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Bundesweite Aktion "Night of Light" auch im VogelsbergVogelsberger Veranstaltungsstätten in mahnendes, rotes Licht getaucht

VOGELSBERG (akr). In ganz Deutschland sind in der Nacht von Montag auf Dienstag unzählige Gebäude rot erleuchtet. Auch im Vogelsberg wurden viele Veranstaltungsstätten in ein mahnendes, rotes Licht getaucht. Hintergrund war die bundesweite Aktion „Night of Light“, die auf die dramatische Situation der Veranstaltungsbranche in der Corona-Krise aufmerksam machen wollte.

Was so schön aussah in der Nacht von Montag auf Dienstag, hat einen ernsten Hintergrund: Die Veranstaltungsbranche wurde von der Corona-Krise hart getroffen. Nun hat sie mit einer bundesweiten Aktion auf ihre dramatische Lage aufmerksam gemacht. In ganz Deutschland wurden Eventlocations, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke in rotem Licht illuminiert. Die „Night of Light“ war ein flammender Appell und Hilferuf an die Politik zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft. Auch im Vogelsberg haben sich einige Veranstaltungsstätten an dieser Aktion beteiligt, sich in rote Mahnmale verwandelt.

„Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen“, begründet Initiator Tom Koperek  die Aktion bereits im Vorfeld. Die Veranstaltungsbranche hat es derzeit nämlich alles andere als einfach. Seit nunmehr drei Monaten schon sind jegliche Arten von Großveranstaltungen verboten – seien es Konzerte, Festivals, Hochzeiten, Theateraufführungen oder Tagungen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die nächsten 100 Tage würde die Veranstaltungswirtschaft nicht überstehen. Die aktuellen Auflagen und Restriktionen machen die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen laut Koperek quasi unmöglich. „Einem riesigen Wirtschaftszweig ist praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden, eine Pleitewelle enormen Ausmaßes droht: mit gravierenden Folgen für den Arbeitsmarkt und die kulturelle Vielfalt als tragende Säule unserer Gesellschaft“, so der Initiator.

In ein rotes Licht gehüllt: Die Villa Raab in Alsfeld. Foto: Heiser

Um auf diese dramatische Situation aufmerksam zu machen, hat der „Night of Light“-Initiator alle Unternehmer aus der Branche – egal ob Locations, Veranstalter, Event-Agenturen, Messebauer oder Caterer – dazu aufgerufen, in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni an dieser Aktion teilzunehmen und ihren Firmensitz, ihre Location oder irgendein Gebäude oder Bauwerk in der Heimatstadt in rotes Licht zu tauchen – ein flammender Appell und Hilferuf an die Politik zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft.

„Night of Light“ auch im Vogelsberg

Diesem Aufruf sind zahlreiche Menschen aus der Veranstaltungsbranche gefolgt. In ganz Deutschland wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag auserwählte Gebäude in rotes Licht getaucht – so auch im Vogelsbergkreis. So nahmen unter anderem die Villa Raab in Alsfeld und das Schloss Romrod mit der Unterstützung von Powerplay Eventtechnik sowie der Schäferhof in Eudorf an diesem bundesweiten Lichtspektakel teil und setzten ein Zeichen für die Rettung dieser Branche. Gleiches gilt für die Hessenhalle, die dank der Unterstützung von der Fölsing-PA-Veranstaltungstechnik in einem strahlenden Rot erstrahlte.

Auch der Schäferhof in Eudorf setzte ein Zeichen. Foto: Kirchheim

Doch sie waren nicht die einzigen – die Firma CTW Eventtechnik ließ das Rathaus der Stadt Homberg Ohm in einem mahnenden, roten Licht erstrahlen, und in Wartenberg verwandelten Till Eifert aus Angersbach und Florian Gies aus Herbstein gemeinsam die Burgruine in ein rotes Spektakel. In Schwalmtal hat das BZA-Service Team die Gemeindeverwaltung, das Alte Backhaus und die Schwalmbrücke beleuchtet, in Schlitz war es die Landesmusikakadmie, die in der Abenddämmerung rot aufleuchtete.

In ein leuchtendes Mahnmal verwandelte sich dank Sound for Events-Veranstaltungstechnik auch die Feierscheune in Bermuthshain in ein leuchtendes Mahnmal, in Lauterbach beteiligte sich die zweikopf Agentur ebenfalls an der Aktion, indem sie ihr Firmengebäude aufleuchten ließ. An vielen Orten im Vogelsberg setzte man also an Zeichen, appellierte an die Politik, machte auf die dramatische Situation der Veranstaltungsbranche in der Corona-Krise aufmerksam – die auch den Vogelsberg trifft.

Ein Gedanke zu “Vogelsberger Veranstaltungsstätten in mahnendes, rotes Licht getaucht

  1. Alles was sich in den letzten Jahren Entwickelt hat wird nun auf Normal zurück gefahren .Da können sie rotes Licht machen und sich aufregen es wird nicht mehr so werden wie es war.

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