Gesellschaft33

Satire über den Zank um die AutobahnGlosse: Die A49 muss gebaut – und sofort gesprengt werden

DANNENROD (jal). Der Streit um die A49, er hört nicht auf. Beim Lösen des Konflikts kann nur noch ein Blick in die Bibel helfen – und etwas Dynamit. Ein nicht ganz ernst gemeinter Debattenbeitrag der OL-Redaktion.

Früher, als der Mensch noch nicht alles ergoogeln konnte, was er nie wissen wollte, schlug er in der Bibel nach, wenn er einen klugen Rat brauchte. In dieser Bibel wird neben einem Herrn ohne Namen (der sehr oft vorkommt) und einem gewissen Jesus auch ein König erwähnt, der den schönen Namen Salomon trägt. Und dieser König Salomon weiß so einiges über die A49.

Nun ja, zumindest hätte er gewusst, wie man ein Urteil über die Autobahn fällt, das wirklich jeder akzeptieren kann. Denn der König kannte sich mit kniffligen Fällen aus.

Salomon musste einst entscheiden, welche von zwei Frauen die wahre Mutter eines Kindes war. Und da DNA-Tests damals noch nicht wirklich in Mode waren, beschloss der König, das Kind solle gerecht in zwei Teile geteilt werden. Nur eine der Frauen protestierte und verzichtete, damit das Kind am Leben blieb – die wahre Mutter war gefunden. Seitdem spricht man von einem salomonischen Urteil, wenn ein Richterspruch mit einer List oder besonders weise erfolgt.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte mit seinem Urteil zur A49 so rein gar nichts von Salomon. Es gab stur den Befürwortern Recht, ohne zu berücksichtigen, dass die Gegner sich moralisch dermaßen überlegen fühlen, dass sie das Urteil niemals akzeptieren werden. Das Ergebnis: Der Wald ist trotz der Rodungen immer noch besetzt, die Polizei schreibt dem Steuerzahler immense Rechnungen und in Wiesbaden muss die schwarz-grüne Koalition, bei der sonst alles so reibungslos läuft, ganz ganz dringend zur Paartherapie.

Friede, Freude, (k)eine A49

Dabei wäre eine Lösung frei nach biblischem Vorbild so einfach: Die A49 müsste schleunigst gebaut – und anschließend sofort gesprengt werden. Mit dieser salomonischen List könnte jede Seite dazu gebracht werden, das Urteil zu akzeptieren. Friede, Freude, (k)eine A49.

Die Autobahn-Befürworter könnten weiter den Klimawandel ignorierend jeden Baum beklatschen, den die Maschinen beim Danni zu Hackschnitzeln zerschreddern. Und sie könnten sich damit brüsten, endlich ihr heiliges Baurecht durchgesetzt zu haben. Ein Wochenende lang könnte man sie über die Piste brettern lassen – vorbei an den potentiell blühenden Landschaften, die sie sich von der Autobahn wirtschaftlich versprochen hatten.

Die Gegner der A49 hingegen müssten zwar die Zerstörung des Waldes verkraften, gleichzeitig könnten sie aber feiern, weil nach der Sprengung niemals mehr auch nur ein einziges Auto über die Trasse heizend die Vogelsberger Luft verpesten würde. Und seien wir mal ehrlich: Die Trümmer solch einer gesprengten Autobahnbrücke bieten einen super Rückzugsort für bedrohte Tierarten, wenn man sie nach dem großen Wumms einfach liegenlässt. Viel mehr noch als solch ein schäbiger Mischwald.

„Wo kein Holz mehr ist, geht das Feuer aus“, heißt es an einer anderen Stelle der Bibel. Damit ist doch alles gesagt.

Anmerkung der Redaktion: Eine Glosse ist eine journalistische Textgattung. Sie zeichnet sich durch ihren satirischen, zugespitzten Charakter mit teils polemischen Zügen aus und arbeitet mit Übertreibungen, hat aber in der Regel eine wahre Begebenheit als Kern. Hier: der anhaltende Streit über die A49.

