
Online–Veranstaltung mit Soziologe Klaus Dörre am Montag, dem 14. Dezember um 19.30 UhrArbeiterbewegung von rechts?
VOGELSBERG (ol). Unter dem Titel „Arbeiterbewegung von rechts? Befunde zum Alltagsbewusstsein von Lohnabhängigen“ lädt der Rosa-Luxemburg-Club Vogelsberg zu einer Online-Veranstaltung mit dem Soziologen Klaus Dörre am 14. Dezember um 19.30 Uhr.
Darum wird es laut Veranstaltungsankündigung gehen: Rechtspopulistische Parteien verzeichnen bei Wählerinnen und Wählern aus allen Klassen und Schichten der Bevölkerung Erfolge. Auch bei Arbeiterinnen und Arbeitern stoßen sie häufig auf Zustimmung. Dafür werden unterschiedliche Gründe genannt: Gefühle verletzter sozialer Gerechtigkeit und politischer Obdachlosigkeit verbinden sich mit fremdenfeindlichen Ressentiments. Rechte Orientierungen sind auch im Denken gewerkschaftlich organisierter und aktiver Arbeiterinnen und Arbeiter, bei Betriebsräten und ehrenamtlichen Funktionären, verbreitet.
Der Referent werde dazu aktuelle Forschungsergebnisse vorstellen und über Ursachen und notwendige Initiativen sprechen. Klaus Dörre lehrt am Institut für Soziologie der Universität Jena ist Gründungsmitglied des Institut Solidarische Moderne. Des Weiteren ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac.
Hinweis: Die Veranstaltung findet als Videovortrag über die Plattform Zoom-Meeting statt. Die App könne für verschiedene Betriebssysteme und Endgeräte kostenlos übers Internet bezogen werden. „Für die Teilnahme an der Veranstaltung nutzen Sie den Link, den Sie von uns erhalten. Schreiben Sie uns per E-Mail. Nach dem Vortrag können Sie vom Moderator das Wort erhalten und sich so an der Diskussion beteiligen“, heißt es.
Um die Zugangsdaten zur Veranstaltung zu erhalten, sei eine Anmeldung erforderlich. Dazu könne man eine Mail an info@rlc-vogelsberg.de schreiben. Abonnenten der Mailingliste erhalten den Zugangscode mit der Erinnerung einige Tage vorher.
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@ H. Degen
„man sollte links und rechts gleichermaßen behandeln…“ Und was bringt diese Hufeisen-Theorie? Das Hufeisen wird zum Bumerang und trifft die eigene Birne.
Aha. Lustig.
Die Linksextremisten geben Tipps was notwendig ist, wenn ein Arbeitnehmer sich nach rechts orientiert und sie nicht mehr wählt.
Ich finde man sollte links und rechts gleichermaßen behandeln.
Heribert Degen,
die Famiie von Walter Luebcke sieht das ganz anders als du
Ach Alsfelder, alias Tom alias Klaus Meier. Wie lange müssen wir Sie hier noch als „Gast“ im Forum von Oberhessen Live ertragen?
Täglich ihr Geschwurbel und leider gibt es auch keine „Ignorieren-Funktion“.
Schlimm genug, dass Sie jetzt schon so tun, als wären Sie aus Alsfeld. Man hat bei diversen Kommentaren in der Vergangenheit gemerkt, dass Sie bestenfalls mal (auf der A5) durch den Vogelsberg durchgefahren sind.
Aber damit nicht genug, nein. Jetzt gibt es auch noch Whataboutism der Extra-Klasse. Was hat das Kommentar von Heribert Degen mit Walter Lübcke zu tun? Woher wissen Sie, wie die Familie von Walter Lübcke sich fühlt? Wollen Sie Straftäter von Rechts härter bestrafen als Straftäter von Links? Glauben Sie die Familie von Herrn Lübcke will das? Nein, sicher nicht. Für einen Mord gibt es lebenslänglich, ganz gleich ob rechts oder links motiviert. Daher sollte man natürlich jede Form von politischem Extremismus mit der gleichen Härte verfolgen.
