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Am 1. Dezember ab 10 Uhr im Posthotel Johannesberg in LauterbachKlausurtagung der Vogelsberger Sozialdemokraten

LAUTERBACH (ol). Der Kreisvorstand und die Vorsitzenden sowie Vertreter der Ortsvereine in der SPD Vogelsberg kommen am Samstag, den 1. Dezember ab 10 Uhr zu einer Klausurtagung im Posthotel Johannesberg in Lauterbach zusammen.

In der Pressemitteilung der SPD Vogelsberg heißt es, wie der Vogelberger SPD Kreisvorsitzende Swen Bastian mitteilte, wird ab 14.30 Uhr auch der hessische SPD Partei- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel zur gemeinsamen Sitzung in Lauterbach erwartet. Neben den Mitgliedern des Unterbezirksvorstandes sind auch die Vorsitzenden aller SPD Ortsvereine sowie der Arbeitsgemeinschaften aus dem Vogelsbergkreis oder ihre Stellvertreter zu dem gemeinsamen Austausch eingeladen.

3 Gedanken zu “Klausurtagung der Vogelsberger Sozialdemokraten

  1. „Im heimischen Wahlkreis Vogelsberg/Laubach habe man das fünftbeste Ergebnis aller 55 hessischen Landtagswahlkreise bei den absoluten Stimmen für die SPD erzielt.“
    Kombiniere, kombiniere… Es lag nach den Berechnungen von Herrn Unisono (muss ein Parteimitglied MIT Uniabschluss sein, das sich beim Mathematikstudium nicht unterkriegen ließ) am relativen Stimmenergebnis, dass Thorsten Schäfer-Gümbel nicht Ministerpräsident von Hessen und Swen Bastian nicht Jackpot-Abräumer und Direktkandidat des Vogelsbergkreises geworden sind. Also relativ heißt ja „im Verhältnis“. Und es heißt ja auch Verhältnis-Wahlrecht. Das fünftbeste Ergebnis bei den absoluten Stimmen für die SPD in 55 hessischen Landtagswahlkreisen hat also überhaupt nichts zu bedeuten (siehe https://www.wahlrecht.de/landtage/hessen.htm).
    Und morgen erklärt Ihnen Herr Unisono das Prinzip der Niete in Ihrer Weihnachtstombola.

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  2. Sic transit gloria mundi! Noch nicht lange her, da wäre OL die oben angekündigte SPD-Klausurtagung mit Schäfer-Gümbel und Bastian sicherlich einen opulenten Bericht wert gewesen. Doch nach bescheidenem Landtags-Wahlergebnis und bundesweit 14 Prozent prognostiziertem Wählerzuspruch muss man sich bei der Konkurrenz bedienen (siehe https://nh24.de/2018/12/05/spd-vogelsbergkreis-dankt-swen-bastian/), um zu erfahren, wie’s denn gewesen sei am 1. Dezember im Posthotel Johannesberg.
    „Ein besonderer Dank der Teilnehmer“, so radebrecht wenig qualitätsjournalistisch das Online-Portal N24, „erfuhr der Vogelsberger SPD Vorsitzende Swen Bastian, der unisono für seinen aktiven und ausdauernden Einsatz gelobt wurde“ und fährt fort: „Die Vogelsberger SPD brauche sich landesweit nicht zu verstecken: Im heimischen Wahlkreis Vogelsberg/Laubach habe man das fünftbeste Ergebnis aller 55 hessischen Landtagswahlkreise bei den absoluten Stimmen für die SPD erzielt.“
    Die Schuld an dem „bittere[n] Ergebnis“ der Landtagswahl trage ein „übermächtiger Bundestrend“, gegen den man „keine Chance gehabt habe, trotz deutlich besserer Ergebnisse im Vogelsbergkreis als im Landesdurchschnitt.“ Da bleibt nur der Ärger darüber, „dass die absehbare Fortsetzung der schwarz-grünen Landesregierung in Wiesbaden mit deutlich veränderten Kräfteverhältnissen leider nichts Gutes für die künftige Entwicklung der ländlichen Regionen in Hessen erwarten lasse.“
    Ja, so ist das. Man hätte ja sogar mit den Grünen koaliert und dann gemeinsam alles besser gemacht. Doch nun droht – nicht zuletzt wegen des Stimmenzuwachses eben dieser Grünen – „nichts Gutes“. Das ist WAHLsinn, warum schickt man uns in die (schwarz-grüne) Hölle? Hölle! Hölle! Hölle!
    Fast wären Tränen des Mitleids in mir aufgestiegen. Doch dann sah ich zufällig einen Beitrag von Hessen 3 über den von Rot-Grün unter Ulla Schmidt (SPD-Ministerin für Gesundheit und „soziale Sicherung“) im Jahr 2003 verübten Beschiss an den Betriebsrentnern (https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/mex/themen/frag-tenhagen–boese-ueberraschung-bei-der-betriebsrente,frag-tenhagen-betriebsrente-100.html). Da man dringend Geld für die marode Krankenversicherung brauchte, die ruiniert worden war, um die Deutsche Einheit zu finanzieren, führte man hinterrücks die Regelung ein, dass bei Auszahlung der Betriebsrenten nachträglich der volle Sozialabgabensatz (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) von 18 Prozent abzuführen sei. Wer damals in eine Betriebsrente einzahlte, erfuhr so gut wie nichts über die realen Auswirkungen dieser Regelung und erlebt heute, bei Renteneintritt, eine böse Überraschung. Nach Abzug der Sozialabgaben verbleibt eine Kapitalverzinsung von gerade mal 1 Prozent. Hätte man die Beiträge zur Betriebsrente verprasst, wäre man besser dran, denn man könnte dann Grundsicherung beantragen. Viele, die sich auf die Betriebsrente verlassen hatten, müssen sich jetzt als Rentner noch einen Job suchen, weil die Zahlungen aus der normalen Rentenversicherung nicht ausreichen.
    Damals propagierte Rot-Grün massiv die Notwendigkeit einer zweiten, nämlich privaten Säule der Altersvorsorge. Zusätzlich zum Betrug an den Betriebsrentnern erfand Rot-Grün die „Riester-Rente“ (benannt nach SPD-Arbeitsminister Walter Riester) mit ebenso katastrophalen Erträgen wie die geplünderten Betriebsrenten (https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a-z/mex/sendungen/riester-desaster—so-koennte-altersvorsorge-besser-klappen,video-65446~_story-frag-tenhagen-betriebsrente-100.html).
    Wenn ich mir diese und die vielen anderen Schweinereien vergegenwärtige, mit denen unter sozialdemokratischer Regierungsverantwortung oder sonstiger Beteiligung das Volk betrogen und Massenarmut geschaffen wurde, habe ich nach der Landtagswahl das dringende Bedürfnis, allen Sozen ebenfalls „ein besonderer Dank“ auszusprechen. Nur habe ich gerade so viel Schaum vorm Mund, dass ich diesen nur sehr unartikuliert äußern könnte. Wer hat Ideen, wie ich meinen Dank auch nonverbal zum Ausdruck bringen könnte? Waffensammler, Baseballschläger-Schnitzer, Besitzer von alten Güllewagen und Miststreuern… Bitte alles anbieten!