33 Gedanken zu “Glosse: Die A49 muss gebaut – und sofort gesprengt werden

  1. Jetzt geht der Protest gegen die A49 zu weit. Aktuell Gerichtsurteile ignorieren weil sie nicht ins eigene Weltbild passen. Dann mit fragwürdigen Protesten, sich auf das Grundgesetz berufen, Steuergelder verbrennen ist eine Sache. Das Leben von Mitbürger, durch hirnlosen Aktionen in Gefahr bringen, da hört der Spaß auf. Wer ein Aktionsbündnis gegen die A49 ins Leben ruft, hat die Pflicht als Lenker darauf zu achten, die Proteste mit Gewaltlosigkeit durchzuführen. Diese Grenze wurde durch die Mediensucht, einiger dieser Verantwortlichen, überschritten. Sie haben sich damit strafbar gemacht. (StGB§13, Unterlassung) Durch das nicht reagieren, durch Verlust der Einstellung zur Realität und Selbstdarstellung, wird diese Bewegung durch Straftäter übernommen. Der Polizei die Schuld zu zuweisen, wenn einem dieser sogenannten Aktivisten etwas zustößt, ist einfach. Jetzt wurde unbeteiligter Autofahrer ein Opfer. Sich auf Anstand berufen, um dem Opfer und der Familie von der A3 Zeit geben das zu verarbeiten, ist die Krone der Geschmacklosigkeit. Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr ist eine Straftat und kann, wie es sich hier dastellt, mit einer Haftstrafe von 1 Jahr bis zu 10 Jahren geahndet werden. Leider werden nicht die zur Rechenschaft gezogen, die das alles ins Rollen gebracht haben. Unwissenheit schützt nicht vor Strafe. Die Gemeinschaft für die Interessen weniger mit Verkehrsstaus, LKW im Sekundentakt und das seit Jahren leiden lassen, ist asoziales Verhalten. Diese Autobahn wird gebraucht um hier eine Verbesserung der Lebensqualität herbei zu führen. Ich bin daher ein Befürworter, um den Verkehr aus den Dörfern fernzuhalten. Leider drängt sich der Verdacht auf, einige wenige haben hier persönliche Interessen, die unter dem Mantel des Umweltschutz durchgesetz werden sollen.

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  2. An die Aktivisten
    Ihr wollt die Autobahn nicht und ihr wollt mehr Wald statt Asphalt. Was wollt ihr denn? MAOAM???
    Ich habe einen Vorschlag zur Güte: Ihr baut mir ein Fliewatüt. Was das ist? Na ein fliegender Wagen welcher Tütüt macht. Die Anforderungen sind sehr einfach: Kein Verbrennungsmotor, 5 Sitzplätze mit großem Kofferraum, Flughöhe maximum 4900 Fuss, mit Unfallradar ausgestattet um Zusammenstöße in der Luft zu vermeiden und natürlich mit Reifen, damit ich dann das Fliewatüt in die Garage fahren kann. Ach ja, die Pilotenlizenz liefert ihr mir auch dazu. Wie wäre das? Schafft ihr das in den nächsten 3 Jahren mir mein Fliewatüt zu bauen und auch eine Zulassung zu bekommen? Wenn ja, dann bräuchte ich die Autobahn nicht. Aber solange ihr nur gegen den Bau in meiner Region demonstriert und ich mein Fliewatüt von Euch noch nicht habe, bleibt meine Zustimmung zum Bau.

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  3. @ Björn Holstein
    Nicht ganz im Irrtum. Die beiden Kasernen und der Herrenwald liegen auf dem Gelände der WASAG. Diese hat bis Ende 1943 ausschließlich für das OKM produziert. Hierbei wurde flüssiges Hexyl in Granaten und Torpedosprengköpfe abgefüllt. TNT wurde nur von der DAG hergestellt. Ich war 3 Jahre dort beim Bund. Wir durften uns dem Absperrzaun nicht nähern und mussten 200 Meter Abstand halten,dies wegen den S-Minen und den Glasminen welche die SS damals verlegt hat damit die Arbeiter nicht weglaufen konnten. Die Glasminen sind am gefährlichsten weil sie einen chemischen Zünder haben und mit einem Metallsuchgerät nicht gefunden werden können. Das Argument der BW ist OK aber der wahre Grund sind die Minen.

