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Frühlingsempfang mit Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel des SPD-Ortsvereins Gemünden„Wir brauchen mehr Europa, statt weniger Europa“

GEMÜNDEN (ol). Sichtlich zufrieden zeigte sich der Ortsvereinsvorsitzende der Gemündener Sozialdemokraten, Lukas Becker, angesichts des ersten Frühlingsempfangs der Gemündener SPD im Dorfgemeinschaftshaus in Otterbach, zu dem ein besonderer Gast geladen war: der scheidende Fraktions- und Landesvorsitzender der Hessischen SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, der über die Europawahl referiert.


In der Pressemitteilung der Gemündener Sozialdemokraten heißt es, zum Anlass der bevorstehenden Europawahl am 26. Mai sprach Schäfer-Gümbel zu dem Thema „Europa ist die Antwort“. „Wir brauchen mehr Europa, statt weniger Europa“, so sein Fazit. Damit warnte er vor den rechtspopulistischen Parteien von denen es in Europa ein ganzes Sammelsurium gebe und die Europa letztendlich abschaffen wollen.

Deshalb mache ihm gerade das die meisten Sorgen und deshalb habe in diesem Jahr die Europawahl eine ganz besondere Bedeutung. Denn einfache Lösungen gebe es nicht. Der Versuch zu sagen, „Grenzen zu und gut“, sei keine Lösung. Europa bedeute Zusammenhalt und Gerechtigkeit. Dafür stehe das Europa-Programm der SPD, das dies mehr als deutlich mache. Europa müsse gestärkt werden, um gegenüber den USA, China und Russland gemeinsam auftreten zu können.

In seiner Rede gebrauchte der SPD-Politiker häufig Begriffe wie Gemeinsamkeit, Kompromissbereitschaft oder Kooperation. Das gelte für alle Politikbereiche – egal, ob es sich um Klimawandel, Digitalisierung, Umweltschutz oder Wohnungsnot handele. Auch die im Anschluss an seine Rede gestellten Fragen aus dem Publikum bezogen sich in der Kern auf europapolitische Themen.

Angesichts des Erstarkens rechtsextremer, nationalistischer Bewegungen in Europa äußerte Schäfer-Gümbel seine wichtigste Bitte: mit vielen Menschen zu reden, denn Rechtspopulisten wollten zurück in den Nationalismus, in Kleinstaaterei und Abschottung. Der Gemündener SPD-Vorsitzende Lukas Becker bedankte sich mit einem Präsent bei Thorsten Schäfer-Gümbel für sein Kommen und für seine engagierte Rede.

3 Gedanken zu “„Wir brauchen mehr Europa, statt weniger Europa“

  1. Oh ja, bitte! Gebt uns mehr Europa! Mehr Dumpfbacken, die aus Versehen aus der EU austreten, mehr finstere Staaten aus Osteuropa, die erst die Pressefreiheit und dann die unabhängige Justiz abschaffen, mehr Mafia, mehr Korruption und Selbstbereicherung mit Hilfe von EU-Subventionen, mehr hoch dotierte Pöstchen für Leute wie Martin Schulz oder Günther Öttinger!
    Einfache Lösungen gibt es nicht. Nur einfach immer neue Probleme. Und das Europa-Programm der SPD. Da steht drin, was alles einfach k-e-i-n-e Lösung ist und dass Europa einfach Zusammenhalt und Gerechtigkeit bedeutet. Und na klar: Gemeinsamkeit, Kompromissbereitschaft und Kooperation helfen einfach in allen Politikbereichen. Deshalb lässt sich die SPD von ihren Grokopartnern ja immer kleine Nebensätze und viele Ausnahmetatbestände in ihre „Gute-Miene-zum-bösen-Spiel-Gesetze“ schreiben, einfach damit Brautkleid Brautkleid, Blaukraut Blaukraut, Kinder- und Altersarmut Kinder- und Altersarmut und Pflegenotstand Pflegenotstand bleiben.
    Und der Wähler tritt ihr dafür dann in den Allerwertesten. Aber selbst in den bittersten Stunden kann man noch vom kleinen Häwelmann das Siegen lernen. Einfach das Beinchen hoch und heiße Luft ins Nachthemd blasen. Mehr! Mehr! Und schon fährt das Rollenbett sogar die Wände hoch.
    Jedenfalls bei Märchendichter Theodor Storm. Theodor Schäfer-Gümbel und Häwelmann Becker müsste da schon etwas mehr einfallen. Tut es aber nicht, außer vielleicht öffentlichen Sorgenfalten über wachsenden Staatsverdruss und Rechtspopulismus. Aber solche Sorgen sind leicht zu falten, wenn auch nach Jahrzehnten erfolgloser Arbeit für einen selbst gut gesorgt ist.

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  2. “Europa bedeute Zusammenhalt und Gerechtigkeit“. Schön- und wann soll es umgesetzt werden?
    …Erstarkens rechtsextremer, nationalistischer in Europa..
    Ist klar ;-) Jeder(r) die/der die zu Beginn genannten “Werte“ für sein Land beanspruchen möchte, wird bereits als nationalistisch angesehen und wer seine Meinung dann noch vertritt, ist Rechtspopulist(in). So kann man schön von dem eigenen Fehlverhalten ablenken. Unsere Regierung hält sich nicht mehr an Gesetze, macht sich diese notfalls passend und wundert sich dann über “fehlende Kooperation“… An Absurdität nicht zu übertreffen.

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    1. Es ist richtig: Politiker machen falsche Versprechungen, lügen, halten sich nicht an Absprachen, verstoßen gegen internationale Abkommen. Wann war das denn mal anders? Vor Gründung der Bundesrepublik? Dass ich nicht hysterisch kichere!
      Aber „der Bürger“ macht es ja nicht anders. Er parkt auf dem Behindertenparkplatz („nur ganz kurz“), schummelt bei der Steuererklärung, raucht trotz der guten Vorsätze nach dem 1.1. weiter, und Mutter lässt heimlich den Schornsteinfeger in die Wohnung.
      Soll deshalb jetzt jeder hohle Klaus auch noch den Holocaust leugnen dürfen?

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