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VR Bank Hessenland stellt "MyPiggy", das digitale Sparschwein, vor„Es ist viel mehr als nur eine Digitalisierung von einem Porzellanschwein“

ALSFELD (akr). Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein ganz normales Sparschwein. Doch hinter dem kleinen orange-blauen Tierchen, das die VR Bank Hessenland in den vergangenen fünf Jahren entwickelt hat, steckt viel mehr. „MyPiggy“ soll Eltern nicht nur bei der finanziellen Erziehung ihrer Kinder helfen, sondern den Kindern auch einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld und das Sparen für die eigenen Wünsche beibringen. Was das smarte Sparschwein kann.

Die VR Bank Hessenland hat ein Sparschwein auf den Markt gebracht, dass es nirgendwo sonst auf der Welt geben soll. Kein Wunder also, dass Vorstandsvorsitzender Helmut Euler voller Stolz und Freude war, als er gemeinsam mit der Referentin für junge Kunden und Familien, Tamara Kaiser, Gerhard Ursprung, Sprecher der Geschäftsführung der VR Family Finance GmbH und Steffen Fink, Marktbereichsleiter, das kleine, smarte Sparschwein der Presse vorstellte.

Euler betonte, dass hinter dem Projekt „MyPiggy“, dessen Idee vor fast fünf Jahren im Schloss Montabaur geboren wurde, eine anspruchsvolle Reise liege. Damals habe man sich Gedanken gemacht, wie man mit dem traditionellen Sparen umgehen werde, ob es in der analogen Welt bleiben werde oder ob nicht auch hier ein Wandel in die digitale Welt stattfinden könne, wie man es heute und in Zukunft schaffen könne, Kinder früh an das Thema Finanzen heranzuführen. Das waren so die ersten Überlegungen für das digitale Sparschwein, gefolgt von einem ersten Prototypen, ganz einfach aus Pappmaschee.

Helmut Euler, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Hessenland.

„Die Faszination der Idee, so ein Konzept auch auf den Weg zu bringen, hat uns dann weiter gepackt“, erklärte Euler. So wurde schließlich eine Projektgruppe gegründet, die VR Family Finance GmbH, bestehend aus zehn Genossenschaftsbanken, die die „MyPiggy“-App sowie das Sparschwein entwickelt.

Fünf Jahre, elf Prototypen

Knapp fünf arbeitsintensive Jahre und elf Prototypen später ist es nun endlich auf dem Markt. Insgesamt 18 Dienstleister waren an der Entwicklung beteiligt und gerade in Sachen Datenschutz und technisches Konzept seien die Anforderungen sehr hoch gewesen. „Wir sind aus mehreren Gründen riesig stolz. Wir haben es aus einer einfachen ländlichen Gegend geschafft, mit blühenden Köpfen und viel Ehrgeiz, eine Innovation auf den Weg zu bringen, die es bisher auf der Welt nicht gibt. Es gibt ein Sparschwein, es gibt eine App, aber die Verbindung zueinander herzustellen und dahinter noch das pädagogische Konzept, das findet sich nirgendwo wieder“, betonte der Vorstandsvorsitzende.

MyPiggy – das digitale Sparschwein.

Doch jetzt erstmal zu dem orange-blauen Schweinchen. Das ist nämlich, wie Gerhard Ursprung betonte, “ viel mehr als nur eine Digitalisierung von einem Porzellanschwein“. Gesteuert wird „MyPiggy“ über die MyFamilyFinance App, die sich die Eltern dann beispielsweise auf ihr Smartphone oder Tablet laden. Aktuell ist die App sozusagen noch aus Sicht der Eltern gemacht.

„Wir starten jetzt mit der Eltern-App mit Kleinkindern“, erklärt Euler, sprich für Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, wobei das nicht bedeuten soll, dass nicht auch Jüngere oder Ältere MyPiggy nutzen können. Im nächsten Jahr soll die App dann übrigens auf Bedürfnisse von Jugendlichen angepasst werden. Doch bevor neue Funktionen integriert werden, soll anhand von Studien herausgefunden werden, welche Funktionen Jugendliche nutzen würden.

