
Gelbe Schleife als Symbol für Wertschätzung und Verbundenheit mit Soldaten der BundeswehrFamilie Philipp-Odermatt und ihre „Vogelsberglamas“ zeigen Solidarität
LINGELBACH (akr). Sie ist ein Symbol für Solidarität, Anerkennung, Wertschätzung und Verbundenheit mit den Soldaten der Bundeswehr im Auslandseinsatz: die Gelbe Schleife. An einigen Ortseingängen in der Region hängen sie schon, Angehörige der Truppe verteilen sie mittlerweile auch an private Unternehmen. Der Lama- und Alpakatrekkingbetrieb “Vogelsberglamas” der Familie Philipp-Odermatt in Lingelbach bekennt sich nun auch zur Bundeswehr.
„Es ist für mich eine besondere Ehre, heute hier zu sein“ eröffnete Maurice Timmermans, Brigadegeneral der Division Schnell Kräfte, seine kleine Ansprache. Gemeinsam mit Martin Würz, Hauptmann und Vorsitzender des Fördervereins Stab Division Schnelle Kräfte, Oberstleutnant Andreas Ortmann, Oberstleutnant Frank Hille sowie Marion Fenner vom Förderverein war Timmerman aus Stadtallendorf angereist, um Familie Philipp-Odermatt die gelbe Schleife überreichen zu können.
Im Namen der Division und des Divisionskommandeurs Generalmajor Hannemann dankte er Silke Philipp-Odermatt und Reiner Odermatt für ihre Bereitschaft, die gelbe Schleife in Empfang zu nehmen.

„Dieser Moment ist für mich zu wichtig, um nicht die richtigen Worte zu finden“, sagte Brigardegeneral Maurice Timmermans. Seine Muttersprache ist nämlich niederländisch, deshalb nahm er sich ein paar Notizen als Hilfsmittel.
„Der einzigartige Dienst als Soldat ist weder einfach, noch ungefährlich. Egal ob im Auslandseinsatz oder in der Heimat, ist dieser Beruf mit besonderen Belastungen und Entbehrungen verbunden – und das schließt natürlich auch die Familien ausdrücklich mit ein“, erklärte Timmermans. Seit einigen Jahren gelte die gelbe Schleife auch in Deutschland als Inbegriff der Solidarität und als politisch unabhängiges Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen in der Bundeswehr, die mit der Erfüllung ihrer Aufgabe für die Bevölkerung einstünden. Ursprünglich kommt sie aus den USA.

Hauptmann und Vorsitzender des Fördervereins Stab Division Schnelle Kräfte, Martin Würz, bedankte sich und gab einen kleinen Einblick in die Arbeit des Vereins.
Die gelbe Schleife sei ein Ausdruck von Empathie und dem Wunsch nach baldiger gesunder Rückkehr der Angehörigen der Streitkräfte, Freunde, Nachbarn, Mitmenschen und Bekannten. „Die größte Stütze für unsere Soldaten und Soldatinnen sind ihre Familien und der Rückhalt in der Gesellschaft“, betonte der Brigadegeneral und übergab das Wort an Hauptmann Martin Würz. Der bedankte sich ebenfalls für die Bereitschaft der Familie, die gelbe Schleife an ihrem Hof anzubringen und freute sich, dass mittlerweile insgesamt 21 Stück an private Unternehmen übergeben werden konnten.

Große Freude bei Familie Philipp-Odermatt: Endlich halten sie die gelbe Schleife in ihren Händen.
Doch wie kam es eigentlich überhaupt dazu, dass sich die Familie aus Lingelbach dazu entschied, die Schleife ihrem Hof anzubringen? Es war Karfreitag diesen Jahres, als Silke Philipp-Odermatt und Reiner Odermatt bei einem Vortrag von Andreas Marlow, dem damaligen Kommandeur der Division Schnelle Kräfte, das erste Mal von den gelben Schleifen hörten. „Wir fanden das sehr unterstützenswert“, sagt Philipp-Odermatt, auch sie wollten mit der gelben Schleife ein Zeichen setzen, beziehungsweise werden es jetzt. Direkt am Zaun zur Hofeinfahrt wird sie angebracht, damit man sie von der Straße auch gut sieht.
Doch das ist noch nicht alles: Das Ehepaar spendet noch 500 Euro an den Verein und von jeder verkauften Tierpatenschaft werden nochmal jeweils fünf Euro in die Vereinskasse fließen. Das gefällt auch Bürgermeister Stephan Paule: „Ich freue mich, wenn sich heimische Unternehmen beteiligen. Es kann nicht genug solcher Firmen geben“.

Was die Alpakas von der Aktion halten, ist nicht bekannt.
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Sehr geehrte Frau Roth,
vielen Dank für den gelungenen Artikel. Es war aus Sicht des Fördervereins Stab DSK e.V. und der DSK eine erfolgreiche Veranstaltung.