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Stellungnahme des Nabu Kreisverbandes VogelsbergWolf im Vogelsberg: Müssen lernen mit dem Tier umzugehen

VOGELSBERG (ol). Seit der ersten Nachricht über einen Wolf im Vogelsberg gab es zahlreiche Wortmeldungen – und sogar schon Fernsehreportagen – in der Vogelsberger Presselandschaft. „Diese waren oft emotional geprägt und wenig sachlich“, findet der Nabu Vogelsbergkreis und versucht in einer Stellungnahme Ängste zu nehmen und Sachinformationen zu liefern. Die Stellungnahme im Wortlaut.

„Es ist verständlich, dass die Rückkehr dieses großen Beutegreifers nach über 150 Jahren Abwesenheit für Aufregung, Unsicherheit und sogar Ängste sorgen kann. Wir sind uns aber auch sicher, dass viele Menschen im Vogelsberg den Wolf mit Freude begrüßen. In der Hoffnung, diese extremen Gegensätze einander etwas annähern zu können, möchten wir mit einigen Sachinformationen einen Beitrag leisten.

In Mitteleuropa wurde der Wolf Mitte des 19. Jahrhundert ausgerottet. Laut Statusbericht 2019/20 der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) leben derzeit bundesweit 128 Wolfsrudel, 35 Paare und zehn sesshafte Einzeltiere in Deutschland. In Hessen (Fläche: 21.115 km²) sind es zwei sesshafte Einzeltiere; die „Ulrichsteiner Wölfin“ (amtlich GW1166f) ist eines davon und sie scheint bisher allein zu sein. Ein langfristiges Überleben der Wolfspopulation in Deutschland ist bei der derzeitigen Populationsgröße noch nicht sichergestellt.

Repräsentative Beutetieranalysen aus ganz Deutschland haben gezeigt, dass die Beute von Wolfsfamilien bei uns aus 51 Prozent Rehwild und 43 Prozent Rot- und Schwarzwild besteht; nur 1,6 Prozent stellen Nutztiere.

Effektive Zäunung bei Weidetieren notwendig

Die „Ulrichsteiner Wölfin“ hat bisher nachweislich nur ein neugeborenes Kalb eines Milchviehbetriebes gerissen. Vor allem hat die Wölfin aber wohl verletzte und kranke Wildtiere gejagt und so die Jagd bei der notwendigen Reduzierung des Wildbestandes unterstützt und dem Wald so bei der Regeneration geholfen und zur Gesunderhaltung des Wildbestandes beigetragen.

Das Streifgebiet (Wolfsrevier) der Wölfin erstreckt sich nicht nur auf Gebiete der Stadt Ulrichstein. Sichere genetische Spuren, Fotos und Sichtungen belegen, dass die Wölfin bis in die Wälder südlich der Stadt Romrod regelmäßig aktiv ist. Die sehr schöne Aufnahme von Manfred Klug zeigt das Tier im Wald in der Nähe von Feldatal-Schellnhausen. In diesem sehr großen Streifgebiet steht ausreichend Wildtiernahrung zur Verfügung.

Sind Nutztiere aber einfach zu erbeuten, weil z.B. eine Zäunung bei Schafen oder Ziegen unzureichend ist oder fehlt, können diese auch rasch als Nahrung angenommen werden. Die Erfahrungen der leichten Beute, ebenso aber auch die Erfahrung eines Stromschlages in Verbindung mit Nutztieren, werden wohl an die Nachkommen weitergegeben.

Es gilt also unbedingt zu erreichen, dass Nutztiere vom Wolf als schwer oder nicht erreichbare Nahrungsquelle, die mit Schmerzen verbunden ist, wahrgenommen wird. Die Weidetierhalter benötigen hier Beratung und auch angemessene finanzielle Unterstützung für effektive Zäunungen und Abwehrmaßnahmen gegen den Wolf. An dieser Stelle unterstützen wir ausdrücklich entsprechende Forderungen der Landwirte und Weidetierhalter.

