Kind und Kegel2

Aufführung der Theater-AG der Stadtschule im Haus StephanusEin Weihnachtsfest mit Hexen, Elfen und Trollen im Haus Stephanus

ALSFELD (akr). Am Mittwochnachmittag wurde es im Haus Stephanus weihnachtlich und mystisch zugleich: Hexen in bunten Kleidern, zauberhafte Elfen und grüne Trolle mit roten Haaren versammelten sich im Aufenthaltsraum „Marktplatz“ des Seniorenzentrums. Der Grund dafür: 14 Kinder der Stadtschule waren zu Gast, um mit dem Theaterstück „Das Weihnachtsfest im Hexenwald“ Weihnachtsstimmung zu versprühen.



Wildes Gewusel herrscht hinter dem schwarzen Vorhang, der mit vielen kleinen Lichtern verziert ist. Ein paar Hexenbesen blitzen bereits hinter ihm hervor. Der Marktplatz im Haus Stephanus ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Neugierig schauen einige Bewohner sogar von der Empore hinunter. Gleich wird nämlich die Theater-AG der Stadtschule ihr Stück „Das Weihnachtsfest im Hexenwald“ aufführen. Sechs Wochen lang haben die 14 Kinder mit Lehrerin Heike Wolff geübt, fünf Aufführungen schon gemeistert. Heute ist die letzte an der Reihe. Noch ein kurzer Soundcheck und es geht los.

Mit bunt geschmückten Kostümen verzauberten die kleinen Hexen das Publikum. Fotos: akr

Fünf Hexen in bunten, flatternden Kleidern treten vor den Vorhang. „Hexen sind nach altem Glauben, die, die deinen Schaf dir rauben. Hexen sind ja so gemein, müssen immer böse sein“ flüstern sie und laufen im Kreis hintereinander her. „Ach das ist doch gar nicht wahr, Hexen sind ganz wunderbar. Hexen sind doch weise Frauen, die auch in die Zukunft schauen. Drum habt vor Hexen keine Angst, wenn je zu Hexen du gelangst“ flüstert es weiter. Dass man vor Hexen keine Angst haben muss, das wissen allerdings noch nicht alle in der Gegend.

Viele Bewohner waren gekommen, um sich das Stück der kleinen Besucher anzuschauen.

In der Nähe des Hexenwaldes kommen zwei Kinder mit einem Schlitten voller Geschenke vorbei. Der Schlitten lässt sich so schwer ziehen, dass sie überlegen eine Abkürzung zu nehmen – die führt aber durch den Hexenwald, und da sollen bekanntlich die gemeinen Hexen leben. Doch eines der beiden Mädchen ist sich sicher: Hexen gibt es nur in Hogwarts und das liegt ja in England. Also machen sich die beiden auf den Weg durch den Hexenwald.

Der Schlitten ist schwer, eine Abkürzung kommt da sehr gelegen.

Währenddessen putzen die Elfen den Wald für Weihnachten, tanzen und singen. Doch dann rumpelt es plötzlich: Die Trolle Unhold, Übelgrund und Übermut mit grünem Gesicht und rotem Haar statten den Elfen einen Besuch ab. Schnell bringen sich die Zauberwesen hinter den Bäumen in Sicherheit. Die Trolle kommen näher, rütteln an den Bäumen, die Elfen zittern. Sie wollen ihr Unwesen treiben, alles kaputt machen und es dann einfach auf die Hexen schieben. Das ist der Plan. Doch dann schnüffelt Unhold Menschenfleisch: Die Kinder samt Schlitten kommen nämlich immer näher und werden prompt von den Bösewichten überrascht. Doch Hilfe naht – die Elfen haben sich aus dem Staub und schnell auf den Weg zu den Hexen gemacht.

Die bösen Trolle.

„Schnell ihr müsst helfen“, ruft eine Fee. Die Hexen blicken irritiert von ihrer Teerunde auf. „Die Trolle! Sie haben am Westtor vom Hexenwald ein paar unschuldige Kinder überfallen“, rufen die Elfen. Den Hexen reicht es. Immer wieder dieser Ärger mit den Trollen. Ohne Zögern beschließen sie, den Kindern zu helfen. Doch sie kommen zu spät. Der Schlitten mit allen Geschenken ist bereits in den Fängen der Trolle.

Das wissen die Kinder aber nicht und machen die Hexen für die verschwundenen Geschenke verantwortlich. Doch schnell sorgen die Hexen für Aufklärung: Die Trolle waren es. Das war aber das letzte Mal, dass sie etwas Gemeines machen. Sie wurden nämlich mit einem Nettigkeitszauber belegt. Jetzt können sie nur noch nett sein. Die Hexen heben die Hände nach oben: „Appari Regali“, rufen sie im Chor, und die Geschenke sind wieder da. Warum nicht gemeinsam Weihnachten feiern, denken sich die Hexen und Elfen. Gesagt getan – mit Weihnachtsschmuck, Morcheltee, Butterbier und Plätzchen ließ man das Weihnachtsfest ausklingen.

Weitere Eindrücke des Stücks:

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2 Gedanken zu “Ein Weihnachtsfest mit Hexen, Elfen und Trollen im Haus Stephanus

  1. Als wir Kinder waren, hatte Weihnachten noch etwas mit Jesus Christus, Maria, Josef und Hirten zu tun! Mit Engeln und einer Stimme aus dem Himmel, die der Menschheit Rettung versprach! Auch drei angeblich Weise aus dem „Morgenland“ standen noch mit Geschenken dabei.
    Hier sehe ich nur Figuren, die dem keltischen JUL-Fest entsprungen sind und anderen heidnischen Bräuchen entstammen!
    Ob sich wohl der Gott der Bibel über diesen „Wandel“ freut?
    Jener Gott, der einmal sagte, dass er keine anderen Götter neben sich dulden würde? Der Zauberei und Magie in der heiligen Schrift auf das Schärfste verurteilt!

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    1. Lieber Herr Holger Graulich,
      wenn ich mir Ihre Ausführungen anschaue, kann ich nur zu folgender Schlussfolgerung kommen: Sie haben diese Theateraufführung überhaupt nicht gesehen, sondern urteilen allein aufgrund von Sekundärinformationen (dem Zeitungsartikel). Eine Unsitte, die heute leider weit verbreitet ist und die in der Welt schon viel Schaden angerichtet hat.
      Wer dann noch mit „Gott gefallen“ argumentiert, sollte sich wirklich fragen, ob er in Anbetracht der vielen Verbrechen, die im Namen der christlichen Religionen geschehen sind und immer noch geschehen, mit seiner Weltanschauung noch auf der Höhe der Zeit ist oder sich doch eher im Mittelalter befindet.
      Mir fällt hier nur ein Kommentar ein: SCHADE

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