem Foto gleich weitergehen werde. Die mahnenden Worte des Referenten „Die Kanzlerin ist da sehr souverän“ klingen heute bei Jennifer Giessler noch im Ohr.

Als dann Angela Merkel zu der Gruppe geführt wurde, kurz grüßte und lächelte, stellte sie sich vor die Gruppe und neben die damals 16-jährige Schülerin Jennifer Gießler. Kaum waren die Gruppenfotos gemacht, bewegte sich Merkel schon weg, als Christian Eckhardt und Felix Wohlfahrt ihr ein Gastgeschenk überreichten wollten. Angela Merkel sprach dann doch noch ganz gelöst einige Minuten mit den JU-Vertretern und man berichtete ihr, dass jeweils ein Teil der Gruppe aus der Festspielstadt Bad Hersfeld, der Domstadt Fulda und Alsfeld mit der Hessenhalle sei.

Die sichtlich erfreute Merkel nahm das Geschenk unter den Augen des heutigen CDU-Landtagsabgeordneten Michael Ruhl entgegen und bedankte sich sehr herzlich. Eine Begegnung mit der Frau, die letztlich 16 Jahre Deutschland regierte, beeindruckte nicht nur den damaligen JU-Kreisvorsitzenden Michael Ruhl und seinen Nachfolger im Amt, Felix Wohlfahrt, heute CDU-Fraktionschef in der Kreisstadt Lauterbach, sondern auch Jennifer Gießler. Sie ist die aktuelle Kreisvorsitzende der CDU-Jugendorganisation und nimmt wichtige Aufgaben in der Lauterbacher und Vogelsberger CDU war.

6 Gedanken zu “Junge Union Vogelsberg erinnert an Merkels Wirken

  1. Nun übertreibt es mal nicht mit Angi,ist doch nicht die
    Mutti Theresa,na ja,bei einigen schon.

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    1. Es hat wohl noch nie jemandem im Kanzleramt gegeben, der um die eigene Person so wenig Aufhebens gemacht hat und der sich die Hände so wenig schmutzig gemacht hat. Von daher ist die Feststellung, „Merkel habe das Land erfolgreich durch viele Krisen gelenkt und als erste weibliche Bundeskanzlerin Deutschland in aller Welt immer wieder bestens repräsentiert“, auf keinen Fall übertrieben. Aber dennoch darf darüber streitig debattiert werden, wo Merkel aus Naivität, Gutgläubigkeit oder mangelnder Weltläufigkeit in Fallen getappt und vorgeführt worden ist. Sie als Wirecard-Lobbyistin in China zu missbrauchen, war eine Riesen-Sauerei. Hätte sie aber wissen können bei dem Namen Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Buhl-Freiherr von und zu Guttenberg. Und angesichts einer dreckigen Welt voller schräger Verbündeter durchzukommen, ohne sich mitschuldig zu machen, erfordert wohl dann doch mehr Ehrlichkeit, als die Kanzlerin sie sich leisten wollte/konnte/mochte (siehe https://www.youtube.com/watch?v=_EaEVIh9t5I).

  2. …haben die Erinnerungsoptimisten von der Jungen Union den Farbfilm nicht vergessen, um die „verschiedene[n] Zusammenkünfte mit der scheidenden Regierungschefin“ auch angemessen zu dokumentieren. Äh, also eigentlich kam es nur „zu einem kurzen, aber angenehmen und denkwürdigen Zusammentreffen […] mit Mitgliedern der Jungen Union Vogelsberg im Juni 2010 in Berlin“. Da waren der und die und auch noch die dabei. Und irgendwie ist aus allen was geworden. Weil sie dabei waren. Denn das ist die Grundregel für alle, die was werden wollen: Wanz dich ran an die wichtigen Leute. Und dann sei zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
    Und später wird dann die Biografie geschönt (Baerbock-Syndrom). Da werden dann auch verschiedentliche Aufenthalte der Kanzlerin in der Region, „etwa bei ‚Regionalkonferenzen‘ der Christdemokraten in der Alsfelder Hessenhalle oder bei Wahlkampfauftritten in der Fuldaer Innenstadt“ unter „verschiedene Zusammenkünfte“ verbucht, so als hätte man mit der Kanzlerin Kartoffelsuppe aus demselben Topf gelöffelt. Nee, nee Freunde von der JU, da muss man schon bei der Wahrheit bleiben. Sonst endet die Karriere wie bei Merkels einstiger Kultusministerin Annette Schavan (Doktortitel wegen zahlreicher Plagiate entzogen!) im Vatikan.

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  3. Blick hinter die Kulissen: Zackige Stellproben mit Jung-Unionisten, die Kanzlerin rauscht im Terminstress vorbei (oder ist’s der Mantel der Gechichte?) und verhofft nur kurz für das Gruppenfoto mit der hessischen Parteijugend. Und „souverän“ geht’s weiter. Nein, wäre beinahe weiter gegangen. Aber da war ja noch das Geschenk. Kleine Geschenke verlängern die Audienz. Man wechselt Worte. Weltgeschichte wird geschrieben, aber keiner schreibt mit. Doch es bleiben die Erinnerungen. Und gerade kommen sie wieder hoch. Kaspar, Melchior und Baltasar. Und alle anderen waren da: „jeweils ein Teil der Gruppe aus der Festspielstadt Bad Hersfeld, der Domstadt Fulda und Alsfeld mit der Hessenhalle“. Nein sowas. Und wer’s erlebt hat, zehrt heute noch von der historischen Begegnung. Und nimmt Jahre später dann bedeutende Positionen in der Parteihierarchie war. Oder wahr? Jedenfalls war’s so. Deshalb sind solche Begegnungen ja so furchtbar. Äh, fruchtbar!

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  4. Da hat sich ganz offensichtlich ein Tippfehler bei der JU eingeschlichen: Korrekt muss es natürlich lauten „Junge Union erinnert an Merkels WÜRGEN“.

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