Schadensersatz und Kostenübernahmen gefordert

Auch der Nabu besitzt Flächen im Revier der Wölfin, die von einem Berufsschäfer mit seiner Herde gehütet werden. Diese extensive Form der Bewirtschaftung leistet einen wichtigen Beitrag für den Natur- und Artenschutz. Ihre Aufrechterhaltung ist daher in unserem ureigensten Interesse. Wir sind der Meinung, dass Schadensersatz für gerissene Nutztiere und die Kostenübernahme von Schutzmaßnahmen durch das Land Hessen, gewährleistet werden muss. Und zwar unbürokratisch, angemessen in der Höhe und für alle Bewirtschafter.

Die Nähe des Menschen und den Geruch des Menschen sollte der Wolf nicht in Verbindung bringen mit einer bequemen Nahrungsquelle. Fütterungen, die auch der Wolf nutzen könnte, sind zumindest in Siedlungsnähe unbedingt zu vermeiden.  Sollte die Ulrichsteiner Wölfin dennoch für die Nutztierhalter existenzgefährdende Schäden verursachen, gilt es zu bewerten, welche Schritte nach geltendem Recht zur Gefahrenabwendung ergriffen werden können und müssen.

Aufnahmen von Wildkameras und Privatpersonen zeigen, dass die Wölfin auch die Ortschaften als Streifgebiet nutzt. Die Wahrscheinlichkeit einem Wolf zu begegnen, besteht deshalb nicht nur auf Waldwegen. Wir müssen also wieder lernen, wie man sich gegenüber einem Wolf angemessen verhält. Dazu sind zahlreiche Informationen im Internet verfügbar (z.B.: Konzept zum Umgang mit Wölfen, die sich Menschen gegenüber auffällig   verhalten -Empfehlungen der DBBW (Dokumentations- und Beratungsstelle Wolf), BfN-Skript 502; bmu.de, Wolfbegegnungen in der Kulturlandschaft; elli-radinger.de, wissen Wolf: Verhalten bei einer Wolfsbegegnung; hessen.nabu.de, Einschätzung und Bewertung von Wolfsverhalten)

Bei Fragen zu ungewöhnlichen Wolfssichtungen, wie sie wohl im Bereich von Seibertenrod vorgekommen sind, sind wir gerne bereit, die eigentlich zuständigen Behörden bei der Beratung der Bevölkerung und insbesondere bei der Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen (Kontaktdaten für Wolfsfragen: Karl-Heinz Zobich, Tel. 06633/7732).

Nabu befürwortet Umwelt mit einer hohen Artenvielfalt

Seit 20 Jahren sind Wölfe wieder in Deutschland heimisch. Seitdem hat es noch keinen einzigen Übergriff auf Menschen gegeben. Von Haushunden, und das darf hier angemerkt sein, gehen jährlich 30.000-50.000 Übergriffe aus (Deutsches Ärzteblatt). Sollte die Wölfin dem Menschen gegenüber aber aggressiv werden, muss die Gefahrenabwehr an erster Stelle stehen.

Der Wolf will es noch einmal mit uns versuchen. Zu den Rückkehrern Wildkatze, Luchs, Biber, Wanderfalke, Uhu hat sich nun auch der Wolf gesellt. Der Nabu befürwortet eine Umwelt mit einer hohen Artenvielfalt, eine Umwelt, in der alle Arten der ehemals natürlichen Lebensgemeinschaft ihren Platz finden. Dazu zählt auch der Wolf. Es sollte eine schöne Nachricht sein, dass in den Vogelsberg ehemals durch unser Verhalten ausgestorbene Arten zurückkehren. Dabei müssen auch wir lernen, mit ihnen umzugehen. Aber diese Bereitschaft dem Wolf nach fast 200 Jahren eine Chance zu geben, die sollten wir haben.“