Aber wenn man so weit links steht, dass man schon gegen den Rand des Universums stößt, sieht man dort natürlich keine Straftaten.
sonst versteht man die Verbindung zu dem Mord an Lübke nicht. Dieser hätte verhindert werden können, wenn der Verfassungsschutz auf dem rechten Auge nicht blind wäre und dem rechten Terror die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet hätte.
Lübke ist ja nicht ermordet worden, weil die Linksextremisten von einst jetzt „rechts“ wählen, sondern weil sich eine Dunkelzone und ein Netzwerk rechtsradikaler Terroristen gebildet hat, die von Verfassungsschützern zweifelhafter Gesinnung nicht nur nicht kontrolliert, sondern zum Teil auch noch mit Waffen versorgt wurde.
Auf Staatsschutzebene wurden die Rechten nie mit gleicher Inbrunst verfolgt wie die (vermeintlichen) Linksterroristen mit ihren Anarcho-Gruppen, die aber zumeist nur Straßenkrawalle schüren und maximal mal Polizeibeamte tätlich angreifen, ein Polizeiauto umschubsen oder Autos von Anwohnern anzünden (was sich natürlich auch nicht gehört!). Der Grund: Zu viele Rechte in den Reihen des Verfassungsschutzes, und zwar aus alter Tradition. Hitlers Spionageabwehr und Geheime Staatspolizei wechselten doch geschlossen in den öffentlichen Dienst der Bundesrepublik und zogen sich innerhalb des Verfassungsschutzes ihren eigenen Nachwuchs groß. Man muss sich doch nur Figuren wie Hans-Georg Maaßen oder so manchen Spezialisten bei den Verfassungsschützern der neuen Bundesländer ansehen.
Bitte keine vorschnellen Urteile über Andersdenkende! Nicht jeder, der deutliche Akzente hinsichtlich der Überwindung sozialer Ungleichheit setzt und die Gesellschaft als einen Raum begreift, in dem unterschiedliche Interessen um Macht und Einfluss ringen, ist gleich ein Linksextremist. Zur Definition: https://www.bpb.de/politik/extremismus/linksextremismus/
Welches Alltagsbewusstsein Menschen in einer bestimmten sozialen Lage entwickeln und wie dieses zustande kommt, ist eine politisch hoch brisante Frage, weil hiervon politische Mehrheiten und Entscheidungen und daher letztlich die Gestaltung der Gesellschaft, in der wir alle leben, abhängen.
„Rechte Orientierungen sind auch im Denken gewerkschaftlich organisierter und aktiver Arbeiterinnen und Arbeiter, bei Betriebsräten und ehrenamtlichen Funktionären, verbreitet.“
Mag aktuell zutreffen. Aber bedeutet das, dass Arbeitnehmer, die früher Linksextremisten gewählt haben, jetzt „rechts“ wählen?
Die Situation im Vogelsberg dürfte diese Einschätzung nicht betreffen, sondern eher die neuen Bundesländer, wo DDR-nostalgischer Frust zunächst bei der Linken als Protestpartei seine Heimat fand, die dann aber den ossi-typischen Fremdenhass nicht bedienen wollte. Die Ostextremisten wanderten daraufhin geschlossen von der Linken zur AfD ab, die im Osten eine absolut grundgesetzfeindliche Pöbeltruppe und ein Sammelbecken für Neonazis bildet.
Wer glaubt, durch kluge Argumente aus den Rechtsextremisten nun wieder Anhänger der Linken machen zu können, ist auf dem Holzweg. Dazu ist die Partei viel zu intellektuell geworden und gibt zu wenige „einfache Antworten“. Sich nach rechts zu orientieren, bedeutet leider, sich aus dem intellektuellen Diskurs dieser Gesellschaft auszuklinken. Was heißt da, „man sollte links und rechts gleichermaßen behandeln“? Ich kenne keine erfolgreiche Behandlung gegen Dummheit.