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Großes Sommerfest am 17. AugustFreiwillige Feuerwehr Eudorf feiert 125-jähriges Bestehen

EUDORF (pw). Die Freiwillige Feuerwehr in Eudorf feiert am Samstag, 17. August, ihr 125-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums findet ein Sommerfest mit einem Tag der offenen Tür rund um das Feuerwehrhaus des Alsfelder Stadtteils statt. Zu den Aktionen an der Welzbach zählen Kinderschminken, eine Hüpfburg, mehrere Pools und eine über 50 Meter lange Wasserrutsche.

Das Programm startet um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen, es folgen um 16 Uhr die Grußworte, bevor ab 17 Uhr die musikalische Unterhaltung beginnt. Den Auftakt machen die Friends of Music, um 17:30 Uhr erwartet die Besucher zünftige Blasmusik vom Musikverein Leusel und ab 22:30 Uhr legt DJ Stefan die Platten auf. Während des Festes werden verschiedene Grillspezialitäten angeboten. Für kulinarische Genüsse soll zudem eine Cocktailbar sorgen.

Eine Wasserrutsche wird wieder für ordentlich Spaß sorgen. Foto: Philipp Weitzel

Zur Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr in Eudorf

Am 19. Mai 1825 kam es in Eudorf zu einer Brandkatastrophe, bei der ein Großteil des Dorfes eingeäschert wurde. Nur sieben Häuser und die Kirche sollen damals von den Flammen verschont worden sein. Die Freiwillige Feuerwehr wurde Jahrzehnte später im Jahr 1894 gegründet. Der erste Kommandant war Reinhardt Rupp, sein Stellvertreter Johannes Schäfer. Am 28. Februar 1900 konstituierte sich der Verwaltungsrat der Wehr, dabei kam es zur Bildung von Steig-, Spritzen- und Ordnungsmannschaft sowie der Benennung von zwei Signalisten.

Die erste aufgezeichnete Übung ist für das Jahr 1910 erwähnt. Für das Jahr 1926 ist am 13. Dezember der erste von zehn Großbränden der vergangenen 125 Jahre in der Chronik verzeichnet. Dazu soll um 3:40 Uhr morgens ein Reiter durch das Dorf galoppiert sein und die Einwohner mit dem Ruf „Feuer, Feuer, ganz Dotzelrod steht in Flammen“ geweckt haben. Im Jahr 1927 zählte die Wehr bereits 86 Mitglieder. In der Generalversammlung vom 18. April 1933 wurde über Jahreseinnahmen von 22,31 Reichsmark und Ausgaben von 15,80 Reichsmark berichtet, es verblieb ein Kassenbestand von 6,51 Reichsmark.


Im Jahr 1942 wurde eine Damenabteilung unter Leitung von Oberbrandmeister Karl Wagner gegründet, ihr gehörten mehr als zehn Mitglieder an. Am Karfreitag des Jahres 1945 gingen in Eudorf durch Panzerbeschuss zwei Scheunen, ein Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude in Flammen auf. In den Jahren von 1955 bis 1970 befand sich die Unterkunft der Feuerwehr im Schulhaus, in den Jahren 1970 bis 1994 in drei Garagen, danach im jetzigen Feuerwehrhaus.

Die Eudorfer Ortsbrandmeister und Wehrführer im Überblick

1894 bis 1922 Reinhardt Rupp
1922 bis 1927 Heinrich Dietz
1927 bis 1933 Heinrich Schäfer I.
1933 bis 1934 Johannes Obermann
1934 bis 1948 Karl Wagner
1948 bis 1950 Willi Zulauf
1950 bis 1963 Heinrich Hintz
1963 bis 1964 Hans Stein
1964 bis 1969 Wilhelm Becker
1969 bis 1994 Gerhard Schäfer
1994 bis 2013 Michael Eilts
2013 bis 2019 Tobias Merle

Grußworte zum Jubiläum

Eine Vielzahl von Grußworten wurden der Freiwilligen Feuerwehr in Eudorf zu ihrem Jubiläum gewidmet. Zu den Verfassern zählten der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, der Hessische Innenminister Peter Beuth, Landrat Manfred Görig, Bürgermeister Stephan Paule, Ortsvorsteher Edgar Merle, Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland sowie Stadtbrandinspektor Daniel schäfer.

Ministerpräsident Volker Bouffier stellte in seinem Grußwort heraus: „Die Einsatzbereitschaft und die Leistung der Feuerwehrleute verdient unser aller Dank, Anerkennung und Respekt“. Wie er schrieb, sind die Feuerwehrleute ein herausragendes Beispiel für eine lebendige Gesellschaft, in der sich die Menschen füreinander einsetzen. Aus seiner Sicht is es umso notwendiger zu betonen, dass den Helferinnen und Helfern immer die angemessene Achtung entgegenzubringen ist, und dass ihre Arbeit aktive Unterstützung verdient.

Innenminister Peter Beuth stellte heraus:. „Wenn eine Freiwillige Feuerwehr ihren 125. Geburtstag feiern kann, ist das vor allen ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit und die gelebte Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr“.