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  4. Was geht mir das Gemähre auf den Keks! Lese ich die Kommentare aus Romrod, Maulbach , …, wird mir übel. Die Aktivisten, 18 – 25 Jahre alt, wie man uns suggerieren möchte, riskieren ihre Gesundheit, um ihre …! Und diese jungen Leute haben alles vor Augen, was vonnöten ist, um ihre Bestellung bei Amazon an die Haustür zu bekommen? Die Supermärkte zu beliefern? Die Warenströme zu bewältigen, die der Bürger abruft? Wenn diese jungen Leute, die „ihre“ Welt in Gefahr sehen, sich gegen die Globalisierung wenden würden, gegen Massenentlassungen, gegen Kindesmissbrauch, gegen Armut, gegen massive Umweltverschmutzung in definierten Ländern, …., hätten Sie was für die Allgemeinheit getan. Aber so!? Sie verursachen Kosten, immense Kosten!
    Wenn sie für eine Umweltverschmutzung durch den Kfz-Verkehr auf die Straße gehen würden, der in den großen Städten Menschen krank macht, eine Entzerrung der Verkehre erreicht, in dem die ländlichen Bereich wieder mehr besiedelt werden, Industrie und Verwaltungen auf´s Land holt, hätte ich ja Verständnis für den Aufstand.
    A 49, wir brauchen dich!!

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    1. Leider begreifen die das nicht und andere Gegner einfach nicht.

      Auf dem Land ist es nicht gerade leicht Ausbildungplatz in der Nähe zu finden oder Arbeitsplätze alles ist Mangelware geworden.

      Viele müssen deswegen weiter weg fahren um so was überhaupt zu haben

      Ich vermute das in der Region die Gegner eher Rentner und Hartz IV sind

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  5. Tut mir leid aber das ganze hat für mich nichts mehr mit dem zu tun um was es eigentlich geht
    Baut endlich die Autobahn damit Ruhe herrscht

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  6. A49 Top Sache, denn dieses rumgetuckere
    Durch Dörfer und Städte bis Kassel oder bis zur A5 geht einem richtig auf den Sack! Menschen die unfähig sind Auto zu fahren, wo 100 erlaubt ist, fahren 98% aller Autofahrer grundsätzlich 60,70,80,90 aber keine 100!!!
    Ich frag mich wo diese Leute ihren Führaschein her haben.
    Alle die sich angesprochen fühlen, fahrt Fahrrad, Bus, Bahn scheiß egal aber verpisst euch von der Schraße dann tut ihr jedenfalls was fürs Klima!!!
    Ich habe über 20 Jahre meinen führaschein und fahre grundsätzlich schneller als jede Geschwindigkeit Begrenzung, den soo vermeidet man Unfälle!!! Unfälle passieren nur, weil man diese lahmen Kröten die Angst haben aufs Gaspedal zu drücken, aus Nerven und Wut überholt, auch an Stellen die nicht immer übersichtlich sind, weil es einfach zum verrecken nervt!!!
    Fahrt alle schneller, dann gibt es keinen Grund euch zu überholen und es passieren über 90% weniger Unfälle und der Rest die da rumtuckern und es auch weiter tun, verkauft besser euer Auto lauft nimmt das Rad, Bus, Bahn, aber verschwindet von der Straße!
    Deutschland hat sowieso genug Wald!
    Wenn ihr Aktivisten was bewegen wollt, dann fahrt nach Brasilien und schützt dort den Regenwald, damit bewegt ihr mehr als hier, den halb verreckten Herrenwald, der taugt e nix, wird mehr Gestrüpp und alte Bäume die ausgedient haben gerodet. Immer an der falschen Stelle was bewirken wollen, ich geh kaputt, genau wie die Lahmärsche auf der Straße! Es ist nicht sicherer wenn man am Steuer fast einschläft, bewegt euch und an die Aktivisten ab in den Regenwald, hier bringt das gar nix was ihr treibt, einfach ne Lachnummer.
    Kaputte Affen, im kaputten Wald 🤗

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    1. „Ich habe über 20 Jahre meinen führaschein und fahre grundsätzlich schneller als jede Geschwindigkeit Begrenzung, den soo vermeidet man Unfälle!!!“

      Ja, und ich bin einer von den drei kaputten Affen, die nichts hören, sehen und sagen wollen (https://i.pinimg.com/564x/b6/39/3b/b6393bcfea6184d9aa2f17c5653ae632.jpg). Ich habe meinen deutschen Sprachkurs seit drei Jahren. Und das ist gut so. Mein Fliewatüt fährt auch ohne Wald, Asphalt usw., nur mit dem Dünnpfiff, den „Chatte“ und andere Kommentatoren hier verstromen/verströmen/verwasweißdennich… Das ganze Gesabbel führt doch zu nichts.