23 Gedanken zu “Wolf im Vogelsberg: Müssen lernen mit dem Tier umzugehen

  1. Ich bin durchaus pro Wolf, aber was hier in Deutschland betrieben wird, schlägt dem Faß die Krone ins Gesicht. Hat schon mal einer der Wolfsbefürworter überlegt, daß wir hier in einem der am dichtesten besiedelten Länder der Welt leben und das wir auf weniger Fläche mehr Wölfe haben als die gesamten Skandinavischen Länder (die ja gern als Beispiel für ein gutes Zusammenleben her genommen werden) zusammen? Die halten ihre Bestände gnadenlos kurz und passen streng auf die Bestände auf. Was auch gern vergessen wird, ist die Tatsache, daß Wölfe deutlich intelligenter als Hunde oder auch Füchse sind und das Wölfe ihr erlerntes Wissen weiter geben. Wenn also ein Rudel gelernt hat, wie man angeblich Wolfs sichere Doppelzäune überwindet und von den dort lebenden Schafen die meisten nur zu Übungszwecken tötet, sollte dieses Rudel konsequent entnommen werden. Immer wieder verlassen junge Rüden die Rudel und schließen sich anderen an, die dann von deren Erfahrungen profitieren. Das Gleiche gilt für Einzeltiere, die sich als geschickt erwiesen haben. Macht man das nicht, wird es eine Art Wettrüsten zwischen Wolf und Tierhalter, welches der Tierhalter glatt verliert. Der Wolfsbestand gerät damit in keine Gefahr – aktuell gibt es hierzulande, wie bereits erwähnt, mehr Wölfe als in Schweden, Norwegen und Dänemark zusammen – diese 3 Länder haben alle mehr Fläche und eine teilweise deutlich geringere Bevölkerungsdichte Deutschland 133 pro km², Schweden 23 pro km², Dänemark 133 pro km² und Norwegen 14 pro km². Wir wollen, daß unsere „Nutztiere“ ein gutes Leben haben, sollen sie aber wegen dem Schutz einiger Wildtiere wieder einsperren? Den Sinn dahinter muss mir ein Tierschützer, der das Fertigfutter für seinen kleinen Liebling (egal ob Katze oder Hund) im Supermarkt kauft und keine Ahnung hat, wie das Tier, welches dafür verwendet wurde, gelebt hat, erst einmal erklären…..

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  2. Warum haben Wölfe mehr Rechte als hungernde und durstige Kinder?
    Warum bekommen Landwirte die notwendigen Zäune nicht insgesamt bezahlt?
    Landwirte produzieren doch auch Fleisch für die vielen Wölfe in den Gehegen, soll dieses Fleisch auch den vielen hungernden Kindern vorenthalten werden?

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  3. Die Evolution hat vielfältige Arten und Lebensformen hervorgebracht auch im Vogelsberg!
    Da zu gehören unter anderem Säugetiere wie Wolf und Mensch.
    Die Überlegenheit des Menschen, über alle anderen Lebewesen, berechtigt uns nicht diese nach belieben auszurotten.
    Schon gar nicht aus Provit und Habgier!
    Selbstverständlich haben wir die Berechtigung und Pflicht unsere Lebensgrundlage durch angemessene Maßnahmen gegen jede Art von Bedrohung zu schützen.
    Alle anderen Lebewesen haben aber auch die gleiche Berechtigung wie wir Menschen, auf einen angemessenen Lebensraum, um hier zu leben.
    Mit gutem Willen,ohne egoistisches Verhalten,und verantwortlichen Denken, dürfte ein artgerechtes Zusammenleben mit dem Wolf doch möglich sein.
    Im übrigen ist der Wolf alles andere als eine Bestie.
    Der macht was wir Menschen auch jeden Tag machen, er macht Beute um zu leben.
    Wir brauchen vor dem Wolf keine Angst zu haben,der frißt keine kleinen Kinder, und die Oma auch nicht. Der Wolf vor uns Menschen aber schon.🐺👩‍🌾

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    1. „Die Evolution hat vielfältige Arten und Lebensformen hervorgebracht auch im Vogelsberg! Da zu gehören unter anderem Säugetiere wie Wolf und Mensch.“

      Nicht zu vergessen: Der Schild(vulkan)bürger, der Sozialdemokrat, der AfD-ler, der baumbesetzende Baumkuchenesser, der unabhängige Bürgermeisterkandidat aus der CDU, der/die Kreisseniorenbeira(e)t*in und Seniorenbeauftragte, der/die menschliche Beutegeier*in, der/die Märchenerzähler*in, der/die Wolfskostümträger*in und – last not least – unser Rotkäppchen Helge Fitz.