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    1. @ Johannes der Postillion
      Mal abgesehen davon, dass die Funktionärselite der SPD auch gern die eigene Parteibasis (ist ja schließlich auch Teil des „Volkes“) hinter die Fichte führt, will sich von den Herrschaften noch immer niemand eingestehen, dass alle immer alles mitgemacht haben, insbesondere den gesamten Sozialabbau und neoliberalen New-Labour-Schwachsinn, Bankenrettung und, und, und), aber jetzt so tun als hätten sie von allem nichts gewusst und immer nur die sozialen Errungenschaften hoch gehalten. Bei solchen Wahlanalysen kann einem nur übel werden. Eine sehr gute Analyse der Entfremdung zwischen der SPD und ihrer traditionellen Wählerschaft insbesondere im Osten gibt Jochen Breyers Bestandsaufnahme „Am Puls Deutschlands“ (siehe https://www.presseportal.de/pm/7840/4132633). Hier erfährt man, warum es nichts nützt, dass die Parteispitze jetzt Hartz IV „hinter sich lassen“ will. Denn das steht nur für Verdrängung, aber nicht für ein Handeln im Interesse der Schwächsten in der Gesellschaft, das ja konsensfähig ist bis weit in die ebenfalls verunsicherte Mittelschicht hinein. Man muss sich nur jetzt den Schwindel mit der Mütterrente ansehen, den die SPD als GroKo-Partner ja mitträgt. Die reichen Frauen kassieren Mütterrente, den armen wird sie von den Sozialleistungen wieder abgezogen (siehe https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/muetterrente-wie-merkel-gerechtigkeit-versprach-und-muetter-alleine-liess_id_8276364.html). Die hohen Mieten drücken Millionen Familien unter Mindesteinkommen (Hartz IV). Und die Benachteiligung der Einkommensschwachen geht auf allen Gebieten munter weiter. Um die aktuellen Sozial-Geschenke der SPD zu finanzieren, drohen Mehrwertsteuer-Erhöhung und andere Kompensationen der Mehrausgaben, die wiederum vor allem die Bezieher kleiner Einkommen treffen. Das Vertrauen der Wähler zur SPD-Politik ist irreparabel zerstört.
      Was Ihr Angebot zu nonverbalen Danksagungen an die SPD angeht: Schauen wir mal nach Frankreich. Da lässt man sich den Griff in die Tasche des kleinen Mannes definitiv nicht gefallen und beendet die Diskussion sehr spontan. Siehe: https://www.sueddeutsche.de/kultur/frankreich-robespierre-gelbe-westen-revolution-1.4237161

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