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  7. Bei Überspitzinger zeigt Ghmd. Immer Interesse Dankeschön für die Kommunikation

    Musste drehen

  8. Herr Auel saß bei seinem Biere
    Und sprach: Ich schreib mal ne Satire
    In der, was ständig ich berichte,
    Nun zusätzlich einmal verdichte

    Nun wäre er kein Journalist
    Wenn er nicht gleich den ganzen Mist
    Der um die Autobahn sich rankt
    Und dem er seinen Job verdankt

    Literarisch zusammen bindet
    Sowie im ganzen Land verkündet
    Und dabei eine Form erwählt
    Wo Sinn mit Unsinn sich vermählt.

    Na, und so weiter. Letztlich scheitert das Projekt an unzureichender Recherche. Und der Verfasser ist weder im alt- noch im neutestamentarischen Sinne bibelfest.
    Und er durchdringt das Material seiner Satire weder vom allgemeinen Sinngehalt her noch unter juristischen Gesichtspunkten.
    Zentraler Fehler: Die Missdeutung der Geschichte von kaukasischen Kreidekreis. Hierbei geht es nämlich nicht um ein Lehrstück, wie man einen Ausgleich zwischen den streitenden Parteien herstellt. Der als weise beschriebene König Salomon geht hier im Interesse der Tatsachen-Ermittlung (Wer ist die leibliche Mutter des streitbefangenen Kindes?) äußerst brutal vor, indem er die Möglichkeit andeutet, letzteres in zwei Hälften zu zerteilen und damit jeder der um die Mutterschaft streitenden Parteien auf Kosten eines höheren Rechtsguts ihren vermeintlich gerechten Anteil zu geben.
    Ist das die Situation im Danneröder Forst? Nicht aus der Sicht des Obersten Verwaltungsgerichts, das Auels Satire zu Unrecht angreift. Das Gericht muss sich an Recht und Gesetz halten, selbst wenn dies lediglich Legalität bedeutet, aber nicht alle von der Legitimität der nun folgenden Baumaßnahmen überzeugt sind. Im von Salomon zu entscheidenden Fall mussten dagegen Legalität und Legitimität gegen eine Art versuchten Prozessbetrug durchgesetzt werden und erscheinen als rechtlicher Standpunkt der obsiegenden Partei deckungsgleich. Die siegreiche Prozesspartei triumphiert, die unterlegene muss dagegen das Feld räumen.
    Im Fall der Waldbesetzer unterliegt die Partei mit den stärksten (Klimaschutz!) Argumenten gegen ein Verkehrskonzept, das zwar ebenfalls auch ökologische Vorteile beinhaltet, die aber durch gravierende Nachteile erkauft werden müssen. Es wäre nun an der formalrechtlich obsiegenden Partei, freiwillig auf den Bau zu verzichten, um sich mit den Naturschützern auf einer höheren Ebene zu versöhnen und auf ein höheres gemeinsames Ziel zu verständigen.
    Auels „Lösung“ ist aber nicht klüger als Salomons nicht wirklich umzusetzender Vorschlag der hälftigen Teilung eines Menschen. Der Unterschied jedoch: Das Kind bleibt unzerteilt und wird zu deren Freude der leiblichen Mutter übergeben. Nach Auel setzen beide Parteien ihren Willen durch (FOLGE: Kind=Natur tot), bleiben aber auf den negativen Konsequenzen sitzen. In der fehlenden Analogie zwischen den falsch vermischten Fällen verliert die Satire ihre Moral. Indem man sie zu Ende denkt, wird das Ergebnis destruktiv und alternativlos. Worüber soll man da noch lachen? Über die Dämlichkeit der Akteure?