      Doch vor einem allzu harmonistischen Weltbild ist eindringlich zu warnen: „Wir brauchen vor dem Wolf keine Angst zu haben, der frisst keine kleinen Kinder und die Oma auch nicht.“ Ja vielleicht heut noch nicht. Aber Gelegenheit macht Appetit. Die gesamte Volkswirtschaft basiert auf diesem Prinzip, wie ein flüchtiger Blick in die TV-Werbung beweist.

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    2. @das walte der Waldschrat!Ich finde das oft gediegen,das ich manchen Kommentatoren hier nicht direkt antworten kann.Also ob das „Virus“ ein Tier ist halte ich schon für eine weit hergeholte und äusserst gewagte These.Besser doch mal genauer mit dem Thema beschäftigen.Also machen wir es wie in den USA,wir stecken Bisons und Ureinwohner in Reservate und die Verbünde der Naturschützer beobachten von aussen wie sich das Geschehen entwickelt?Wenns schief geht“mein Gott,man musste es ja versuchen“ Wenns gut geht“haben wir doch gesagt“ und so ein bisschen Schaden,was betrifft micht das“Ich bin ja weit weg“ Das Virus hält für alles her? Überlege bitte genau! Was hat der Wolf damit zu tun? Der hat auch nix damit zu tun,das jedes Jahr in Deutschland zb 100000Kinder abgetrieben werden.Vieleicht würde das Geld für die „Wolfsrettung“ tausenden Kindern das leben ermöglichen,wenn die Mittel für die Beratung von Müttern eingesetzt würde.Und das ist nur ein Beispiel von vielen.

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      1. Willst du mit Gedanken spielen / Nenn ein Beispiel nur von vielen! / Was hat der Wolf damit zu tun? / Das fragen sich wohl Schaf und Huhn.

        Gegenvorschlag: Wir stecken Sie in ein Wolfskostüm und schicken Sie in die Schule für Erwachsene, wo Sie lernen können, wie man „Waldschrat“ richtig schreibt. Was hat jetzt der Wolf mit Wald zu tun? Grübel, grübel… Ach ja, nur ein Beispiel von vielen: Würde man in Deutschland statt 100.000 Kinder abzutreiben z.B. 100.000 Bäume pflanzen, könnte sich der Wolf besser verstecken und müsste sich demnächst nicht von Kindern und Großmüttern ernähren.

      2. Jeder möchte uns in den (Geld-)Beutel greifen, um sein Steckenpferd zu reiten. Auch die Freunde des Wolfes. Wenn Katzen Pferde wären, könnte man wenigstens die Bäume hinauf reiten. Aber Wölfe? Na, egal! Ein gewisser Waltschrat (alias Walter Schrat, wie ich vermute) fragt hier, was der Wolf mit dem Virus zu tun hat. Ihm widme ich zunächst diesen Textbeitrag: https://www.lz-rheinland.de/nachricht/detail/wie-das-virus-so-der-wolf/
        Und natürlich kann ein Wolf von Viren befallen werden und so zum Problem-Wolf oder gar Schad-Wolf werden. Siehe https://www.dbb-wolf.de/mehr/faq/welche-krankheiten-koennen-woelfe-bekommen
        Vielleicht könnte man den Wolf ja zwingen, sich gesellschaftlich nützlich zu machen. So wird er – über den Kontakt mit Wildschweinen – leicht einmal von der „Aujeszkyschen Krankheit“ (Pseudowut) befallen, einer Virusinfektion, dessen Erreger zur Herpesfamilie gehört. Zwar sind Menschen für die Aujeszkysche Krankheit nicht empfänglich, wohl aber für Pseudowut (sog. Wutbürger). An Pseudowut verendete Wölfe könnten da vielleicht als abschreckendes Beispiel eingesetzt werden, indem man sie anerkannten Wutbürgern vor die Tür legt.

