
Umdenken beim Magistrat gefordertALA: „Keine grundlosen Befristungen“
VOGELSBERG/ALSFELD (ol). 30 Prozent aller Neueinstellungen im Vogelsbergkreis seien befristet, stellt gerade die Gewerkschaft Bau fest. Die Stadtverordnetenfraktion der ALA nimmt diesen Hinweis erneut zum Anlass, um auf die „Unsitte“ bei der Stadt hinzuweisen, dass Neueinstellungen regelmäßig und mit dem langen Zeitraum von zwei Jahren befristet würden.
Sachgrundlose Befristungen und Kettenarbeitsverträge „machen Beschäftigte erpressbar und nehmen ihnen in unsicheren Zeiten Sicherheit und Perspektive“, erklärte laut ALA-Pressemitteilung die Gewerkschaft Ver.di. Arbeitsminister Hubertus Heil legt aktuell einen Gesetzentwurf vor, der sachgrundlose Befristungen wieder zur Ausnahme machen soll, heißt es Seitens der ALA weiter.
Laut ALA wären dann Befristungen auf zwei Jahre wären auch in Alsfeld nicht mehr möglich. „Es wäre also höchste Zeit, dass man auch im Alsfelder Magistrat umdenkt und die Praxis dieser unsäglichen Befristungen schnell beendet“, so Michael Riese von der ALA abschließend.
Auch interessant:



Das ganze Hartz IV ist doch darauf angelegt, dass Hochqualifizierte auch niedriger dotierte Arbeitsplätze unterhalb ihres Ausbildungsniveaus annehmen müssen, weil man ihnen sonst die Lohnersatzleistungen (Arbeitslosengeld) streicht.
Und natürlich wird jeder befristet Beschäftigte mit dem Versprechen geködert, dass der Arbeitsvertrag bei „Bewährung“ verlängert bzw. in einen unbefristeten Arbeitsvertrag umgewandelt wird. Also schafft er zehn statt acht Stunden am Tag, um sich unentbehrlich zu machen. Pech nur, wenn sein öffentlicher Auftraggeber ihn auf einer Stelle beschäftigt, die durch ein Förderprogramm finanziert wird, das dann aber nach relativ kurzer Zeit ausläuft. Und schwupps steht der qualifizierte Bewerber wieder auf der Straße und kann sich nach der nächsten befristeten Beschäftigung umsehen. (Be-)friss(te) Vogel oder stirb. Wir wandern, wir wandern, von einem Job zum andern.
P.S. (Zitat):
„Die Studie von Launov und Wälde zeigt, dass der Beitrag der Hartz-IV-Reform zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit in Deutschland insgesamt außergewöhnlich niedrig
war. Tatsächlich führte Hartz IV zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um weniger als 0,1 Prozentpunkte.“
Quelle: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s10273-014-1634-5.pdf
Es ging nur um eine Reduzierung der Sozialleistungen bis weit unterhalb des Armutsniveaus, Deregulierung des Arbeitsmarkts, Lohndrückerei, Umverteilung des Reichtums von unten nach oben etc. Möge ein ewiger Fluch auf den Sozen und ihren Helfershelfern lasten und sie auf ewig im Umfrage-Keller schmachten lassen!
Kein qualifizierter wird sich Bewerben bei einer Befristung der Arbeitsstelle.