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SPD Gemünden: Anlieger müssen finanziell entlastet werdenAuch in Zukunft für die Abschaffung der Straßenbeiträge kämpfen

GEMÜNDEN (ol). „Nur noch wenige Kommunen im Vogelsbergkreis muten ihren Bürgern die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen im Falle der Sanierung einer Straße zu“ – Lukas Becker, Ortsvereinsvorsitzender der SPD Gemünden bringt damit kurz vor der Kommunalwahl noch einmal die Tatsachen auf den Tisch. Gemeinsam mit der Fraktionsvorsitzenden in der Gemündener Gemeindevertretung, Veronika Krajewsky-Goralczyk, fordert er daher die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung der Gemündener SPD: Auch für Eva Wolf, SPD-Kandidatin für die Gemeindevertretung, ist die Finanzierungspraxis unsolidarisch und „unbefriedigend, denn weder Stundungen noch Ratenzahlungen sind die Lösung. Bei langfristigen Stundungen muss die Gemeinde vorfinanzieren und die Anlieger tragen trotzdem die Kosten.“

Die SPD fordert das Land Hessen auf, den Kommunen unter die Arme zu greifen und für gleiche Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu sorgen. „Die SPD Hessen hatte bereits mehrere Initiativen in den Landtag eingebracht. Leider wurden diese immer wieder durch die Regierungsmehrheit abgelehnt“, betont Lukas Becker, „daher ist es uns hier vor Ort besonders wichtig, auch in Zukunft für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge zu kämpfen. In letzter Konsequenz werden wir unabhängig von einer ausstehenden Entscheidung in Wiesbaden eine Entscheidung für unsere Gemeinde treffen müssen.“

Bereits 2018 hatte die SPD-Fraktion gemeinsam mit einer weiteren Fraktion sich mit diesem Thema befasst und die Möglichkeiten zur Abschaffung dieser Beiträge prüfen lassen. Weil eine Umsetzung nur unter höherer Steuerbelastung der Bürger möglich wäre, so das Ergebnis, wurde davon laut Pressemitteilung bisher Abstand genommen. Denn Gemünden stehe vor weiteren, dringenden finanziellen Herausforderungen. „Wir werden das Thema im Laufe der nächsten Legislaturperiode wieder aufgreifen und hoffentlich für die Abschaffung der Beiträge sorgen können“, fügt Veronika Krajewsky-Goralczyk hinzu.