  4. Der NABU will Sachinformationen zu Wölfen liefern?
    Sämtliche bisherigen Aussagen des NABU zu diesen im Rudel jagenden Großraubtieren wurden bisher grundlegend durch die Realität als Falschinformation entlarvt. Ausgenommen,allerdings nur für Deutschland und nur für die Zeit nach der letzten Verdrängung der Wölfe, die Behauptung, Menschen gehörten nicht zum Beuteschema und es bestünde daher keinerlei Gefahr. Angesichts der aktuellen Entwicklung in den bereits verwolften Gebieten ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch diese Behauptung sich als genauso haltlos erweist wie alle anderen.
    Des Weiteren wäre klarzustellen, daß der angeblich repräsentative Wert von 1,6 % an Nutztieren im wölfischen Speiseplan nicht die geringste Aussagekraft über die Schäden hat, die Wölfe in der Weidetierhaltung anrichten. Der Wolf, in dessen Kot 0,0% an Nutztieren gefunden werden, kann zwei Tage vorher 20 oder mehr Schafe getötet und schwerst verletzt haben, bleibt aber in dieser „wissenschaftlichen repräsentativen Erhebung“ völlig spurlos. Sie dient nur zur Augenwischerei und zur Beschwichtigung der Betroffenen!
    Wo bleibt eigentlich der angebliche Einsatz des NABU für die Herdenschutzbeihilfen, wenn das UM öffentlich erklärt, für Rinder und Pferde bestünde kein Handlungsbedarf? Ihr bräuchtet nur in eueren thüringischen, niedersächsischen oder brandenburgischen Landesverbänden nachfragen!

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    1. In meinem Heimatland Syrien gibt es das Sprichwort: »Derjenige, dessen Hände im Feuer sind, fühlt etwas anderes als ein Mensch mit den Händen im kalten Wasser.«

      Die Parteien und die abgehobenen Politiker baden ihre Hände in kühlem Wasser und loben den Pfarrer Kneipp, während die Landwirte unten auf glühenden Kohlen stehen, während ihnen oben das Wasser bis zum Hals steht. Für eine derart unkomfortable Situation gibt es nicht mal syrische Sprichwörter. Tatsache ist, dass die hessischen Landwirte derart arm dran sind, dass Bein ab schon längst nicht mehr die schlechtere Option ist. Siehe Herdenschutzbeihilfen oder die 2020 nach langem Gezerre endlich eingeführte Weidetierprämie als Anerkennung der Landschaftspflege durch Schafs- und Ziegenhaltung. Die Zuschüsse sind immer beschämend gering und decken nicht mal einen Bruchteil der aufgewendeten Kosten (https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/weidetierpraemie-fuer-schaf-und-ziegenhalter-in-hessen-11984242.html).

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    2. Sehr geehrter Hr. Beyer,
      Bei 48000 Tausend Euro Agrarsubvention sollte doch ein Herdenschutz möglich sein. Überall dabei, wenn es gegen den Wolf geht.
      Konfliktlösung geht anders.

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  5. Nun, einiges wurde in den vorherigen Kommentaren schon beschrieben, was ich auch zu sagen hätte. Deshalb möchte ich mich hier nicht wiederholen. Dennoch ist es wichtig, eben weil die Forderung nach Sachlichkeit in Ihrem Beitrag klingt, einiges richtig zu stellen.

    Richtig ist, dass die bei uns ansässige Wölfin mehr als ein neugeborenes Kalb gerissen hat. Der Nachweis fehlt, da Wolfsbeauftragte oft nach einer Riss Meldung nicht oder erst verspätet raus kommen und Genanalysen dann unklar sind. Wenn andere fleisch fressende Wildtiere Schon am Kadaver waren erklärt man dann, es wäre nicht eindeutig und so fällt der Riss durchs Raster und gilt somit nicht als Wolfsriss. Auch richtiger ist auch, dass GW1166f mit einer Nachtsicht Kamera in Gesellschaft eines zweiten Tieres gefilmt wurde. Und zwar direkt in Unter Seibertenrod. Weiterhin hörte ich selber, Ostersonntag 2020 deutlich ZWEI Wölfe sich antwortend heulen. Übrigens: es war sicher kein wildender Hund. Möchten Sie nun behaupten, ich könnte nicht gut hören? Ausserdem ist es auch richtig, dass die Telefonnummer der zuständigen Behörde für die Bürger sehr oft und in letzter Zeit fast nie zu erreichen ist, um Wolfsichtung oder Risse zu melden. Dazu kommt, dass ihre angeblichen WolfExperten (was qualifiziert diese?) behaupteten wir Bürger würden den Wolf wohl auch noch füttern. Also wenn wir von Sachlichkeit reden, sollte man eben auch sachlich mit Pro und Contra umgehen. In Ihrem Fall kann also nicht die Rede von sachlichem Umgang sein. Denn das Contra konnte ich sogar hier nicht finden. Diese Plattform war zugegen, als in Unter Seibertenrod ein Treffen von Widetierhaltern stattfand. Mit Frau Knell (FDP) letztes Jahr im Sommer. Der versprochene Artikel ist hier nicht erschienen! Berichtigen Sie mich falls ich diesen übersehen haben sollte. Dies wären also ebenfalls sachliche Informationen über die Realität des Wolfsmanagement Hessen und dessen Unzulänglichkeiten. Damit die Bevölkerung des restlichen BundesLandes die Chance hat objektiv auf die Sache zu schauen und nicht nur die Seite von NABU zu sehen bekommt. Denn wir Unter Seibertenröder sind keineswegs Wolfhasser sondern besorgte und unsichere Bürger. Also appelliere ich an Sie, statt Propaganda ähnlichen Auftritten und Texten, echte Arbeit zu leisten und den Druck des Contra auszuhalten. Sie lassen uns ja auch keine Wahl, den Propaganda Druck auszuhalten und, ich werde kurz unsachlich und ein wenig emotional, uns wie die dummen Dorfbewohner da stehen zu lassen.

