
Auch in Zeiten von CoronaVogelsberger Ausbildungsbetriebe suchen Praktikanten und Auszubildende
VOGELSBERG (ol). „Lasst euch nicht von Corona bei eurem Einstieg in das Berufsleben ausbremsen! Unsere regionalen Unternehmen suchen auch jetzt den Kontakt zu Euch“, ermutigt Jens Mischak, Erster Kreisbeigeordneter des Vogelsbergs, junge Menschen im Vogelsbergkreis. Denn auch in Zeiten von Corona würden die Vogelsberger Ausbildungsbetriebe Praktikanten und Auszubildende suchen.
Gerade während des Teil-Lockdowns seien viele Jugendliche verunsichert, so Mischak weiter, ob Unternehmen jetzt überhaupt einen Bedarf an Praktikanten oder Ausbildungsplatzbewerbern hätten. Die Antwort sei kurz und knapp: „Der Bedarf ist da“. Daher unterstützt das Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum des Vogelsbergkreises junge Menschen bei der Suche nach Praktika und Ausbildungsplätzen. Auf www.tagederausbildung.de finden interessierte Schülerinnen und Schüler den Kontakt zu Unternehmen, die Azubis suchen.
„Schreibt also eine E-Mail oder ruft einfach eines der mehr als 50 Unternehmen an, die sich auf der ,Unternehmensliste‘ auf der Homepage versammelt haben“, ruft Mischak die Jugendlichen auf. Und weiter: „Ihr seid die Fachkräfte von morgen und die suchen viele Unternehmen genau jetzt.“ Auch fänden Eltern hier interessante berufliche Perspektiven für Ihre Kinder.
Die vielen Ausbildungsangebote auf der „Unternehmensliste“ können nach Berufsfeldern und geforderten Schulabschlüssen gefiltert werden. Jede und jeder könne gezielt nach passenden Unternehmen suchen. Das Angebot richte sich nicht nur an Schüler. Auch Studienabbrecher oder andere Personen, die auf der Suche nach einer dualen Ausbildung sind, sollten sich das Angebot genauer anschauen. Gerade Studienabbrecher seien für viele Unternehmen eine sehr interessante Zielgruppe.
Auch für Lehrer, die in der Berufsorientierung mit Jugendlichen arbeiten, sei die Unternehmensliste ein guter Ausgangspunkt, um Schüler zum Beispiel bei der Schulpraktikumssuche zu unterstützen. Unternehmen, die in der Liste erscheinen möchten, können sich direkt auf der Webseite kostenfrei registrieren. Das Projekt wird aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds gefördert.
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Den Aufruf von Herrn Dr. Mischak an unsere Jugendlichen im Vogelsbergkreis habe ich mit Interesse gelesen. Als Leiter der Geschäftsstelle Lauterbach der Agentur für Arbeit zähle ich mich selbst zu den Akteuren auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt und kann die Aussage nur unterstützen, dass es sich lohnt, bei der Suche um eine Ausbildungsstelle in der Region nicht unterkriegen zu lassen. Schließlich belegen statistische Untersuchungen, dass es für den Vogelsbergkreis in 2020 im Vergleich zum Vorjahr 9% mehr gemeldete Ausbildungsstellen gibt. Von allen hessischen Landkreisen liegt der Vogelsbergkreis damit an der Spitze. Auch wenn Betriebe sich derzeit wegen der Corona-Pandemie verhalten zeigen, gab es bislang nur verhältnismäßig wenige Fälle, in denen bereits gemeldete Stellen aus diesem Grund wieder zurückgezogen wurden. Daher können die Chancen auf Erlangung eines Ausbildungsplatzes in unserer Region als gut bezeichnet werden. Fachkräfte werden hier laufend gesucht und können mit einem wohnortnahen Arbeitsplatz ohne lange Fahrtzeiten in einer Region mit vielschichtigen Beschäftigungsmöglichkeiten einen bleibenden Ansatz finden. Für eine Ausbildung stehen viele interessante Betriebe und Einrichtungen bereit. Eine große Anzahl davon hat sich an der Aktion „Tage der Ausbildung“ beteiligt. Auch die Agentur für Arbeit in Lauterbach hat dieses neue Format aktiv bei Betrieben sowie Schülerinnen und Schülern beworben, weil es ein sehr gutes Angebot für Jugendliche darstellt, sich – ggf. zusammen mit den Eltern- ein eigenes Bild von den Ausbildungsangeboten und Arbeitsplätzen so zusagen vor der eigenen Haustüre zu machen. Solche Einblicke setzen an bei der eigenen Erlebbarkeit von Anforderungen für verschiedenartige Berufe. Und genau darauf kommt es an. Hier gilt es Transparenz zu schaffen über die vorhandenen Möglichkeiten, die leider allzu oft zu wenig bekannt sind.
Auch wenn die derzeitige Situation vielerorts von Stagnation geprägt ist, so wird es auch wieder eine Zeit nach der Pandemie geben, in welcher Fachkräfte weiterhin händeringend gesucht werden. Denn schließlich sind unsere AZUBIS VON HEUTE DIE FACHKRÄFTE VON MORGEN. An die Betriebe appelliere ich, ihre Angebote an Ausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit zu melden. Nur wenn bekannt ist, wer wen sucht, können Vermittlungsbemühungen als Unterstützung bei der Suche gestartet werden.
Stefan Schober, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Lauterbach