Kindgerechter und bewusster Umgang mit Geld

Das Sparschwein an sich ist für Kinder konzipiert, es wird durch einfaches Heben und Schütteln kindgerecht gesteuert. Durch Schütteln wird zum Beispiel auf dem MyPiggy-Display der Kontostand angezeigt oder aber die Wünsche, die man gemeinsam mit den Eltern in der App hinterlegt hat, damit die Kinder ihre Sparziele auch immer vor Augen haben. Genau diese Sparwünsche stehen bei der App auch im Vordergrund.

Die Referentin für junge Kunden und Familien, Tamara Kaiser.

Das Kind bekommt aber nicht nur das Bild des Wunsches angezeigt, sondern auch einen sogenannten „Erfüllungsbogen“, anhand dessen der kleine Sparer erkennen kann, wie viel Geld bis zur Erfüllung noch fehlt – und das eben nicht einfach mit gewöhnlichen Zahlen. Je nach Alter des Kindes könne dieses schließlich nicht viel damit anfangen, wenn auf dem Display lediglich steht, dass beispielsweise noch 23 Euro fehlen.

Mit MyPiggy sollen die Kinder spielerisch und mit Spaß in das Thema Sparen hineinwachsen, den bewussten Umgang mit Geld lernen – sowohl mit analogen, als auch digitalem Geld. Gerade in einer Zeit, in der online Einkaufen boomt, immer mehr Menschen die Kartenzahlung der Bargeldzahlung vorziehen, sei es wichtig, dass Kinder den Wert der Dinge und das Sparen in einer „modernen Welt“ erlernen.

Sparen mit echten und virtuellen Münzen

Das Sparen funktioniert mit echten und auch mit virtuellen Münzen. Im Lernmodus steht den Kindern ein digitales Guthaben zur Verfügung, auch ohne tatsächliche Kontoanbindung. Um das smarte Sparschwein samt App nutzen zu können, muss man übrigens kein Konto bei der VR Bank Hessenland haben, es ist auch mit anderen Bankkonten kompatibel, so Euler.

Tamara Kaiser, Helmut Euler, Gerhard Ursprung und Steffen Fink.

Als Wecker, Nachtlicht und USB-Ladestation wird das Sparschwein der VR Bank zufolge zudem alltagstauglich und ein integriertes Spiel soll die Kinder beim Zählen- und Rechnenlernen unterstützen. Für die Eltern stehen in der dazugehörigen App zudem „Family News“ zur Verfügung. Diese drehen sich jedoch nicht nur um Finanzen, sondern auch um Themen zur Erziehung. „Es ist ein kleiner smarter Herzensbrecher und ein Beweis dafür, dass Innovationen von überall her entstehen können“, betonte Ursprung.

Die myFamilyFinance-App steht seit einigen Tagen in den Stores kostenlos zum Download bereit. MyPiggy kann in den Geschäftsstellen oder online unter https://www.vrbank-hessenland.de/junge-kunden/mypiggy.html  zum Preis von 69,90 Euro erworben werden. Bei Abschluss eines Sparvertrages könne man MyPiggy ohne Kosten dazu erwerben. Die VR Bank HessenLand hat seit Oktober die „myPiggy-Spartage“ ins Leben gerufen. Jede Familie kann bis zum Oktober 2022 einen individuellen Termin für das Leeren von Spardosen vereinbaren und dabei auch myPiggy kennenlernen.

Ein Gedanke zu “„Es ist viel mehr als nur eine Digitalisierung von einem Porzellanschwein“

  1. Do felld mer naut mi inn….ach doch ein Lied er EAV aus dem Jahr 1988…zum 10jährigen Jubiläum….wer weiss es? Preisrätsel

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