    Mit freundlichen Gruß
    Michael Schäfer

    Widetierhalter (kein Schäfer oder Ziegenwirt)

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  6. Die angeführte Kotanalyse 1,6 % Nutztieranteil ist alles andere als repräsentativ. Sie wurde von Senckenberg Görlitz und NABU 2012 in der Niederlausitz durchgeführt, die dünn besiedelt ist und es kaum Weidetierhaltung gibt.

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  7. Vielen Dank ,verehrte Damen und Herren des NABU.
    Ich möchte ihnen danken für die Verherrlichung und Verharmlosung des großen Beutegreifers Wolf. Typisch ist es wieder einmal, sämtliche Lasten und Probleme bei den Weidetierhaltern abzuladen. Ich habe nur zwei bitten an Sie, sollten Sie ihre Aussagen wirklich ernst meinen:
    Helfen Sie den Weidetierhaltern ( vor allem den Rinderhaltern) bei der nicht zu leistenden Arbeit die Herden -Wolfssicher-einzuzäunen, und übernehmen Sie einfach sämtliche Haftung für Schäden die durch ausgebrochene und verängstigte Weidetiere im Verkehr und an den Tieren selbst, durch die von ihnen angesiedelten Wölfe zu erwarten sind. Ich denke ihr Interessenverband hat genügend Mann- und Frauenpower, sowie das nötige Kleingeld, um diese Minimalforderungen zu leisten.
    Wer den Wolf will und fordert, sollte auch so fair sein, für die unangenehmen folgen gerade zu stehen. Historisch gesehen waren unsere Vorfahren wohl einfach nur dumme Menschen, um den armen Wolf einfach auszurotten und dahin zu vertreiben, wo mehr Platz für ihn ist, und keine dichte Besiedlung wie hier bei uns in Hessen. Ich bin ganz bei ihnen, lassen Sie uns aber bitte realistisch an die Sache herangehen!
    Volker Lein Kreisbauernverband VB

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    1. Der bauernverband fordert die Entnahme der Wölfin…das ist bekannt.
      In dem Artikel wird in keinster weise der Wolf verharmlost, sondern sachlich argumentiert,nichts anderes macht der Nabu hier. Der Bauernverband hingegen schürt ständig gegen den Wolf, welches die Bevölkerung verunsichert.
      Im übrigen wird ja auch gegen den Insektenschutz demonstriert, nach dem Motto: Umwelt muss bekämpft werden.
      Ein weiteres Problem haben wohl Einige damit, dass das HLNUG Grün geführt ist.

