
Alsfelder sollen mitreden, für welche Strecken Anträge gestellt werdenUmwelthilfe fordert: Radwege sofort!
ALSFELD (ol). Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat mehr als 6000 Vorschläge für Städte erhalten, in denen sie formale Anträge auf Pop-up-Radwege stellen soll. Nach Prüfung der Vorschläge hat die DUH an 244 Kommunen, unter anderem Alsfeld, formale Anträge gestellt. Und nun sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt.
Darauf weist die private Initiative „Alsfeld – Fremdenverkehr“ in einer Pressemitteilung hin. Ab sofort könnten Interessierte mit Unterstützung der DUH ihren Stadtverwaltungen über Bürgeranträge konkrete Straßen benennen, auf denen Pop-up-Radwege, Fahrradstraßen und Tempo 30 dringend notwendig sind, heißt es weiter.
Notwendige Verkehrswende einleiten
Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Wir fordern die Städte und Gemeinden auf, die notwendige Verkehrswende weg vom Auto und hin zu Fahrrad, Bus und Bahn zu beschleunigen. Wir zeigen mit unserem Rechtsgutachten, dass es sehr wohl möglich ist, binnen weniger Wochen und Monate Autospuren in geschützte Radwege oder Nebenstraßen in Fahrradstraßen umzuwandeln und mit Tempo 30 innerorts die Verkehrssicherheit und Luftqualität zu verbessern.
Wo diese kurzfristige Umwidmung am dringendsten ist, wissen die Menschen vor Ort am besten. Deshalb setzen wir jetzt auf den Sachverstand der Bürgerinnen und Bürger vor Ort. Sie können mit den Vorschlägen für konkrete Straßenabschnitte unmittelbar etwas in ihrer Heimatstadt bewegen. Wir unterstützen die Menschen über ein Online-Tool mit unseren formalen Anträgen und einem Rechtsgutachten. Die Zeit der Ausreden ist vorbei.”
Beispiele zeigen, wie es geht
In Brüssel, Paris, Madrid oder auch Städten wie Budapest und Tirana in Albanien seien während der Corona-Pandemie unkompliziert geschützte Fahrradwege auf Auto-Fahrstreifen entstanden. In London seien seit Beginn der Pandemie 100 Kilometer neue Fahrradwege eingerichtet worden, was zu einer Verdreifachung des Radverkehrs führte. In ganz Deutschland seien es im hingegen vergangenen Jahr lediglich etwa 40 Kilometer gewesen.
Resch: „Seit Jahren verstauben Radverkehrspläne in den Schubladen der Kommunalverwaltungen. Spätestens jetzt, wo der zweite Pandemie-Frühling vor der Tür steht, ist es Zeit zu handeln. Wenn eine Stadt erreichen möchte, dass die Menschen mit Ende des Lockdowns nicht alle ins Auto steigen, müssen sie jetzt die bestehenden Radverkehrspläne innerhalb weniger Wochen umsetzen und die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aus unserer Aktion berücksichtigen. Dazu eignen sich vor allem provisorische Maßnahmen, die bei Bedarf angepasst und anschließend in dauerhafte Formen verstetigt werden können.”
Wie man mitmachen kann
Bisher dauere es bis zu zehn Jahre von ersten Planungen bis zur tatsächlichen Einrichtung neuer Radwege. Seit vergangenem Jahr setzt sich die DUH nun für die Möglichkeit kurzfristig umsetzbarer Pop-up-Radwege ein. Bürgerinnen und Bürger können direkt unter www.duh.de/pop-up-radwege-jetzt Anträge zur Umwidmung konkreter Straßenabschnitte in ihrer Heimatstadt stellen.
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Fahrradfahrer haben auf den Hauptstraßen ein sehr großes Problem überhaupt beachtet zu werden. Gerade in Alsfeld sind sehr viele der Meinung, das man mit 50Km/h fahren kann. Doch das Problem sind die vielen Ampelkreuzungen, die nicht nur von Autofahrern, sondern auch von LKW-Fahrern unterschätzt werden. Das dann auch noch Fahrradfahrer kreuzen überfordert dann jeden der die zu hohe Geschwindigkeit von 50km/h erreicht hat. Sie ist zwar zulässig, aber vor einer Ampelkreuzung zu schnell.
Habe nichts gegen Radwege, doch verlange ich auch vorschriftsmässiges Verhalten der Radler, mit der Auflage, die verkehrsvoeschriften zu beherrschen und das für jeder Erwachsenen, einen Führerschein zu machen und das Räder ein Zulassungsschild erhalten um bei Fehlverhalten eine Nachverfolgen zu ermöglichen.
Ich fahre sehr gerne, oft und alles was möglich ist mit den Rad.
Diese Panik kann ich aber ganz ehrlich nicht nachvollziehen. In Alsfeld bewege ich mich sehr sicher und komme von A nach B. Wenn es ggf. noch möglich wäre, dass Autofahrer auf Fahrradfahrer mehr Rücksicht nehmen (und manchmal auch umgekehrt), hat Alsfeld hier einfach kein Problem.