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Qualitäts-Siegel „Klinik für Diabetespatienten geeignet“Vogelsberger Kreiskrankenhaus für Diabetes-Engagement ausgezeichnet

ALSFELD (ol). Menschen mit Diabetes müssen zuweilen wegen anderer Beschwerden ins Krankenhaus, beispielsweise für eine Operation am Knie. Aber können sie immer sicher sein, dass sie dort mit ihrer Vorerkrankung optimal versorgt werden? Im Kreiskrankenhaus des Vogelsbergs in Alsfeld können sie sich darauf verlassen: Die Einrichtung wurde jetzt von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) bereits zum zweiten Mal mit dem Qualitäts-Siegel „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ ausgezeichnet.

Diabetes ist die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland: Über sechs Millionen Menschen sind betroffen. Weiter heißt es in der Pressemitteilung, daher haben Ärzte und Pfleger in Kliniken sehr oft mit Patienten zu tun, die zusätzlich zu ihrer aktuellen Erkrankung noch einen Diabetes haben. „Patienten sollten darauf achten, dass das Personal in der Klinik sich auch mit Diabetes sehr gut auskennt“, sagte DDG-Präsidentin Prof. Dr. Monika Kellerer.

Dafür habe die DDG das Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet DDG“ entwickelt, welches nun das Kreiskrankenhaus des Vogelsbergkreises in Alsfeld erhalten hat: „Das Kreiskrankenhaus des Vogelsbergkreises in Alsfeld stellt eine fächerübergreifende Diabetes-Kompetenz sicher, von der die Patienten auf allen Stationen profitieren“, sagte Kellerer.

Um das Siegel zu bekommen, habe das Kreiskrankenhaus in Alsfeld umfangreiche Maßnahmen nachweisen müssen. Für das Krankenhaus sei die wiederholte Auszeichnung mit einer verlässlichen qualitativen Kontinuität verbunden, hinter der langjährig ein Programm und Personen stehen. Oberärztin Maria Sandu, Facharzt Jaka und DDG-Diabetes Beraterin Andrea Merle-Schmidt begleiten den Patienten während des stationären Aufenthaltes und würden mit den Patienten detaillierte Pläne zur Optimierung der Diabetes-Einstellung mit allgemeinen Verhaltens-Richtlinien und diätetische Vorschläge vor dem Hintergrund der Blut- oder Gewebe-Zucker-Aufzeichnung erarbeiten.

Dabei wägen sie die Variationen von Tabletten und Insulin-Spritzen sorgfältig ab und korrigieren die Blutzuckerwerte durch weitere medikamentöse Anpassungen. Schließlich erstellen sie eine Zusammenfassung (Konsil), das den Arztbrief ergänzt. Somit können die weiter behandelnden Ärzte die Befunde und Schluss-Folgerungen nachvollziehen.

Zusätzliche Maßnahmen, von denen die Patienten profitieren

Vor einem Jahr habe eine große Krankenkasse eine Studie zum Vorkommen des Diabetes in Hessen veröffentlicht. Dabei habe sich eine hohe Zahl an Diabetes-Patienten im Kreis herausgestellt. Die Gründe sind vielfältig. Sicher ist, dass durch eine so engagierte Diabetes-Behandlung im Krankenhaus Alsfeld die niedergelassenen Ärzte und die Patienten gleichermaßen durch erweitertes Wissen um die Erkrankung und Sicherheit in der Blutzucker-Einstellung profitieren. „Wir freuen uns über diese herausragende Spezialisierung und unterstützen unsere drei MitarbeiterInnen in Schulungen und Kursen zum Wohle der Patienten im Vogelsberg“, sagte Dr. med. Torben Jueres, Chefarzt der Inneren Medizin und Geriatrie.

Von den zusätzlichen Maßnahmen profitieren auch Patienten, deren Diabetes noch gar nicht entdeckt wurde. Denn bei jeder Neuaufnahme werden routinemäßig die Blutzuckerwerte kontrolliert. So werden auch neue Diabetesfälle entdeckt – was für die Betroffenen sehr wertvoll ist, denn der Diabetes wird im Folgenden während des Krankenhausaufenthaltes berücksichtigt. Das sichert unmittelbar den Behandlungserfolg und zusätzlich lassen sich durch die frühe Diagnose und rechtzeitige Therapie Folgeschäden verhindern.

Das DDG-Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ gilt für drei Jahre, dann muss die Klinik erneut nachweisen, dass sie die strengen Kriterien der DDG erfüllt. Auch für einweisende Ärzte bietet das Siegel eine wichtige Entscheidungshilfe, um eine Diabetes-adäquate stationäre Behandlung für ihre Patienten zu finden. Weitere Informationen zum Zertifikat, ein Antragsformular und eine Checkliste finden sich unter www.ddg.info oder können bei der DDG Geschäftsstelle angefordert werden.

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