    P.S.: En Detail stimmt die ganze Geschichte natürlich auch nicht. Der Herr, der angeblich keinen Namen trägt, hat natürlich einen. Er heißt im AT Herr Zebaoth, Vornahme Jhwh (Jahwe). Später im NT nur noch Gott Vater. Denn der Herr der Himmlischen Heerscharen (Zebaoth) ist im NT dann Vater geworden („Ich bin dein Vater, röchel, röchel“!). Man kennt das aus dem Kino. Der Sohn heißt Jesus, war beruflich kurze Zeit als Heiland beschäftigt und zehrt nun nach allerlei Verwicklungen zur Rechten Gottes von seiner Invalidenrente. Erinnert dabei irgendwie an Trump Junior.

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  9. Für alle verweigerer der Ausbau der Infrastruktur.
    Zieht doch am besten in den Amazonasregenwald. Da helft ihr dem Planeten richtig.
    Zusätzlich noch den Eingeborenen dort, die haben eure Energie dringend nötig.
    Wir in Deutschland brauchen euch nicht.
    Die Anwohner dort und auch in anderen Regionen sind zufrieden und glücklich wenn die Autobahnen gebaut werden.
    Es spielt ja auch keine Rolle was gebaut wird… Hauptsache man ist dagegen…
    Nee nee nee.

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  10. @Karl Harvester

    Schon wieder eine rechte Beleidigung.
    Sie sollten sich nur ein einziges Mal bemühen einen Kommentar ohne Beleidigung zu verfassen? Schaffen Sie das? Nein? Warum nicht? Es ist doch eigentlich ganz einfach!

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  11. Humor hilft vielleicht, den ganzen Mist besser zu ertragen. Aber im Ernst: Es gibt Alternativen. Zum Beispiel die, ab Stadtallendorf Richtung Homberg diese Straße, wenn sie denn unbedingt gebaut werden muss, nicht als Autobahn, sondern als Bundesstraße weiterzubauen. Größtenteils auf der geplanten Trasse. Aber statt die B62 nördlich des Dannenröder Waldes zu kreuzen, kann die neue Bundesstraße der B62 über ein kurzes Stück folgen, bis ca 2 km vor Lehrbach. Dort verlässt sie die B62 und verläuft nach Süden, bis sie wieder auf die Trasse trifft. Dabei durchquert sie nur einen sehr kleinen Teil des Dannenröder Waldes. Im weiteren Verlauf geht die geplante Trasse ziemlich nah an Dörfern vorbei. Auf der neuen Bundesstraße könnte in Nähe der Ortschaften Tempo 50 festgelegt werden. So könnte man die Lärmbelastung für die betroffenen Anwohner wesentlich verringern. Eine Bundesstraße kann auch leichter über- oder unterquert werden mit Brücken und Tunneln. Sie stellt immer noch einen gravierenden (unzeitgemäßen, überflüssigen) Eingriff dar, zerschneidet die Landschaft aber weniger stark als eine Autobahn.

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    1. Wenn die Anlagen – die vor der A49 gebaut wurden – ausfallen ist genug Zeit Sie einfach zu reparieren. Mit der A49 hat die Verseuchung des FFH Schutzgebietes ohnehin nichts zu tun.

      Den von Ihnen zitierten Artikel sollten Sie auch bis zu Ende lesen:

      >> Bundesregierung, RP Gießen und Baugesellschaft sehen keine Gefahr <>>Wie wahrscheinlich ist das? So genau kann das Risiko laut Schäfer niemand vorhersagen. „Es ist geringfügig, aber nicht undenkbar.“ Es werde durch ausgesprochen viele Bauauflagen und -maßnahmen aktuell alles Menschenmögliche getan, um das zu vermeiden. <<<

      Der Zweckverband sieht also ein geringfügiges Risiko, zumindest nicht undenkbar. Die Gutachter im Planfeststellungsverfahren sehen die Risiken als vertretbar an.

      Die Bürgerinitiativen sowie Aktivisten benutzen diesen Sachverhalt, um die Menschen zu verunsichern. Die Art und Weise wie das geschieht ist gelinde gesagt eine Frechheit.

      Bei den Aktivisten denke ich, dass viele es tatsächlich einfach glauben. Bei den Vertretern der Bürgerinitiativen sieht es für mich eher nach Vorsatz aus.

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  12. Wäre die Sprengung dann nicht auch ein praktikabler Weg für die restlichen Autobahnen? 😉

    Das wäre dann sozusagen für die Kritiker eine späte Genugtuung und endlich mal eine wirkliche, gar nicht so teure, Klimaschutzmaßname.