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  8. Die Sichtweisen auf den Wolf sind wahrscheinlich total unterschiedlich.Ich denke was viele Wolfsfreunde vergessen ist,das man das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen kann.Der Vogelsberg oder andere Gegenden in Deutschland haben sich extrem verändert,sind Bevölkerungsdichter und Verkehrsreicher geworden.Die Konflikte,wenn sich Wolfs Popolationen vergrössern werden immer intesiver werden.Der Wolf hat gelernt in der heutigen Zeit die am leichtesten zu erbeutende Tiere zu jagen.Also Schafe,Kühe,Pferde etc.Ich glaube der Zuspruch zum Schutz des Wolfes wird aufhören,wenn die „Allgemeinheit“,besser gesagt ein Teil der Allgemeinheit,auf kosten einzelner Bürger Ihren Willen durchsetzen will.Ist der Wolf das bessere Tier? Ist ein Schaf,ein Pferd oder eine Kuh weniger wert? Ist es damit getan bürokratisch Menschen zu entschädigen,die Schaden durch den Wolf erlitten haben? Entweder man ist Natürschützer und Tierfreud,dann muss man aber auch erklären wie man andere Tiere schützen will.Oder ist es wie fast immer heute? Es gibt eben Kollaterealschäden und man versucht mit salbungsvollem Gerede die Menschen zu beruhigen und nicht wirklich Ihre Sorgen ernstzunehmen.

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  9. Wer war zuerst da, der Wolf oder der Mensch ? Weis noch jemand was eine Symbiose ist ? Hier wird Kapitalismus vor Evolution des Tierreiches gestellt. Was nicht passt muss weg – ermordet werden. Die Natur ist grausam, doch man sollte sie akzeptieren. Sie zeichnet sich durch geben und nehmen aus. Manche Menschen wollen nur nehmen, vor allen Dingen die Jäger, welche mit Inbrunst den Tot von Tieren in kauf nehmen um ihre Mordgelüste zu befriedigen.

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    1. Liebe Andrea,der Mensch hat den Wolf domestiziert und daraus sind Hunde entstanden.Mensch und Wölfe waren Nahrungskonkurrenten und haben die gleiche Beute gehabt und sich gegenseitig als Nahrungsquelle gesehen.Bitte denke dadran,wenn du von Evolution sprichst.Evolution ist,wenn sich das erfinderichste,stärkste und gesündeste Tier (der Mensch ist auch ein Tier) durchsetzt.Ich persönlich halte es für Tierquälerei,grossen Jägern die in Rudeln leben,künstlich einen Lebensraum zu erschaffen,der sie nie ernähren wird können.Es ist nicht Sinn der Sache Tiere zu züchten um Wölfe durchfüttern zu können. Das wäre nix anderes als ein Zoologischer Garten

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      1. Angesichts der immer wieder aufbrandenden Diskussion mit den stets gleichen Argumenten und Gegenargumenten möchte ich Martin Luthers Morgen- und Abendsegen (in leichter Abwandlung) zur Beruhigung der Gemüter beitragen:
        „Das walte Waldschrat, Wolf und Heiliger NABU! Amen. (…) ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in eure Hände. Eure heiligen Engel seien mit mir, dass der böse Wolf keine Macht an mir finde.“ Und jetzt flugs zum Pilgern auf den Lutherweg.

        P.S.: Ein Virus ist übrigens auch ein Tier. Da überlegt keiner, wie viele unserer Mitbürger man ihm als Nahrungsquelle vor die Füße werfen könnte.

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    2. Du akzeptierst Ratten in deinem Bett und betrachtest dies als einen Sieg der Evolution?
      Beeindruckend…

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    3. „Diese waren oft emotional geprägt und wenig sachlich“, findet der Nabu Vogelsbergkreis und versucht in einer Stellungnahme Ängste zu nehmen und Sachinformationen zu liefern. Natürlich sind wir Weidetierhalter emotional betroffen, denn es sind unsere Tiere, die oftmals Familienmitglieder sind, die von Wölfen gerissen werden, weil uns adäquate Schutzmassnahmen verboten sind und ein monetärer Ausgleich, sofern es ihn denn gäbe, uns unser geliebtes Tier nicht zurückbringt. Sollen wir uns jetzt dafür schämen und rechtfertigen, dass wir uns, im Gegensatz zum NABU, um unsere Tiere sorgen? Die Befürworter dieser perfiden Wolfspolitik sind grösstenteils Städter, keine Weidetierhalter, also nicht nicht betroffen. Das allein sollte zu denken geben.

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