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Insolvenzverwalter äußert sich inzwischen optimistischWellewerk in Alsfeld nimmt am Freitag wieder Arbeit auf

ALSFELD (jal). Im Werk von Wellemöbel in Alsfeld sollen die Bänder wieder anlaufen. Wie ein Mitarbeiter gegenüber OL bestätigte, soll am Freitag das erste Mal im neuen Jahr wieder gearbeitet werden. Der Insolvenzverwalter des Betriebs mit Hauptsitz in NRW äußert sich inzwischen optimistisch.


Regulär hätte die Arbeit in Alsfeld nach den üblichen Betriebsferien schon am 2. Januar weitergehen sollen. Doch die Mitarbeiter kamen in eine ungeheizte Arbeitsstätte. Produziert werden konnte nicht, es war immer noch kein Leim da. Der vorläufige Insolvenzverwalter des Unternehmens, der Düsseldorfer Anwalt Frank Kebekus, ließ zu diesem Zeitpunkt eine Anfrage von OL unbeantwortet.

Jetzt meldet die Neue Westfälische unter Berufung auf ihn, dass im Stammwerk von Wellemöbel in Bad Lippspringe die Arbeit weiter gehen soll. Bei den dort zu Welle gehörenden Unternehmen sollen von insgesamt 342 Mitarbeitern Stand Anfang Dezember noch etwa 200 bereit sein, weiterzuarbeiten.

Arbeit soll am Freitag wieder aufgenommen werden

Ein Mitarbeiter von Welle in Alsfeld bestätige OL, dass auch dort am Freitag die Produktion wieder anfahren solle. Vor Weihnachten waren etwa noch 65 Mitarbeiter dort beschäftigt, der Mitarbeiter rechnet damit, dass etwa 45-50 Kollegen da sein werden, um die Arbeit wieder aufzunehmen. Kebekus geht dem Bericht nach von einer Sogwirkung aus, die der Weiterbetrieb auf die Bereitschaft der zögernden Belegschaft habe, die Umstände der Sanierung zu akzeptieren. „Es werden noch mehr werden, wenn andere sehen, dass es weitergeht“, sagte er.

Wer dazu bereit ist, muss jedoch eine schwere Entscheidung treffen und eine sogenannte Abtretungserklärung unterzeichnen. Damit verzichtet er auf einen Teil des seit September nicht gezahlten Lohns. Im Gegenzug stelle der Insolvenzverwalter die Zahlung eines Insolvenzgeldes für die Monate Dezember, Januar und Februar sicher, heißt es in der Neuen Westfälischen.

Kurz vor Weihnachten berichtete die Zeitung noch, Anwalt Kebekus beurteile die Chancen auf eine erfolgreiche dritte Insolvenz des Unternehmens als „sehr schwierig“. Mittlerweile hat sich die Meinung des vorläufigen Insolvenzverwalters offenbar geändert. „Die Auftragslage ist ziemlich gut“, wird der nun von dem Blatt zitiert. Und: „Die Situation ist alles andere als aussichtslos.“

Bei bestimmten Büromöbeln sei Welle Marktführer, der Name des Unternehmens stehe offenbar im deutschen Markt und darüber hinaus für Qualität. Ihm sei sei gelungen, „vier, fünf“ Verträge abzuschließen, „Und wir haben erst mal nur bei den großen Kunden nachgefragt“, sagte er dem Bericht nach weiter.

Weiteres Gespräch in Aussicht

Zudem berichtete der Anwalt, er habe mit einem Investor gesprochen, ein weiteres Gespräch solle bald folgen. Je mehr Geldgeber es gebe, desto höher seien die Chancen für ein ordentliches Insolvenzverfahren. Mögliche Investoren würden die Strukturen der Firma bestimmen können. Am 1. März sei Stichtag für den Sanierungsplan, in dem der zukünftige Aufbau der Firma – und damit wohl auch die Zukunft des Wellewerks in Alsfeld – erkennbar sein müsse.

Ein Mitarbeiter des Werks in Alsfeld hatte kürzlich im Interview mit OL dem Management der Firma die Schuld an der erneuten Schieflage der Firma gegeben. „Die Schuld liegt ganz klar beim Management in Bad Lippspringe bei Paderborn. Welle-Möbel hat bereits zwei Insolvenzen hinter sich. Nach jeder Insolvenz wurde die Vielfalt in der Produktpalette reduziert. Wir haben Möbel zum Beispiel in weniger Farben produziert, das hat der Firma gutgetan, die Stückzahlen stiegen. Als es dem Unternehmen besser ging, wurde die Vielfalt wieder erhöht – und das hat wieder zur Schieflage geführt. Das haben wir Mitarbeiter ganz klar so gemerkt“, hatte er gesagt.

4 Gedanken zu “Wellewerk in Alsfeld nimmt am Freitag wieder Arbeit auf

  1. Das Werk arbeitet nach wie vor nicht! Es fehlt immer noch an Schrauben und Leim! Seit Wochen ist nicht ein Möbelstück an die Händler Versand worden!!!

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  2. Bitte demnächst genauer recherchieren.
    Am 2 Januar war die kpl. Firma in Alsfeld beheizt.

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  3. Frage:
    Verzichtet der Insolvenzverwalter auch auf einen Teil seines Entgelts?

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  4. Die Auftragslage sei ziemlich gut, warum sollen dann die Mitarbeiter auf ihren ausstehenden Lohn verzichten. Die haben die letzten Jahre auf schon so viel verzichtet. Dez.Jan.Feb. bekommen Sie doch sowieso ihr Geld vom Arbeitsamt. Das ist doch vom Gesetz so. Hört sich irgendwie komisch an. Will er die Leute für dumm verkaufen.

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