    Vielleicht lässt sich der ein oder andere Straßenkilometer dann ja auch klimafreundlich umwidmen, damit nicht jedes Jahr über 70% des Bundesverkehrshaushaltes in die Sanierung von Straßen gehen müssen.

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    1. Genau, eine wirklich wirksame Klinaschutzmaßnahme… Wir können übrigens hier alles in die Luft jagen. Schließlich würden wir damit die ganzen ZWEI PROZENT (!!!111) des weltweiten CO2-Ausstoßes wiedergutmachen!

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  13. Nein, damit ist nicht alles gesagt! Ob Pro oder Contra. Hier geht es bei aller Emotion um einen Richtungsentscheid unserer Lebensgrundlage. Entschuldigung; da fehlt mir jeder Humor! Und ganz nebenbei: Richtersprüche sind der Spiegel unserer Gesellschaft und Macht. Da erkennt man den Riss, der durch unsere Gesellschaft geht. Hier hat er dazu geneigt niemanden auf die Füße zu treten und die Entscheidung zur politischen Ebene unserer Hegemonie zurück zu spielen. In welchem Sinne hat das Gericht also wirklich entschieden, und können sich die Richter dafür wirklich aus der Affäre ziehen, dass Sie die Entscheidung an eine andere Institution unserer Demokratie zurückgespielt haben? Wenn das nicht salomonisch war! Deshalb ja der durchaus richtige Einwand der A49-Gegner, dass Baurecht nicht Baupflicht ist. Aber die höchstrichterliche Waage entscheidet ja im Zweifel immer für die richtige Seite, oder? Ergo: Die Geschichte, bzgl. unserer sogenannten Mehrheitsentscheidung, wird uns eventuell eines Besseren belehren, oder auch nicht! Manchmal ist ein Salomonisches Urteil nicht die richtige Wahl, wenn es um einen gesellschaftlich hoch relevanten Richtungsentscheid geht. Und weiterhin stelle ich daraus die Frage, die leider in unserem zivilgesellschaftlichen hegemonialen System unerheblich ist, ob das ergangene Urteil wirklich durch eine Mehrheit an Menschen gesichert ist.

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    1. Demokratie bedeutet nicht, dass man immer bekommt was man will. Eine Mehrheitsentscheidung als „sogenannt“ zu bezeichnen, nur weil man nicht seinen Willen bekommen hat ist schlicht undemokratisch und ziemlich Kindergarten. Dann noch von einer Hegemonie zu faseln zeigt nur die Ablehnung der gesamten Grundlage unserer Gesellschaft.
      Das Extremisten aller Richtungen keinen Humor haben ist aber schon länger bekannt.

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      1. @Notaboomer
        Was für eine tolle Antwort! Kurz und bündig, einfach nur den Daumen hoch.
        Ich würde Sie gerne bei ähnlichen Diskussionen zitieren

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  14. Autobahn wird so oder so kommen und zur Info Aule die Rodung ist eben noch nicht fertig aber shit happens

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  15. Das hätte OL sich sparen können. Finde ich auch nicht Lustig. Die Ausdrucksweise und dieses Bild könnten manche Wirrköpfe ernst nehmen.

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    1. Es ist zwar längst noch nicht April
      Doch weil OL es halt so will
      Und es auch tut, weil es das kann
      Fängt’s schon im Herbst zu glösseln an.

      Der Stoff, aus dem die Glossen sind
      Das weiß heut schließlich jedes Kind
      Ist Überspitzung, wenn es geht
      Der Reali- zur Absurdität

      Doch Friede, Freude, Freiluft-Klo
      Es fehlt handwerkliches Niveau
      Die Story gerät zu absurd
      Und wird hierdurch zur Totgeburt

      Die Autobahn zuerst zu bauen
      Um sie gleich wieder weg zu hauen
      Das liest sich einfach derart blöd
      Das niemand mehr den „Spaß“ versteht

      Da lacht nicht mal ein krankes Huhn
      Mit Bibel hat das nichts zu tun
      Der kaukasische Kreidekreis
      Passt auch nicht recht zu diesem Scheiß

      Das Fazit steht dem Autor frei
      Dass wo zuletzt kein Holz mehr sei
      Das Feuer sich vergeblich plagt
      Und damit sei alles gesagt

      Doch stellt der Leser schließlich fest
      Dass man es hierbei nicht belässt
      Weil trotz salomonischer List
      Die „Lösung“ völlig sinnfrei ist

      Des Urteilsspruches Akzeptanz
      Wächst nicht aus Mangel an Substanz
      Des Vorschlags wie auch der Pointe
      Was denn Befriedung bringen könnte

      Das lehrt uns: Auch bei einer Glosse
      Sollst du den Dom in Kölle losse
      Auch die Satire wirkt gequält
      Wenn’s einem an Ideen fehlt.

