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Anfrage der KreistagsfraktionFreie Wähler wollen wissen: Wie warnt der Vogelsberg?

VOGELSBERG (ol). Wie wird die Bevölkerung im Vogelsbergkreis bei Katastrophen gewarnt? Welche Möglichkeiten hat der Landkreis? Was macht der Landkreis als Untere Katastrophenschutzbehörde zu Vorsorge? Darum geht es in einer Anfrage der Kreistags-Fraktion der Freien Wähler für die kommende Sitzung.

In der Pressemitteilung der Freien Wähler heißt es, nach dem Ende des Kalten Krieges wurden Zuständigkeiten beendet und Gefahren oder Bedrohungen gerieten in Vergessenheit. Gleiches gelte auch für die Bedeutung der Sirenen. „Mit Fliegerangriffen ist heute wohl nicht mehr zu rechnen. Sirenen haben aber auch heute noch mehr Funktionen als nur die Warnung der Bevölkerung bei Feuer oder die, wenn auch immer mehr an Bedeutung verlierende, Alarmierung der Feuerwehrkräfte, denn hier gibt es mehr und mehr Alternativen.“

Im vergangenen Jahr kam es beim sogenannten Bundeswarntag zu Problemen. Für 2021 wurde er gar abgesagt und auch bei der schrecklichen Hochwasserwelle in Westdeutschland lief laut Pressemitteilung vieles nicht glatt bei der Warnung der Bevölkerung. Die Freien Wähler im Vogelsberger Kreistag wollen nun wissen, wie steht es um die Warnung der Bevölkerung bei uns im Vogelsbergkreis? Welche Möglichkeiten hat der Landkreis, um seine Bewohner zu warnen? Was macht der Landkreis als Untere Katastrophenschutzbehörde zu Vorsorge?

„Was ist, wenn es neue Baugebiete gibt,“ so Günter Zeuner aus Mücke, „muss hier eventuell das bestehende Sirenen-Netz ausgebaut werden – gleiches könnte für Industriegebiete gelten?“ Diese und weitere Fragen richten die Freien Wähler an die Kreisspitze um zu erfahren was getan wird und was vielleicht noch verbessert werden muss. Ziel müsse sein die Bevölkerung im Schadensfall zielgerichtet und frühzeitig warnen zu können. Klar sei– einen 100 prozentigen Schutz werde es nie geben können, dennoch sehen die Freien Wähler in der Sirene einen bedeutenden Baustein für die Warnung der Bevölkerung.

„Mit den gewonnen Erkenntnissen gilt es dann womöglich Anträge für den kommenden Haushalt zu stellen,“ so der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Lars Wicke aus Grebenau, „hier gilt es aber auch sich um Zuschüsse und Förderungen aus Landes-, Bundes- und Europafördertöpfen zu bemühen.“ Ein weiterer Teil der Anfrage der Freien Wähler ist die Frage nach der Notstromversorgung – was ist, wenn der Strom länger ausfällt, wie kann dann die Arbeit in der Kreisverwaltung, beziehungsweise in deren Gebäuden aufrechterhalten werden?

Die Freien Wähler wollen keine Panik machen, nichts liege ihnen ferner, sie wollen aber dieses Thema aufgreifen, um hier im Rahmen der Notfallvorsorge im Bereich der Zuständigkeit des Landkreises möglichst zu wissen das man „gerüstet“ ist.

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