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Am 28. Oktober fand eine Begehung von leerstehenden Unternehmensräumen mit Interessierten stattHomberger „Tag der offenen Leerstände“ mit positivem Fazit

HOMBERG OHM (ol). Am 28. Oktober seien all die eingeladen gewesen, die von einem eigenen Geschäft träumten oder auch Inhaber eines Ladens, die eine zweite Filiale in Homberg aufmachen wollten. Neben vielfältigen Informationen rund um Existenzgründungsberatungen und Fördermöglichkeiten gab es an diesem Tag auch die Möglichkeit, leerstehende Ladengeschäfte in der Homberger Innenstadt in Augenschein zu nehmen.

Die Eigentümer des ehemaligen Geschäftes Geibel in der Frankfurter Straße 39, des ehemaligen Schlecker-Marktes in der Frankfurter Straße 23 und der ehemaligen Gaststätte Marktbrunnen am Marktplatz 4 hatten ihre Türen geöffnet und Interessierte zur Besichtigung begrüßt.

Auch nach der Veranstaltung geht die Suche weiter

Bürgermeisterin Claudia Blum sei froh über die positive Resonanz auf die Initiative: „Mit dem „Tag der offenen Leerstände“ wollten wir einen ersten Schritt unternehmen, leerstehende Ladengeschäfte wieder mit Leben zu füllen. Es war ein Testballon, um zu sehen, wen man mit diesem Tag erreichen kann. Ich freue mich sehr, dass einige Interessierte erschienen sind.“ Auch in der Nachfolge der Veranstaltung würde die Suche jedoch weiter gehen. Ein nächster Schritt würde sicher die persönliche Ansprache möglicher Interessenten sein. „Besonders wichtig war für uns heute, dass mit den Vortragenden Multiplikatoren zum gegenseitigen Austausch an einen Tisch gekommen sind.“ sagte Blum.

Katharina Barth, zuständig für die Existenzgründungsberatung bei der Vogelsberg Consult Gesellschaft für Regionalentwicklung und Wirtschaftsförderung mbH, stellte die wichtigsten Fördermöglichkeiten und Zuschüsse vor. Sie ermutigte Existenzgründer, ihr Unternehmen in Homberg aufzumachen: „Gerade der Vogelsbergkreis ist mit seinen Fördermöglichkeiten ein ideales Gebiet für Gründer.“ Als strukturschwache Region halte der Kreis besondere Zuschüsse und Förderungen für Gründer bereit, die anderswo nicht gezahlt würden. Bedingung für den Erhalt vieler Zuschüsse sei jedoch, dass Existenzgründungsgespräche bereits vor Beginn einer Maßnahme geführt würden.

Firmen stellen sich den Interessierten vor

Thorsten Schäfer, Firmenkundenberater der VR Bank HessenLand hatte in einem weiteren Kurzvortrag die Finanzierungskonzepte und Beratungsangebote der Bank präsentiert. Unterstützt sei er von Marktbereichsleiterin Gabriele Schäfer-Langohr worden. „Die VR Bank HessenLand will mehr sein als nur Geldgeber.“ erklärte Schäfer. Deshalb würde ganzheitliche Beratung groß geschrieben. Neben der Existenzgründungsberatung mit Risikoabsicherung und Speziallösungen zur Finanzierung frage die Bank auch, was sie für den Gründer privat tun könne. Kundenberater Schäfer lobte in seinem Vortrag das innovative Format der Homberger Veranstaltung: „So ein „Tag der offenen Leerstände“ ist eine neue Idee, die ich so noch nicht gesehen habe“


Marco Schick und Petra Wolf stellten im Anschluss die Steuerberatungssozietät „Wolf & Kusenberg“ vor. Neben Hilfe bei Steuererklärungen biete die Kanzlei auch Existenzgründungsberatungen und Übernahmeberatungen für Unternehmen an. Julia Braun-Seibert, Vorstandsmitglied des Gewerbevereins Homberg, informierte über Aktivitäten des Vereins. Neueste Erfolgsprojekte seien das Gutscheinsystem „Ohmtaler“ und die gemeinsame Internetpräsenz der Homberger Gewerbetreibenden. Julia Braun-Seibert hatte deutlich gemacht: „Das Internet ist kein Feind des lokalen Handels. Der Kunde ist sowieso digital unterwegs und wir Geschäfte müssen ebenfalls das Internet leben, damit wir gefunden werden.“.

Bürgermeisterin Blum hatte zum Schluss des Vormittags eine Bilanz für Gründungswillige gezogen: „Wer sich mit dem Gedanken trägt, ein Geschäft zu gründen, sollte frühzeitig Gespräche mit den relevanten Stellen führen, wie dies auf den Weg gebracht werden kann.“

Weitere Informationen:
Aber Existenzgründer sollten nicht zögern, auch im Nachhinein Termine für Einzelgespräche zu vereinbaren. Kontaktinformationen der Beratungsstellen sowie Exposés der zur Verfügung stehenden freien Ladengeschäfte in Homberg könnten Interessierte bei der Stadtverwaltung Homberg Ohm, Frau Bick, Tel.: 06633 184-22, E-Mail: abick@homberg.de erhalten.