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  16. Im Grundwasser von Stadtallendorf ist ja genuegend TNT vorhanden, und der Bau der A49 hilft es auch zu verbreiten

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    1. Sehr geehrter Herr (?) Klaus Meier,
      jetzt reicht es aber bald wirklich mit Ihrem Dünnschiss-Geschwafel, das Sie hier abziehen!! Zu jedem neuen Beitrag bei OL fällt Ihnen irgend ein Mist ein, den Sie dann auch gleich hier zum Besten geben. Nennen Sie mal die Quelle Ihrer Behauptung, daß im Grundwasser von Stadtallendorf TNT vorhanden ist! Sie haben sich in vergangenen Beiträgen auf die Aussagen von Herrn Schäfer vom Zweckverband berufen. Glauben Sie im Ernst, Herr Schäfer würde Ihnen bei Ihrer jetzigen Behauptung recht geben? Dann müßte er ja zugeben, daß er wissentlich die 500Tsd Menschen im Rhein-Main-Gebiet vergiftet, wo laut Ihren Aussagen das Grundwasser hingepumpt wird. Was ja auch wieder nur zum Teil stimmt. Der Großteil des Wassers geht in die Wetterau, nur ein kleiner Teil geht wg. eines Vertrages mit der OVAG nach Frankfurt. Ich glaube, Ihnen macht es Spaß, durch Ihr unqualifiziertes Gebabbel immer wieder zu versuchen, die „gegnerischen“ Parteien gegeneinander auszuspiellen. Und dann sitzen Sie zuhause (wo immer das auch ist?)vor Ihrem PC und es geht Ihnen wahrscheinlich noch einer ab, wenn Sie dann die Reaktionen auf Ihren Mist lesen. Wie soll außerdem eine Autobahn helfen, das TNT zu verbreiten? Steht es dann per Anhalter an der Autobahnauffahrt, oder fährt es etwa selber mit dem Auto? Wer solchen Blödsinn wie Sie schreibt, bekommt hier auch mal eine blöde Frage gestellt. So, und jetzt überlegen Sie mal, welche „fantastische“ Behauptung Sie jetzt aus dem Hinterstübchen Ihres Hirns hervorholen. Achtung, bitte nicht überanstrengen!

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      1. Lieber Lästerer,
        da haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Immer das gleiche Schema. Ich lese das schon lange nicht mehr, weil Zeitverschwendung.

        Mich interessieren andere Dinge :
        Die Dannenröder scheinen ja sehr umweltbewusst zu sein, um jeden Baum wird gekämpft.

        Warum hat sich dann 70 Jahre lang niemand für die Sanierung des verseuchten Geländes interessiert? Wo waren denn die sog. Aktivisten? Oder kann es sein, dass die nur dorthin gehen, wo der Abenteuerwert hoch genug ist?

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    2. Herr Meier,
      Sie liegen wieder eimal falsch. Insgesamt wurden für die beiden Werke 33 Tiefbrunnen und 3 Wasserwerke gebaut. Das Wasser wurde und wird aus einer Tiefe von ca. 160 – 200 Metern gefördert und ist nicht kontaminiert. Die Anlagen funktionieren heute noch. Die kontaminierte Oberfläche wurde bis zum Jahre 2016 zu einer Tiefe von 3 Metern ausgetauscht. Die TNT Halde im DAG Werk wurde zwischen 2002 und 2004 entsorgt und von Schadstoffen gereinigt.

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      1. Irrtum, der gesamte Herrenwald ist im Prinzip kontaminiert. Ich war beim Bund, und im ganzen Wald wurde schließlich das Graben von Schutzlöchern untersagt, weil flächendeckend TNT nachgewiesen wurde.

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